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Ausstellung: Janosch – Vom Ammersee bis nach Panama

29. Januar 2018
Wunderbare Janosch-Ausstellung im Jexhof im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Wunderbare Janosch-Ausstellung im Jexhof im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Noch bis zum 11. Februar gibt es am Jexhof im Landkreis Fürstenfeldbruck die absolut sehenswerte Ausstellung Janosch – Vom Ammersee bis nach Panama zu sehen. Aufgrund eines Tipps eines befreundeten Ehepaares habe ich die Ausstellung besucht und mich regelrecht in die Bilder verliebt.

Was macht Janosch und seine Tigerenten jetzt in einem Ausstellungsraum des Bauernhofmuseums Jexhof? Das ist eine durchaus berechtigte Frage. Die einfache Antwort: Der Künstler zog 1960 an den Ammersee und startete dort seine erfolgreiche Karriere als Janosch. Hier würdigt den Landkreis Fürstenfeldbruck, der Jexhof und der Förderverein diesen berühmten Künstler mit einer Sonderausstellung.

Ich muss zugeben, ich hatte diese Fülle an Bildern, Zeichnungen, Radierungen und Fotografieren in einem Bauernhofmuseum nicht erwartet und ich muss mich entschuldigen. Die Ausstellung ist großartig geworden und bietet einen tiefen und berührenden Einblick in das Leben des Künstlers. Janosch heißt mit bürgerlichen Namen Horst Eckert und wurde 1931 in Oberschlesien geboren. Die Ausstellung zeigt den Werdegang Eckert, den Wegzug aus Polen nach dem Zweiten Weltkrieg und das Fußfassen in Nordrhein-Westfalen. Dort begann er eine Ausbildung als Textilzeichner, die Grundlage für seine spätere Tätigkeit. 1953 zieht er schließlich nach München und versucht, an der Akademie der Bildenden Künste aufgenommen zu werden.

In München versucht er sich als Autor und Journalist und nennt sich selbst „Aufschreiber“. In der Ausstellung am Jexhof sind Bücher und Artikel von Eckert zu sehen, darunter auch ein Zweispalter aus der Zeit. Eckert stößt auf den Münchner Verleger Georg Lentz, der den Namen Janosch erfindet und 1960 das erste illustrierte Kinderbuch über Valek, das Pferd, verlegt. Das ist die Grundlage für den Erfolg von Janosch, der damals am Ammersee wohnt. Hier entsteht auch sein erster Erwachsenen-Roman „Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm: Roman“, in dem er sich schonungslos mit seiner Kindheit auseinander setzt. In seinen Texten, Zeichnungen, Aquarellen, Ölbildern und Radierungen thematisiert er die Krisen zwischen Mann und Frau, die Suche nach Glück und Wahrheit. Seine Sprache ist charmant-listig, respektlos, melancholisch, häufig fantastisch, so die Mitteilung des Landratsamtes Fürstenfeldbruck.
Seine Figuren, vor allem die Tigerente, schlagen ein und finden ein breites Publikum. Es ist interessant zu sehen, wie sich der Stil von Janosch verändert. Leider hat das auch Konsequenzen für den Künstler. Er ist angeschlagen und kehrte 1980 den Ammersee den Rücken und zog nach Teneriffa. Und die Ausstellung zeigt auch, wie wichtig es ist, sich seine Marke und Markenrechte schützen zu lassen. Viele verdienen an der Kunst von Janosch mit, er selbst hat oftmals das Nachsehen.

Die Ausstellung beschäftigt sich vor allem mit Janoschs Leben und Werk bis zum Jahr 1980. Original-Zeichnungen und Bücher, sowie wichtige biographische Zeugnisse demonstrieren diese Zeit im Leben des weltweit bekannten, deutsch-polnischen Künstlers.
Wer etwas Kleingeld mitbringt, kann auch in der Ausstellung ein paar Kunstwerke erwerben. Ich konnte mich nicht zurückhalten. Also klarer Fall: Wer sich für Kunst und Janosch interessiert, der muss bis zum 11. Februar 2018 zum Bauernhofmuseum Jexhof hinter Schöngeising im Landkreis Fürstenfeldbruck, der Weg lohnt sich. Leider ist zur Ausstellung kein Katalog erschienen.

Lauchhammer Pumpe sorgt für Wasser in Berlin

29. Oktober 2014

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Kennen Sie eine Lauchhammer Pumpe? Ich kannte sie bisher nicht. Ich habe auch keine Ahnung von Pumpen. Ein Exemplar der Lauchhammer Pumpe traf ich in Berlin traf. Sie stand einfach so am Straßenrand am Prenzlauer Berg, groß, schlank und grün. Sie trägt die Nummer 27 und sie steht genau gegenüber dem israelischen Restaurnt Zula Hummus-Cafe an der Husemannstraße 10.


Berliner kennen ihre Lauchhammer Pumpen. Die Pumpen sorgten zunächst für Löschwasser, dann für frisches Wasser in der alten Zeit und einige dieser Pumpen haben sich ins 21. Jahrhundert retten können. Sie dienen als Notversorgung und pumpen ihr Wasser direkt aus dem Grundwasser. Das bedeutet, das Wasser muss vor dem Trinken abgekocht werden. Die Pumpen sorgen im Berliner Stadtgebiet seit 1894 für das Wasser und sind nach der Kunstgießerei in Oberschlesien benannt. Die Bezirksverwaltungen kümmern sich um die Pumpen in ihren Bezirken und je nach Verwaltung wird die Pumpe gepflegt. Die Lauchhammer Pumpe in der Husemannstraße ist voll in Schuss. Nach ein, zwei Pumpversuchen mit dem mächtigen Schwengel spuckt sie Wasser aus der Drachenkopftülle.
Die Form ist immer ähnlich. Die Drachen-, Löwen- oder Schlangenkopf als Tülle sind sie wie ein Festleuchter verziert.
Leider waren die Temperaturen nicht so, dass ich meine Füße unter dem kalten Wasser abkühlen oder Kinder beim Spielen mit der Pumpe beobachten konnte. Es ist einfach zu kalt, aber ich komme gerne wieder.

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