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Bob Dylan wird 83 – mein Buchtipp: Forever Young von Stefan Aust und Martin Scholz

24. Mai 2024

Heute wird der Meister 83 Jahre alt und ist noch immer gut im Geschäft. Ich bin seit Jahren ein treuer Fan und lausche der Musik des Musikers immer gerne. Also alles Gute zum Geburtstag Bob Dylan.

Vor kurzem fiel mir das Buch Forever Young: Unsere Geschichte mit Bob Dylan in die Hände, das zum 80. Geburtstag von Bob Dylan bei Hoffmann und Campe erschienen ist. Der einfache Inhalt: Prominente erzählen ihre Geschichte mit Bob Dylan und nein, ich wurde dabei nicht interviewt. 🙂

In gewohnter professioneller Routine befragen Stefan Aust und Martin Scholz die Promis und sie haben beachtliche Namen vors Mikro bekommen. Beispielsweise Patti Smith, Joan Baez, Pete Townshend, Wolfang Niedecken, Dan Brown, Otto Schilly oder – ungewöhnlich – Jean-Michel Jarre und viele mehr. Die Interviews sind amüsant, bringen aber kaum wirkliches Neues für den Hardcore-Dylan-Fan. Es sind persönliche Meinungen über Dylan, Konzerterfahrungen und persönliche Begegnungen. Eigentlich eine gute Idee, so ein Buch mit Interviews vollzubekommen.

Wirklich interessant fand ich nur die humorvollen Ausführungen von Joan Baez über Dylan-Fan Steve Jobs, mit dem die Dame ja auch liiert war. Sie hatte die Chance, Dylan und Jobs wohl nackt zu sehen, wenn auch nicht gleichzeitig, wie sie bemerkte. Das zeugt von Humor. Das hat mich natürlich als Apple-Fan Boy sehr interessiert. Es gibt kaum Aussagen von Baez zu Steve Jobs, aber hier geriet die Dame ins Plaudern. Jobs sei ein Kontrollfreaks gewesen und er war von der Chance von IT überzeugt. Da gab es öfters Krach zwischen den beiden, Über Dylan erzählte sich nichts neues, aber über das Verhältnis zu Jobs gab es für mich Neuigkeiten.

Nun, was mache ich zum 83. Geburtstag von Bob Dylan. Ich werde wie so oft seine Lieder hören. Meine Lieblingsbootleg-Quelle im Netz ist zwar verstummt. Wahrscheinlich haben es die Juristen platt gemacht. Nun ich werde das Interview mit Elvis Costello aus dem Buch Forever Young: Unsere Geschichte mit Bob Dylan nochmals lesen und seine Erinnerungen vom 30. März 1995 als er zum ersten Mal gemeinsam mit Dylan auf der Bühne in London stand. I shall be released haben sie gesungen, schönes Bootlegvideo. Daher alles Gute zum Geburtstag Bob Dylan und May You Star forever Young.

These Kids were allright – The Who Bandgeschichte

16. Januar 2023

Sie galten einst als eine der lautesten Bands der Rockmusik und am 15. Januar 1965 hatten die Band mit „I Can’t Explain“ ihre erste Single und auch den ersten Nummer 1 Hit in Großbritannien. Gemein sind natürlich The Who.

Ich mag diese Art von rauer Arbeitermusik als Vorläufer von Punk und hab mal wieder zur offiziellen Bandgeschichte 50 Jahre the Who als Buch gegriffen, das 2015 erschien. Ich habe mir die deutsche Fassung gekauft, die bei Prestel erschienen ist. Reich bebildert und mit viel Anekdoten macht das Coffee-table Buch richtig Spaß. Pete Townshend und Roger Daltery steuerten Geschichten bei. Dabei erinnere ich mich, dass ich mal einen Who-Aufnäher auf meiner Jeansjacke (Kutte) hatte, den ich stolz getragen habe. Die Jeansjacke habe ich heute mit dem Tweedjacket getauscht, die Musikvorliebe bleibt aber. Es waren schon schlimme Jungs die Herren Pete Townshend, Roger Daltery, John Entwistle und vor allem Keith Moon, aber These Kids were allright, wie ein Album- und Filmtitel hieß.

Zu Beginn waren die Who eine Hitparaden-Single-Band aus England. Sie klangen ein wenig nach den lauten Kinks, waren modisch nach Mods-Mode gekleidet und brachten einige erfolgreiche 3 Minuten Songs: I Can’t Explain, My Generation, Supstiude. Aber die Who waren mehr, vor allem eine Live-Band. Ich muss immer grinsen, wenn ich ihre Auftritte bei den Hippies beim Monterey Pop Festival oder bei Woodstock sah. Für mich hatten diese Musiker mit ihrer rauen, gewalttätigen Musik wenig gemeinsam mit dem Flower-Power-Movement der Blumenkinder. Sehr eindrucksvoll, war der Auftritt in Monterey 1967 als die Who die Bühne verwüsteten und Hendrix danach noch einen draufsetze und seine Gitarre anzündete. Who verloren gegen Hendrix wer als letzter auftreten durfte und setzen auf das Prinzip verbrannte Erde, um Hendrix keine Chance zu bieten – so kann man sich täuschen.

Was viele vergessen: The Who gehörten auch zur British Invasion, waren aber deutlich härter und lauter als Beatles oder Rolling Stones. Live waren und sind The Who immer eine Show. I Can’t Explain meist als Opener. Was sicherlich Eindruck machte, war das Zusammenspiel der Musiker. Der ruhige Part war Bassspieler John Entwistle. Aber Pete Townshend malträtierte windmühlenartig seine Gitarre und zerschlug oft sein Instrument. Roger Daltrey wirbelte sein Mikro wie ein Lasso durch die Gegend und Keith Moon war das Vorbild für die Bestie aus der Muppet Show hinter seinem Schlagzeug. Daher auch Moon The Loon (der Lümmel).

Es gibt die absoluten genialen Alben wie Leeds oder Hyde Park als Beispiel. Aus der Single-Band wurde eine erstzunehmende Konzeptband. Pete Townshend drücke der Musikgeschichte die Alben Tommy und Quadrophenia auf. Und natürlich war dann der spektakuläre Tod von Keith Moon 1978, der alles ausprobieren musste und über die Strenge schlug. 2002 folgte dann John Entwistle mit Herzversagen mit zuviel Kokain im Blut.
Townshend und Daltrey machten weiter. Der Name The Who war einfach zu wertvoll, um einfach ausschließlich solo weiterzumachen.

Aber zurück zum wunderbaren Buch 50 Jahre the Who. Es gibt viele kleine und große Episoden, eingeordnet in die Entwicklung der Rockmusik. Diese Geschichte zeigt den Stellenwert der Band und das Ganze ist garniert mit schmucken Fotos aus den Privatarchiven der Musiker.