Archive for September 2008

Greenpeace Aktion mit Humor

2. September 2008

Jeden Tag führt mich mein Weg in München an einem großen Mercedes-Händler vorbei. Dort stehen aufgereiht die Luxuskarossen mit Stern. Gestern kam ein Kollege vorbei, berichtete von einer witzigen Greenpeace-Aktion und machte ein Foto für meinen Blog (danke MIK). Humor hatte die Aktion, die gleich von der Polizei beendet wurde. Die Aktivisten haben einen großen Mercedes rosa angemalt und mit Schweineohren beklebt. Dahinter ein Transparent „Abspecken fürs Klima“. Ich bin kein Freund von Greenpeace, aber in diesem Falle haben sie recht. Es ist nicht mehr zeitgemäß, PS-starke Monster zu bauen, die literweise Sprit schlucken. Das trifft alle Hersteller, sei es Porsche, Mercedes, BMW oder Audi. Klar, die Flitzer sehen stark aus, aber trotzdem. Wir stehen daheim vor der Wahl auch ein neues Auto zu kaufen. Unser alter Audi A4 hat jetzt 200000 Kilometer auf dem Rücken. Er droht über kurz oder lang schlapp zu machen. Also muss ein neues Auto her. Einen Van will ich nicht, obwohl es mit zwei Kindern praktisch wäre. Ich will einen Chrysler C300, aber der Bezinverbrauch ist Wahnsinn. Eigentlich brauche ich einen Ford Mustang, denn die Midlife-Crises steht bevor und sie muss kompensiert werden. Die Tochter meinte, ein Cabrio wäre auch fein Ich unterstütze sie, bekomme aber die rote Karte von meiner Frau. Ich spekuliere auch mit einem Lexus mit Hybrid-Motor. Neulich waren wir Probe fahren mit einem Renault Laguna, schönes Auto, aber eben kein Mustang. Warum können die Autobauer keine schönen Autos bauen, die mir gefallen und Sprit sparen?

Dienstleistungswüste ist ein deutsches Wort

1. September 2008

Ich habe mich an den Gebrauch meiner Kreditkarte schon gewöhnt und setze sie auch fleißig international ein. Nur in Deutschland kann ich nicht so, wie ich es gerne tun würde. Die meisten Geschäfte akzeptieren die EC-Karte, aber nicht die Kreditkarte. Der Grund liegt natürlich in den Gebühren, die die Ladenbesitzer berappen müssen. Aber warum klappt es im Ausland und nicht bei uns? Jüngstes Beispiel: Ich habe für meine Mutter ein Geburtstagsgeschenk gekauft. Sie sammelt Hummel-Figuren, die ich persönlich nicht so dolle finde. Aber sie ist in der Gegend aufgewachsen, wo die Figuren hergestellt wurden und hat so eine Liebe dazu entwickelt. Allerdings ist die Firma Goebel bereits über die Wupper gegangen. Na ja, also ich steh bei uns in einer Kreisstadt in einem Porzellanladen und möchte die hohe Summe mit der Kreditkarte bezahlen. Und natürlich der deutsche Spruch: „Wir nehmen nur EC-Karten!“ Sauer zücke ich meine Maestro-Karte und frage warum? „Die Kreditkarte wird bei uns nicht verlangt“, lautete die Antwort. Klar, wenn ich die Dienstleistung nicht anbiete, wird sie auch nicht verlangt. Für mich war es auch das letzte Mal, dass ich in dem Lade einkaufe. Kein Wunder, dass Dienstleistungswüste ein deutsches Wort ist. Selbst mein Lebensmitteldiscounter einen Ort weiter nimmt die Kreditkarte, von Amazon und Co ganz zu schweigen. Wieder ein weiterer Nagel in den Sarg des deutschen Einzelhandels. Wir gehen nach dem Einkauf zum Essen, dieses Mal chinesisch. Bezahlt wird mit der Kreditkarte. Wussten Sie übrigens, dass die Kreditkarte beim Essen erfunden wurde. 1950 vergas Frank McNamara seine Geldbörse, als er zum Mittagsmahl aufbrach. Als es ans Bezahlen ging, zückte er seine Visitenkarte als Sicherheit und gründete tags darauf die Kreditkartenfirma Diners Club. Ideen braucht man.