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Hanf, Herzblut und Hochgenuss – Denis Michael Kleinknecht kocht sich auf der Food & Life in die Herzen des Publikums

9. März 2026

Wenn Denis Michael Kleinknecht auf der Food & Life in München die Bühne betritt, dauert es nicht lange, bis der Funke überspringt. Da steht keiner, der einfach nur ein Rezept nachkocht. Da kocht ein Mensch, der für gutes Essen brennt, der mit jeder Bewegung, mit jedem Satz und mit jedem Handgriff zeigt, wie viel Leidenschaft in seiner Küche steckt.

Der Küchenchef vom Gasthof Heinzinger aus Rottbach nimmt sein Publikum nicht nur mit an den Herd, sondern hinein in eine kulinarische Haltung, bei der Genuss, Handwerk und Begeisterung untrennbar zusammengehören. Und genau das wurde bei seiner Show eindrucksvoll spürbar. Hier die Aufzeichnung der Show von der Food & Life in München.

Im Mittelpunkt stand ein Produkt, das für Kleinknecht weit mehr ist als eine Zutat: Hanf. Mit spürbarer Überzeugung sprach er über eine Pflanze, die für ihn ein echter Gamechanger ist – in der Küche, in der Landwirtschaft und in der Ernährung insgesamt. Hanf, so machte er deutlich, ist für ihn kein Randthema und schon gar kein Klischee, sondern ein außergewöhnlich vielseitiges Lebensmittel mit großem Potenzial. Immer wieder war zu hören, wie sehr ihn dieses Produkt begeistert: die nussigen Aromen der Hanfnuss, die floralen, grasigen Noten des Hanfkrauts, die ernährungsphysiologischen Qualitäten und die vielen Möglichkeiten, Hanf kreativ und selbstverständlich in den Alltag zu holen. Kleinknecht wirbt dafür, Hanf endlich aus der Schmuddelecke zu holen und als das zu sehen, was er ist: eine uralte Kulturpflanze mit erstaunlicher Kraft. Kleinknecht bezieht seinen Hanft beim Bio-Ackerbaubetrieb Salabaur bei Moorenweis, geführt von der charmanten Familie Rottenkolber.

Wie lebendig und genussvoll das werden kann, zeigte er mit seinem Gericht: Kartoffel-Hanf-Knödel mit Paprikasauce von gerösteten Paprika. Schon beim Zubereiten war seine Begeisterung ansteckend. Er erklärte, verrührte, würzte, formte und sprach mit sichtbarer Freude über die Besonderheiten seines Teigs, über den richtigen Umgang mit Kartoffeln und über die Kunst, aus wenigen guten Zutaten etwas Besonderes zu schaffen. Dabei wurde schnell klar: Hier kocht einer nicht nur mit Erfahrung, sondern mit echter Hingabe. Besonders eindrucksvoll war, wie selbstverständlich Hanf in dieses Gericht eingebunden wurde – nicht als Effekt, sondern als geschmacklich tragendes Element. Die geröstete Hanfnuss brachte Tiefe und Wärme, die Hanfasche verlieh dem Gericht eine besondere Würze, und die Knödel bekamen dadurch genau jenen eigenständigen Charakter, den Kleinknecht so leidenschaftlich beschrieb.

Diese Begeisterung übertrug sich auch auf das Publikum. Die Hanfknödel wurden mit Neugier, Offenheit und sichtlicher Freude probiert, und in der Atmosphäre lag genau das, was gutes Kochen ausmacht: Gemeinschaft, Entdeckung und echter Genuss. Kleinknecht vermittelte dabei nicht nur Wissen, sondern auch eine Haltung. Er sprach über Nachhaltigkeit, Regionalität und handwerkliche Qualität, über die Slow-Food-Idee und über die enge Verbindung zu Erzeugern aus der Region. Doch bei aller fachlichen Tiefe blieb vor allem eines in Erinnerung: seine spürbare Freude am Kochen. Er wirkte wie jemand, der jede Zutat ernst nimmt, der Lebensmittel mit Respekt behandelt und der es liebt, andere mit seiner Begeisterung anzustecken.

So wurde diese Kochshow zu weit mehr als einer Vorführung. Sie war ein leidenschaftliches Plädoyer für bewusstes Essen, für kreative Küche und für Hanf als wertvolle, geschmackvolle und zukunftsweisende Zutat. Denis Michael Kleinknecht zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie viel Genuss, Wissen und Emotion in einem Teller Hanfknödel stecken können – und dass Kochen dann am schönsten ist, wenn einer vorne steht, der nicht nur sein Handwerk beherrscht, sondern es von Herzen liebt.