Posts Tagged ‘Smartphone’

Bezahlen mit dem Handy: SumUp mit kostenlosem Kartenleser und App

25. September 2012
SumUp ist ein Square-Clon aus Berlin.

SumUp ist ein Square-Clon aus Berlin.

Bei meinen Recherchen für Vorträge rund um den Themenbereich „Sicheres Bezahlen für das Handy“ stieß ich auf eine interessante Neuerung für den deutschen Markt. Ich kannte aus den USA das Square-System für Kreditkarten. Hier wird ein kleines Lesegerät auf das Smartphone gesteckt, die kostenlose App (iOS ab 5 und Android ab 2.3.3) geladen und schon kann der Händler Kreditkartenzahlungen entgegen nehmen. Das System klingt interessant, hat nur einen Haken. In Deutschland lieben die Kunden ihre Maestro-Karte (EC-Karte), während Kreditkarten von mittelständischen Händlern nur zögerlich angenommen werden.

Jetzt kommt für Deutschland SumUp, das auf der Square-Idee basiert. Künftig kann jeder Kartenzahlungen akzeptieren, also EC- und Kreditkartenzahlungen. Das System der Ltd. aus Irland klingt einfach. Hinter SumUp steht unter anderem Daniel Klein, Gründer von Moneybookers.

Natürlich gibt es bereits erfolgreiche und bewährte Kartenterminals, wie beispielsweise die von Wirecard, die ich besonders empfehlen kann. Auch Wirecard arbeitet massiv an mobilen Lösungen fürs Smartphone. Seit August gibt es eine Mobile Card Reader-Lösung.  Das White-Label-Programm besteht aus unterschiedlichen Card Reader-Lösungen, dazugehöriger Kartenakzeptanz samt Wallet-Applikation und offenen Schnittstellen für Entwickler. Die Kartenlesegeräte werden an Smartphones oder Tablets aufgesteckt und unterstützen sowohl den EMV-Standard als auch Magnetstreifen für mobile Kartenzahlungen am Point-of-Sale. Mit der Unterschrift auf dem Touchscreen oder mittels PIN bestätigt der Endkunde die Zahlung. Leider war auf der Website des Unternehmens nichts über Kosten und Kombinationsmöglichkeiten mit bestehenden System u.a. zu lesen. Ich werde wohl auf der HAARE 2012 in Nürnberg mit den Kollegen von Wirecard sprechen und ein kleines Interview machen.

Bis dahin schau ich mir sum up näher an. Das Kartenlesegerät und die App gibt es kostenlos. SumUp kassiert 2,75 Prozent an Transaktionsgebühr. Das ist teuer, aber kann ggf. sich für kleine Unternehmen oder Freiberufler lohnen. Ich würde so ein System beispielsweise auf eine Messe oder einen Stand mitnehmen.

Folgendes Beispiel. Ich biete auf einer Messe meine selbstverlegten Bücher an. Der Kunde will ein paar meiner Bücher kaufen, hat aber nicht genügend Bargeld dabei bzw will sein Bargeld für andere Sachen aufheben. Er will stattdessen mit Karte (Kredit- oder EC-Karte) zahlen. Mein Kassensystem habe ich nicht dabei, oder ich habe gar kein Bezahlsystem und der Kunde geht mir verloren. Hier ist SumUp ideal. Aufs Handy das Gerät mit dem 3,5 mm Klinkenstecker gesteckt, App gestartet, Ware ausgewählt und Kunde unterschreibt auf dem Bildschirm. Der Kunde und ich machen unser Geschäft. Alle Bargeld- und Kartenzahlungen werden in der Transaktionshistorie dokumentiert. Mein Kunde bekommt eine Quittung via E-Mail oder SMS. Ab einem Umsatz von 20 Euro werden die Einnahmen täglich ausgezahlt.

In Puncto Sicherheit wirbt das Unternehmen mit „Sicherheit auf Bankniveau“: SumUp sei mit PCI-DSS Level 1 zertifiziert, dem höchsten Datensicherheitslevel im Finanzbereich. Die Datenübertragung erfolge durch 128 sowie 256 bit Verschlüsselung, ist also nach heutigem Stand sicher. Die Datenübertragung der Website werde durch RapidSSL gesichert. SumUp arbeitet mit den OWASP Coding Guidelines. Als Bankpartner wird im Kleingedruckten die Privatbank 1891 Bankverein Werther AG in München aufgeführt.

Tablet-Nutzer sorgten 2011 für den größten Online-Umsatz

22. Januar 2012

Adobe hat die Ergebnisse der ersten Adobe Digital Marketing Insights Studie bekannt gegeben. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

– Tablet-Nutzer haben pro Einkauf 54 Prozent mehr ausgegeben als Smartphone-Nutzer und 21 Prozent mehr als PC- und Laptop-Nutzer.

  • Tablet-Nutzer haben nahezu dreimal öfter Produkte und Dienstleistungen online gekauft als dies Smartphone-Nutzer taten und ungefähr gleich oft wie PC- und Laptop-Nutzer.

 

Die Untersuchung soll Verantwortlichen im Bereich Marketing, E-Commerce und Handel wertvolle Erkenntnisse zum Thema digitales Marketing liefern. Dabei wurde beispielsweise der Einfluss der genutzten Geräte auf das Kaufverhalten beim Onlinekauf untersucht. In der Studie analysierte Adobe 16,2 Milliarden anonyme Besuche von Webseiten der 150 erfolgreichsten Onlinehändler in den USA. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere während der Weihnachtssaison sowie das gesamte Jahr 2011 über Webseitenbesucher mit einem Tablet pro Einkauf mehr ausgegeben haben als Seitenbesucher mit Smartphones, traditionellen PCs oder Laptops. Somit waren sie die wertvollsten Onlinekunden im Jahr 2011. „Die Studienergebnisse veranschaulichen die Notwendigkeit, vorhandene E-Tail-Strategien für 2012 hinsichtlich Tablet-Nutzern zu optimieren“, so Brad Rencher, Senior Vice President und General Manager Adobe Digital Marketing Business

Das Anpassen von Webseiten für mobile Geräte wie Smartphones wird zunehmend zur Selbstverständlichkeit. Mit dem steigenden Absatz von iPads und Android-Tablets stehen Unternehmen jetzt zusätzlich unter Druck, auch diesen Kunden interessante Online-Einkaufserlebnisse zu bieten. Wenn Händler die Strategien zur Optimierung ihrer Inhalte für Smartphones und Tablets allerdings gleich gewichten, verpassen sie womöglich die Chance, die Kaufkraft der Tablet-Besitzer für sich zu nutzen, die den Studienergebnissen zufolge eine dreimal höhere Konversionsrate aufweisen als Smartphone-Nutzer.

 

Warum Tablet–Nutzer mehr Geld ausgeben

Die Studie von Adobe zeigt, dass demographische Faktoren ebenso wie die größere Flexibilität in Bezug auf die User Experience via Tablet zur stärkeren Kaufkraft der Tablet-Nutzer beitragen. Seitenbesucher mit Tablets sind überwiegend männlich, zwischen 18 und 34 Jahre alt und verfügen im Vergleich zu anderen Onlinekunden zumeist über ein höheres Einkommen. Sie weisen zudem eine höhere Nutzrate am Wochenende auf, wenn mehr Zeit für Online Shopping zur Verfügung steht.

Die Ergebnisse kann die deutsche Android-Plattform SmartAppFinder bestätigen. SmartAppFinder (http://smartappfinder.com/) ist seit Oktober 2010 online. Dort gibt es alle Arten qualitativ hochwertiger Apps für Android-Handys und Tabletts.

 

Der gesamte Adobe Digital Marketing Insights Bericht findet sich unter http://success.adobe.com/en/na/programs/digital-marketing-insights.html?s_cid 43341 sowie auf CMO.com (http://www.cmo.com/mobile/adobe-digital-marketing-study-finds-tablets-rule-shopping).

 

Smartphone-Absatz steigt rasant

18. Januar 2012

Das Internet wird mobil – das ist keine Neuigkeit mehr. Wie die CES 2012 zeigte, arbeiten alle Firmen an dem nternet aus der Hosentasche. Dies wird unterstützt durch Tablets und natürlich Smartphones. Dies zeigt sich daran, dass der Smartphone-Absatz rasant steigt.

Im Jahr 2011 sind in Deutschland 11,8 Millionen Smartphones verkauft worden. Das entspricht einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO).

Der Verkauf von herkömmlichen Handys ging dagegen um 19 Prozent auf 15,6 Millionen Stück zurück. Inzwischen sind 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones. Der Umsatzanteil liegt sogar bei zwei Dritteln, da die Geräte deutlich teurer sind als normale Handys. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 4,1 Milliarden Euro mit Smartphones umgesetzt, ein Plus von 13 Prozent. Inzwischen dürfte das Google Betriebssystem Android auf den Mehrzahl der Smartphone vertreten sein. Apple mit dem iOS und dem iPhone ist ebenfalls stark vertreten. Noch abgeschlagen ist das WIndows Phone.

Das Problem bei Android ist derzeit die Qualität und Sicherheit der Apps. Hier gibt es die deutsche Plattform SmartAppFinder. SmartAppFinder (http://smartappfinder.com/) ist seit Oktober 2010 online. Dort gibt es alle Arten qualitativ hochwertiger Apps für Android-Handys und Tablets. Entwickler erhalten 70 Prozent des Umsatzes, 30 Prozent verbleibt bei SmartAppFinder. Auf SmartAppFinder können die User bequem und leicht auswählen und mit PayPal bezahlen.

Studie: Mehr Social Media, mehr Android, mehr mobiles Internet

14. September 2011

Ich hör schon wieder das Geschrei der Kollegen, wenn ich sie auf die neue TOMORROW FOCUS Media-Studie aufmerksam mache. Die neueste Erhebung zeigt, dass Android Apple iOS überholt hat und jetzt das am häufigsten genutzte Betriebssystem in Deutschland ist. Apple muss seine Vorherrschaft im Smartphone-Bereich erstmals abgeben. Während die Nutzung von Apple iOS als Betriebssystem bei 25,8 Prozent stagniert, stieg die Nutzung von Android im Vergleich zur letzten Erhebungswelle im April 2011 von 24,4 Prozent auf 31,2 Prozent an. Android ist damit das am häufigsten genutzte Betriebssystem Deutschlands.
Obwohl die Konkurrenz zwischen iOS und Android zum Glaubenskampf hochstilisiert wird, wird die ganze Sache nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. In Handy-Läden habe ich folgende Beobachtung gemacht: Die Leute kommen und wollen ein iPhone. Dann hören sie den Preis und das Gejammere geht los. Der Verkäufer schlägt ein billiges Android-Handy vor und – zack – das wird dann gekauft. Die Rolle, ob Apple-Politik und iTunes-Zwang spielt dabei keine Rolle. Hervorragende Android-Apps lassen sich übrigens auf der Plattform SmartAppFinder laden. Anders als im Market werden hier eine Qualitäts-Apps aufgenommen. Anschauen und selbst beurteilen.

TOMORROW FOCUS Media befragte 5.622 Personen im TOMORROW FOCUS Media Netzwerk zur mobilen Internetnutzung und kam zum Ergebnis: Mobiles Surfen nimmt weiter zu. Das mobile Internet setzt sich in Deutschland immer mehr durch. Mittlerweile sind knapp 35 Prozent der Deutschen mobil im Internet. Gleichzeitig ist der mobile Internetmarkt noch lange nicht gesättigt. Über 40 Prozent der Befragten planen die Nutzung des mobilen Internets in 2011. Während über die Hälfte der Deutschen bereits ein Smartphone besitzen, gewinnen auch Tablet PCs zunehmend an Bedeutung. Momentan nutzen 15 Prozent der Befragten ein iPad oder ein anderes Tablet. Ein Drittel der Befragten denkt zudem darüber nach, noch im kommenden Jahr ein Tablet  anzuschaffen.

Auch interessant: Social Media & kostenlose Apps gewinnen weiter an Bedeutung. 42,4 Prozent der Befragten nutzen mindestens täglich Communities und Social Media-Plattformen  über ihr Smartphone. Im Vergleich zu Januar ist dies eine Steigerung von knapp zehn Prozent. Auch die Bedeutung von mobilen Apps nimmt weiter zu. So gaben über drei Viertel der Befragten an, Apps gelegentlich oder regelmäßig zu nutzen. Gleichzeitig ist die Zahlungsbereitschaft für mobile Apps im vergangenen Jahr gesunken.  Waren 2010 noch 35 Prozent der Befragten bereit für eine App zu zahlen, sind es heute nur noch 26,7 Prozent.

Social Media: QR-Code für mobile Konsumenten (auch in Kunstausstellungen)

13. Mai 2011
QR-Code auf einem T-Shirt.

QR-Code auf einem T-Shirt.

Aufmerksame Beobachter werden in jüngster Zeit verschiedene schwarzweiße Quadrate mit Strichmustern in der Öffentlichkeit bemerken, die ihnen auf Postern oder auf Postkarten begegnen. Das ist ein QR-Code. Das Teil ist ziemlich alt, bekommt aber durch Social Media ein neues Revival. Der QR-Code (engl. Quick Response, „schnelle Antwort“, als Markenbegriff „QR Code“) ist ein zweidimensionaler Strichcode (2D-Code), der von der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt wurde, sagt uns Wikipedia.

Hinter dem Code verbirgt sich in der Regel eine Webadresse. Der User braucht nur noch ein entsprechendes Lesegerät und kann den Code einscannen und wird sofort weitergeleitet. Das ist simple, genial und einfach. Mein iPhone verfügt über eine Kamera und die App i-nigma, die ich verwende, erkennt den Code sofort und zack bin ich auf einer Website. Das ist bequemer als ein stumpfsinniges Abtippen von WWW-Adressen.

In der Regel werden diese QR-Codes benutzt, um Usern ein Angebot auf einer Website zu machen. Böse Leute könnten natürlich darüber mein Smartphone angreifen.

QR-Code in einer Ausstellung.

QR-Code in einer Ausstellung.

Neulich habe ich aber einen noch besseren Einsatz gesehen. QR-Codes in einer Ausstellung. Sie kennen das? Sie laufen durch eine Ausstellung und finden ein Exponat interessant. Auf einer viel zu kleinen Tafel steht dann in Deutsch und Englisch, was der Künstler uns sagen wollte. Aber in der Regel sind die Texte zu kurz und dadurch nur oberflächlich. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Objekt geschieht mangels Informationen nicht. Ich müsste im Katalog nachlesen, was ich aber in der Regel nicht mache, weil ich zu faul oder schon wieder abgelenkt bin.

Da kommt der QR-Code ins Spiel. In einer Kunstausstellung von Jin-Ho Jeton auf der FMX in Stuttgart habe ich unter den Bildern den QR-Code gesehen. Ich wurde auf die Website des Künstlers weitergeleitet und konnte so mehr über die Beweggründe erfahren. Das war eine Kunstausstellung, die ich wirklich genossen habe. Sie hat mir die Augen geöffnet. Kunst bleibt nicht nur an der Oberfläche, sondern geht in die Tiefe, fordert Emotion und Intellekt gleichermaßen.

An der FH habe ich zudem ein Plakat gesehen, auf dem der Prof seine Skripte und das Vorlesungsverzeichnung über einen QR anpreist. Die Idee finde ich großartig. Kritiker werden sagen, dass QR wieder Leute ausgrenzt, die eben kein internetfähiges Mobiltelefon haben. OK, Einspruch akzeptiert, aber ich mach trotzdem weiter.

Ich werde das QR-Thema gleich umsetzen. Im Oktober darf ich eine große Frisurenshow, die HAARE 2011, mitorganisieren. An einem Stand hängen dort zahlreiche aktuelle Frisurenbilder. Friseure aus ganz Deutschland besuchen die Veranstaltung und den Stand. Dort diskutieren sie in der Regel, wie die Frisur geschnitten wird. Bisher konnte ich aus optischen Gründen keine Erklärungen unter die Bilder hängen. Aber dank dem QR-Code kann ich die Ausstellung virtuell weiterführen und Schnitttechniken erläutern. QR-Software gibt es kostenlos im Web. Im Moment verwende ich diesen kostenlosen QR-Generator goqr und bin gut gefahren.

Selbst die Bahn setzt auf QR.

Selbst die Bahn setzt auf QR.

Mediennutzungsverhalten von Führungskräften: Ich bin gespannt

9. März 2011

Derzeit tingeln ehemalige Verlagsleiter durch die Branche nach einem neuen Job. Sie wollen Verlage und Medienhäuser beraten und bedienen sich in der Regel den Rezepten von gestern: Personaleinsparung, Fixkosten senken. Immer wieder habe ich mit einen von ihnen Kontakt auf Partys, Empfängen oder wo wir Medienheinis uns sonst so herumtreiben. Aber eigentlich schüttle ich nur den Kopf. Viele dieser Berater sind nicht in der digitalen Welt angekommen und wollen aber ihre Kunden dahin führen. Es war doch so schön in der Papierwelt und das neue Online-Zeugs ist doch eigentlich nichts.

Da kommt mir eine neue Studie von Eurocom Worldwide und Schwartz Public Relations gerade recht. Sie besagt: Die Online-Medien liegen zwar als Informationsquelle bei Führungskräften in der Technologiebranche an erster Stelle, doch auch Branchenzeitschriften und nationale Tageszeitungen haben als Informationsquelle weiterhin einen hohen Stellenwert. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Umfrage zum Mediennutzungsverhalten von Führungskräften aus dem Technologiebereich.

Demnach informieren sich mehr als Zweidrittel der Befragten (76%) regelmäßig via Online-Medien. 42% der IT-Führungskräfte dienen Branchenzeitschriften als Informationsquelle. Die dritte Größe unter den Medienkanälen stellen nationale Tageszeitungen mit 38% dar. Eurocom Worldwide und Schwartz Public Relations haben diese Resultate im Rahmen ihrer jährlichen Technologieumfrage unter 664 Entscheidern aus internationalen Technologieunternehmen erhalten (Befragungszeit Januar bis Februar 2011).

Obwohl die Mehrheit Online-Medien als Informationskanal nutzt, lesen 70% der Befragten im Technologiebereich regelmäßig Branchenzeitschriften – jede zweite Führungskraft (48%) zumindest wöchentlich und 16% sogar täglich.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass Fachmedien nicht nur online sondern auch in gedruckter Form als wichtige Informationsquelle dienen. Obwohl viele Printmedien einem hohen Wettbewerbsdruck durch Online-Medien ausgesetzt sind, scheinen sie noch immer das Leserinteresse zu gewinnen“, kommentiert Christoph Schwartz vom deutschen Eurocom Worldwide Partner Schwartz PR in München. Das mag so sein, aber wer im 21. Jahrhundert durchstarten will, sollte sein Verhalten ändern, meine ich. Das bedeutet nicht, auf Print zu verzichten, aber die Chance der neuen Medien zu erkennen und sie zu nutzen. Und ich denke, dass wird zu wenig gemacht.

Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass Radio und TV wenig Kompetenz in Bezug auf technologische Marktinformation zugestanden wird. Hier informieren sich nur 19% (TV) bzw. 10% (Radio) über ihre Branchennews.

Daneben gibt die Umfrage Aufschluss darüber, mit welchen Mitteln auf digitale Nachrichtenquellen zugegriffen wird. Die Mehrheit der Befragten (87%) nutzt dazu Laptops gefolgt von 37%, die einen Desktop Computer verwenden. Interessant ist, dass 54% ein Smartphone und 16% ein Tablet verwenden, um digitale News zu lesen.

„Verlage und Unternehmen, die Inhalte zur Verfügung stellen möchten, müssen künftig viel mehr darauf achten, dass ihr Content auf einer Vielzahl von Endgeräten nutzbar ist. Die veröffentlichten Inhalte müssen flexibel sein und sich an unterschiedliche Formate anpassen können. Auch für uns als PR-Agenturen ist es wichtig, diese verschiedenen Formate zu bedienen und den Content unserer Kunden auch in den verschiedenen digitalen Medien anzubieten“, sagt Mads Christensen, Network Director von Eurocom Worldwide. Und auch hier denke ich ist ein Denkfehler. Ich habe neulich am Flughafen eine Werbung für das Handelsblatt gesehen. Hier wurde ein Inhalt für unterschiedliche Medien distribuiert. Aber es ist ein Inhalt. Ich denke, dieser Weg wird nichts bringen. Ich muss für das Medium spezielle Inhalte produzieren und die Vorteile der Trägermedien nutzen. Eine Print-Publikation ist super für den recherchierten Hintergrund, die Smartphone-Variante ballert die News raus, das Tablet bringt Multimedia-Inhalte. Aber nur den Inhalt auf unterschiedliche Arten zu distribuieren, das wird zu wenig sein und die Verlagshäuser nicht retten. Und wenn die Verlagsberater von gestern für die Medien für morgen arbeiten, dann geht es noch schneller bergab.

Handelsblatt-Werbung: Ich denke, so wird es nicht funktionieren.

Handelsblatt-Werbung: Ich denke, so wird es nicht funktionieren.

 

Zahlen liegen vor: Die Zukunft ist mobiles Internet

3. Februar 2011

Die digitale Spaltung in unserem Lande wird tiefer. Bei meinen Seminaren frage ich die Teilnehmer immer ab, welcher Medientyp sie eigentlich sind. Ergebnis: Die meisten Teilnehmer schätzen sich völlig falsch ein und überschätzen sich. Schön wird die Diskussion dann, wenn es um das Thema mobiles Internet geht. Viele Seminarteilnehmer haben ihr Mobiltelefon zum Telefonieren und ggf. noch zum SMS schreiben. Ungläubige Blicke ernte ich, wenn ich mobile Kommunikation mit den mobilen Devices vorstellte. Brauche ich das? Wer nutzt das?

Künftig kann ich die Cisco-Studie in die Diskussion einbringen. Nach dieser Studie steigt  der mobile Datenverkehr in Deutschland bis 2015 um das 30-Fache. Im Jahr 2015 werden in Deutschland 30-mal mehr Daten mobil übertragen als 2010, weltweit 26-mal mehr. Dies hat der Cisco Virtual Networking Index (VNI) Global Mobile Data Traffic Forecast festgestellt. Der mobile Datentransfer weist damit in Deutschland eine jährliche Wachstumsrate von 97 Prozent und global von 92 Prozent auf. Hauptursache dafür ist die verstärkte Nutzung von Video-Anwendungen und -Diensten über mobile Internetfähige Geräte.

In Deutschland steigt der monatliche mobile Datenverkehr von 2010 bis 2015 von 10,66 auf 317,24 Petabyte. Dies entspricht dann der Kapazität von 79,3 Millionen DVDs pro Monat oder 874 Millionen SMS-Nachrichten pro Sekunde. Der mobile Datenverkehr wächst dabei dreimal schneller als der kabelgebundene. Der größte Teil der Übertragung erfolgt in vier Jahren weiterhin per Laptop (197,18 PB), gefolgt von Smartphones (84,49 PB) und Tablet-PCs (21,13 PB). Letztere sorgen aber für das höchste Wachstum: 2015 übertragen Tablet-PCs in Deutschland 293-mal mehr Daten als 2010. Neben 5,1 Millionen Tablet-PCs (32-mal mehr als 2010) kommen dann 16,2 Millionen Laptops (viermal mehr), 50,8 Millionen Smartphones (dreimal mehr) und 87,7 Millionen Knoten zur Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (achtmal mehr) zum Einsatz.

Weltweit werden 2015 mehr als 5,6 Milliarden Tablet-PCs und Smartphones verwendet. Hinzu kommen 1,5 Milliarden Knoten für die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation. Die Gesamtzahl entspricht dann fast der Weltbevölkerung von geschätzt 7,2 Milliarden Menschen. Bei den Geräten weisen Tablet-PCs das größte Wachstum auf: 2015 wird es 205-mal mehr geben als 2010. Videos werden in vier Jahren für 66 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs verantwortlich sein. Dies entspricht einer Steigerung um das 35-Fache im Vergleich zu 2010 und damit der höchsten Rate aller mobilen Anwendungen.

Der weltweite mobile Datenverkehr erhöhte sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 159 Prozent und wuchs damit 4,2-mal schneller als der drahtgebundene Breitband-Verkehr. Pro Monat wurden 237 Petabyte – umgerechnet 60 Millionen DVDs – mobil übertragen. 2015 wird der mobile Datentransfer monatlich 6,3 Exabyte und jährlich 75 Exabyte betragen. Letzteres entspricht etwa der Speicherkapazität von 19 Milliarden DVDs oder dem 75-fachen des gesamten IP-Verkehrs im Jahr 2000.

Der Mittlere Osten und Afrika besitzen bis 2015 die höchste jährliche Wachstumsrate mit 129 Prozent, gefolgt von Lateinamerika (111 Prozent), Mittel- und Osteuropa (102), Asien-Ozeanien (101), Westeuropa (91), Nordamerika (83) und Japan (70). Bei den einzelnen Ländern führt Indien (158 Prozent) vor Südafrika (144) und Mexiko (131).

Jede mobile Verbindung erzeugte 2010 einen monatlichen Datenverkehr von 63 MB, in Deutschland von 138 MB. 2015 wird diese Zahl global 17-mal höher liegen, hierzulande 23-mal höher. Smartphones, Notebooks und andere mobile Geräte sorgen dann für mehr als 87 Prozent des weltweiten mobilen Datenverkehrs. Sowohl Tablet-PCs als auch Maschinen untereinander werden jeweils mehr Daten übertragen als das weltweite mobile Netzwerk 2010 mit monatlich 237 Petabyte. Die durchschnittliche Geschwindigkeit der mobilen Netzanbindung hat sich von 2009 auf 2010 verdoppelt und wird bis 2015 auf das Zehnfache steigen.

 

Nokia stellt N-Gage ein

4. November 2009

N-Gage ein Flop von Nokia

Jetzt wurde bekannt, dass Nokia seinen N-Gage-Dienst einstellt. Voraussichtliches Ende ist September 2010. Die Spieleplattform war ihrer Zeit voraus. Sonst ist es eigentlich immer Apple, das der Zeit voraus ist und an seiner Vision scheitert. Der Newton ist das beste Beispiel. Dieses Mal hat es Nokia erwischt und Apple zieht mit der Spieleplattform iPhone und iPod touch als Sieger vom Platz.

Ich weiß noch, als ich auf einer Games Convention in Leipzig das N-Gage als Gerät näher anschaute. Es war die Entwicklerkonferenz und die Idee überzeugte mich. Mobile Spiele – genial. Wir hatten uns damals an den GameBoy und das Atari Lynx für unterwegs gewöhnt, aber mit dem N-Gage konnte man sogar noch telefonieren. Wir überlegen uns damals im Verlag, ob mobile Gaming nicht ein Marktzweig für Zeitschriften werden wird. Wir haben es dann doch nicht gemacht, obwohl ich extra nach Marseille gereist bin und Jury-Mitglied eines Handywettbewerbs von Autodesk war, der sich vor allem um N-Gage drehte. Nun, Marseille war schön.

Als eigenständiges Gaming-Mobilgerät war das N-Gage ein kompletter Flop. Als Rettungsanker wagten die Finnen einen neuen Versuch im April 2009: N-Gage war als Download-Spieleservice für gängige Nokia-Smartphones verfügbar. Und Nokia-Handys gibt es ja viele. Doch damit ist nun auch Schluss. Nokia ist gescheitert auf der ganzen Linie. An die Stelle von N-Gage tritt der Ovi Store. Da gibt es heute schon rund 100 Spiele und es sollen die N-Gage-Spiele hinzu kommen.

Als mobile Spielekonsole mit Telefon hat sich bei mir das iPhone durchgesetzt. Hier sind innovative Games zu finden. Schade Nokia.