Apple-Chef Steve Jobs bestätigte gegenüber dem WallStreet-Journal, dass zum einen der AppStore für das iPhone genial angenommen wurde, zum anderen, dass Apple eine Blacklist für den Store führte. So nahm Apple folgende iPhone-Applikationen aus dem Programm „I´m rich“ (700 US-Dollar für einen roten Punkt), „Slasher“ (das Display zeigte ein Mördermesser) und vor kurzem auch iPhoneSaber. Dies simulierte ein Laserschwert aus Star Wars. Kollegen und meine Frau hatten uns bereits große Laserschwert-Schlachten geliefert. So ist es köstlich, das Gesicht überraschter Kollegen zu sehen, wenn man mit gezücktem Laserschwert in die Redaktionsräume stürmt und Kollegen zum Duell auffordert. Grund für den Hinauswurf aus dem Store ist wohl ein Brief von THQ Wireless, die die Audio-Rechte an dem Laserschwert von George Lucas haben. Das Schwert klang verdammt überzeugend nach Star Wars und das darf natürlich nicht sein. Ich hab auf jeden Fall noch mein iPhoneSaber und find es stark. Neulich hatten meine Frau und ich beim Essen im China Restaurant unsere Schwerter gezogen. Cool, die blöden Gesichter der Leute. Cool auch die Reaktion am Nebentisch. Ein paar Jugendliche hatten auch ihr iPhone dabei und machten mit.
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Wer fordert mich mit iPhoneSaber?
12. August 2008Eine „Zukunft der Zeitung“ am iPhone
6. August 2008
Seit langem beschäftige ich mich berufsmäßig mit der Zukunft der Zeitung. Das elektronische Papier ist noch in den Kinderschuhen. Ich werde später einmal darüber berichten. Eine mögliche Zukunft der Zeitung sind kostenlose Zeitungen. In Holland heißt sie „Metro“, in der Schweiz „20 Minuten“. Sie werden an Verkehrsknotenpunkten kostenlos verteilt, sind rein Anzeigenfinanziert und der Leser erfährt während einer Busfahrt das Wichtigste vom Welt- und Lokalgeschehen, eben in 20 Minuten. In Deutschland konnten diese kostenlosen Zeitungen nicht richtig Fuß fassen. Die Großverlage haben diese Konkurrenz nur kurz zugelassen. Aber ich bin mir sicher, dass dies eine Zukunft der Zeitung ist. Und sie kommt schneller als die Verlage es wollen. Jetzt gibt es auch 20 Minuten für das iPhone, kostenlos versteht sich. Im AppStore die Applikation laden und im WLAN-Bereich mit Content füllen. Es gibt aktuelle Artikel, Videos und ein Webradio. Gleichzeitig kann der Leser als 20-Minuten-Reporter mitmachen, klassischer UGC. Konsumiert wird der Content dann, wenn ich Lust habe, also in der U-Bahn bei 20 Minuten Fahrzeit. Genial, auch eine Möglichkeit der Zukunft der Zeitung über das Web. Ein weiterer Vorteil: Ich muss nicht in Zürich sein, um eine Ausgabe von „20 Minuten“ zu erhalten.
iPhone bekämpft Aufschneider und Angeber
4. August 2008Aufschneider und Angeber haben es zu Zeiten des iPhones schwer. Da sitze ich doch im Warteraum des Flughafens Hannover herum und warte auf meinen LH-Flieger. Kommt er, kommt er nicht? Streik ja oder nein? Auf jeden Fall kommt eine Gruppe auf mich zu, Typ Manager – ein Mann und zwei Frauen. Alle Mitte/Ende dreißig, im edlen Zwirn gekleidet und Laptoptasche am Mann bzw. Frau. Der Mann ist der große Hecht und Wortführer. Und, Sie erraten es bereits, er nervt kolossal mit seinem Gequatsche. Er erzählte über dies und jedes und kam auch zu den Themen Geige und Konzerte. Ich hab zwar keine Ahnung über Geigen, außer dass meine Frau eine solche hat und mal im letzten Jahrtausend spielte. Unser Schwätzer erzählte, ein Künstler habe in seinem Konzert eine Original-Stradivari von 1592 gespielt. Dass müsse man sich mal vorstellen. Ich hielt es nicht mehr aus und witterte meine Chance. Ich nahm das Apple iPhone, wählte unter Wikipedia „ Stradivari“ und belehrte dann oberlehrerhaft die Gruppe: „Antonio Giacomo Stradivari (auch latinisiert Antonius Stradivarius, * um 1644 oder, laut neuerer Forschungen, 1648), der Geburtsort ist unbekannt; † 18. Dezember 1737 in Cremona) war ein italienischer Geigenbaumeister.“ Ha, das hatte gesessen. Vor seiner Geburt hatte Stradivari also seine berühmten Geigen gebaut. Die Damen erkannten sofort ihren Gesprächspartner als Schwätzer und vor Scharm wandte sich der Jung-Manager ab. Ich hatte meine Ruhe. Also Aufschneider und Angeber aufgepasst, das iPhone überführt als Schwätzer.
Total digital – danke Nikolas
30. Juli 2008Kennen Sie Nikolas Negroponte? Das ist kein neuer Grieche aus der Innenstadt, sondern der ehemalige Leiter des MIT. Heute ist er vor allem bekannt, weil er den 100 Dollar Computer auf den Markt gebracht hat, um die Dritte Welt IT-mäßig an die erste Welt heranzuholen. Eben dieser NN hat vor über zehn Jahren ein Buch mit dem Titel „Total digital“ geschrieben. Und es hat die digitale Welt verändert. Die Kernaussage: „Don´t move atoms, move bytes!“ Auf gut Deutsch übersetzt: „Alles was du digital vertreiben kannst, wird künftig digital vertrieben.“ Was haben wir damals gelacht und den Kopf geschüttelt: Fotos, Filme, Musik durchs Netz senden und das mit der Geschwindigkeit meines 28.800-Modems. Gerade hatte ich den Akustikkoppler ausgemustert. WOW, Nikolas hatte Recht. Der Computer wurde zum digitalen Hub, wie Steve Jobs von Apple ihn bezeichnet. Rechner stehen heute überall im Hause, der Server kommt in den Keller. Das WLAN reicht in den Garten, um den Kindern im Sandkasten zuzuschauen. Heute kaufe ich meine Musik über Amazon oder gleich über iTunes, in iStockvideo verkaufe ich meine Videos und vertreibe über Fotolia und iStockphoto meine Fotos. Flickr und andere Web 2.0-Plattformen haben mein digitales Leben revolutioniert. Danke Nikolas für deine Idee und deine Inspiration. Du hast mich aus meinem Trott gerissen und wach gerüttelt.
Bekenntnis: Apfel oder Fisch?
29. Juli 2008Wir fahren einen ziemlich alten Audi A4. Er hat noch zwei Jahre TÜV bekommen und so muss uns das Fahrzeug weiterhin sicher von A nach B bringen. Am Heck des Autos klebt ein weißer Apple-Aufkleber. Früher war dort ein Apple-Logo in Regenbogenfarben zu sehen, aber das war noch zu Mac OS 7.1 Zeiten – lang, lang ist es her. Aber seit dem OS X auf dem Markt ist, wurden die Farben des Regenbogens durch Weiß ersetzt. Leider blättert dieser Aufkleber auch schon etwas. Wenn das Auto mal wieder gewaschen wird, werde ich den abgeblätterten Apfel durch einen neuen ersetzen, schließlich liegen jedem Mac diese Aufkleber bei. Wann es soweit ist, weiß ich allerdings nicht. Autowaschen gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Das überlasse ich gerne mal der Ehefrau, die zwar auch nicht begeistert ist, aber vielleicht einen kürzeren Geduldsfaden hat. Auf jeden Fall haben unsere Kinder die Diskussion um den Apfel auf der Familienkutsche mitbekommen. Einwand der Tochter an mich: „Sammelt der Nachbar Fische so wie du Äpfel-Computer sammelst?“ Fische? Siehe da. Auf einem Autoheck in der Nachbarschaft wurde ein Fisch geklebt. Tochter verwechselte das Zeichen Petri allerdings mit dem Bekenntnis des Vaters zu Apple. Na ja auch wenn viele meinen, Steve Jobs lade im Januar zur Macworld Expo Keynote zu einer Art Gottesdienst, will ich doch nicht soweit gehen. Aber es ist schon seltsam, was sich der Nachwuchs um Aufkleber kümmert.
Meine iPhone Software
22. Juli 2008Ich bin ein sog. Early Adopter von Apple. Wikipedia sagt dazu: Der Begriff Early Adopter (englisch für: frühzeitiger Anwender) bezeichnet einen Menschen, der die neuesten technischen Errungenschaften oder die neuesten Varianten von Produkten erwirbt. So auch mit dem iPhone von Apple. Kaum wurde es im vergangenen Jahr offiziell in Deutschland angeboten, musste ich zum T-Punkt nach Karlsruhe pilgern und so ein Device haben. Am 11. Juli diesen Jahres kam die neue Software 2.0. Und ich bin begeistert. Als dem Apple Store kann man nun Software kaufen bzw. kostenlos laden. Ich mir gleich folgende Programme gezogen: PhoneSaber (Laserschwert-Simulation), AIM (AOL Instand Messanger), FiatLux (Taschenlampe), Shazam (Musik taggen), NetNewsWire (RSS-Reader), Remote (für iTunes), iPint (Bier), Fahrplan (Auskunft) und Einkaufsliste für 0,79 Euro. Ich bin eben ein Apple Fan und steh dazu.

