Im Rahmen der Veranstaltungen zur langen Nacht der Bibliotheken durfte ich im Scala Kino Fürstenfeldbruck einen Vortrag zum Thema Zwischen Regal und Leinwand – Bibliotheken im Film halten. Als Beispiel diente mir die Jean-Jacques Annauds Verfilmung des Romans Der Name der Rose von Umberto Eco aus dem Jahr 1986. Der Film verbindet eine spannende Handlung mit tiefgründigen Themen wie Macht, Wissen und Glauben.
Hier die Aufzeichnung meines Vortrags auch mit Beispielen aus anderen Filmen, die einen Bezug zur Bibliothek haben.
Die Geschichte Der Name der Rose spielt im Jahr 1327 in einer abgelegenen Benediktinerabtei, in der mehrere Mönche unter mysteriösen Umständen sterben. Der Franziskanermönch William von Baskerville (Sean Connery) und sein Novize Adson von Melk (Christian Slater) untersuchen die Morde. Die Handlung entfaltet sich als Detektivgeschichte, die gleichzeitig philosophische Fragen nach Wahrheit, Freiheit und der Kontrolle von Wissen aufwirft.
Wissen und Macht Die Bibliothek symbolisiert das kontrollierte Wissen der Kirche. Das verbotene Buch „Aristoteles‘ Zweites Buch der Poetik“ steht für Freiheit des Denkens.
Philosophie und Religion Der Konflikt zwischen rationalem Denken und kirchlichem Dogma wird durch die Figuren und ihre Handlungen verkörpert.
Wahrheit William hinterfragt absolute Wahrheiten und sucht produktiv nach Erkenntnis, was im Gegensatz zur destruktiven Haltung der Kirche steht.
Unzugänglichkeit des Wissens Die verwirrenden und verschlungenen Wege der Bibliothek symbolisieren die Komplexität und die bewusste Kontrolle über Wissen durch die Kirche. Der Zugang ist nur wenigen vorbehalten, was Macht und Geheimhaltung unterstreicht.
Metapher für das kulturelle Gedächtnis Die labyrinthische Struktur repräsentiert das Gedächtnis und die systematische Ordnung von Wissen. Sie zeigt, wie Erinnerungen und Erkenntnisse verschlüsselt und schwer zugänglich gemacht werden können.
Gefahr und Orientierungslosigkeit Das Labyrinth erzeugt eine Atmosphäre der Unsicherheit und Bedrohung. Es ist nicht nur räumlich schwierig zu durchqueren, sondern birgt auch Gefahren wie optische Täuschungen und Fallen, was die Risiken des Wissens metaphorisch darstellt.
Unterschiede zum Roman Während Umberto Ecos Roman komplexere philosophische Diskussionen bietet, konzentriert sich der Film stärker auf die Kriminalgeschichte. Einige Handlungsebenen werden vereinfacht oder ausgelassen, um die Spannung zu fokussieren.
Ich liebe Bücher, seien sie analog und digital und so ist es für mich als Filmfan eine Selbstverständlichkeit mich an der bundesweiten ersten Nacht der Bibliotheken am 4. April zu beteiligen.
Ich darf an diesem Abend um 20 Uhr im Scala Kino Fürstenfeldbruck einen Vortrag halten und anschließend zeigt das Kino den Film Der Name der Rose. Karten gibt es hier.
Bibliotheken spielen in Filmen immer eine große Rolle und dies werde ich in meinem Vortrag würdigen. Beispielsweise in Indiana Jones and the Last Crusade“ (1989) gilt die Bibliothek als Rätselort für die Suche nach dem Heiligen Gral. Die Bibliothek gilt auch als als magischer Ort wie in „Harry Potter“-Reihe – Die Verbotene Abteilung in der Hogwarts-Bibliothek als Ort der Geheimnisse oder in der „Die Schöne und das Biest“ (1991, 2017) ist die riesige Schlossbibliothek als Symbol für Bildung und Liebe zu Büchern.
Bibliotheken können Orte der Veränderung und Inspiration sein, wie in „Die Verurteilten“ (1994) mit Brooks‘ Bibliothek im Gefängnis als Hoffnungsschimmer. Oder die Schulbibliothek als Quelle rebellischer Gedanken, wie in „Der Club der toten Dichter“ (1989). Es geht aber auch unheimlich, wenn die Bibliotheken als Orte der Gefahr und Spannung stehen wie in „Ghostbusters“ (1984) – Die New York Public Library und der legendäre Geisterschreckmoment oder in „Sieben“ (1995), wenn Detektiv Mills die Bibliothek zur Recherche über die Todsünden nutzt.
Aber schwerpunktmäßig will ich mich um die mittelalterliche Klosterbibliothek als Schauplatz eines Krimis in „The Name of the Rose“ (1986) widmen. Jean-Jacques Annauds Verfilmung des Romans von Umberto Eco aus dem Jahr 1986 ist eine meisterhafte Mischung aus mittelalterlichem Krimi, philosophischem Diskurs und historischer Fiktion. Der Film verbindet eine spannende Handlung mit tiefgründigen Themen wie Macht, Wissen und Glauben.
Der Film greift zentrale Themen des Romans auf. Dazu gehören Wissen und Macht: Die Bibliothek symbolisiert das kontrollierte Wissen der Kirche. Das verbotene Buch „Aristoteles‘ Zweites Buch der Poetik“ steht für Freiheit des Denkens.
Es wird diskutiert über Philosophie und Religion: Der Konflikt zwischen rationalem Denken und kirchlichem Dogma wird durch die Figuren und ihre Handlungen verkörpert. Im Mittelpunkt steht die Wahrheit: William hinterfragt absolute Wahrheiten und sucht produktiv nach Erkenntnis, was im Gegensatz zur destruktiven Haltung der Kirche steht. Lassen Sie sich überraschend und genießen Sie meinen Ausführungen und einen schönen Kinoabend im Scala bei der ersten Nacht der Bibliotheken. Karten gibt es hier
Ich arbeite viel an Schulen mit Lehrern, aber so viele Lehrer auf einen Haufen war dann schon etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt solche und solche, aber ganz viele auf einen Haufen, können in Gesprächen anstrengend sein. In Stuttgart besuchte ich die Bildungsmesse didacta, denn ich hatte bei einem Preisausschreiben der Initiative D21 eine Eintrittskarte gewonnen und nahm die Fahrt von München nach Stuttgart auf mich.
Wichtig für mich an diesem Besuchstag war zum einen neue Kunden für meine Vorträge zur Medienkompetenz zu generieren, zum anderen mich auf den Stand von KI in Sachen Schule zu informieren.
Hoch emotional Das Thema Bildung war oft emotional und hoch politisch, wenn nicht gar ideologisch. Die Messe stand unter dem Motto: „Demokratie braucht Bildung – Bildung bracht Demokratie“. Da gab es zum einen verschiedene Demos gegen die Teilnahme der AfD an der Bildungsmesse. Die Publizistin und Grünen-Politikerin Marina Weisband hat sogar den Didacta-Preis für ihr Schuldemokratieprojekt „Aula“ abgelehnt. Es formierte sich Protest und Kritik an der Messegesellschaft.
Dann gab es auch Protest von einigen gegen eine Entscheidung des Bayerischen Kultusministeriums, dass die linke Aktivistin Lisa Poettinger vorerst kein Referendariat an einer bayerischen Schule beginnen darf. Lisa Poettinger bezeichnete sich selbst als Marxistin. Das KM schrieb: „Die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien zum Termin Februar 2025 wird Ihnen versagt.“ Ich habe die Dame selbst bei einer Demo gegen Rechts im Januar 2024 erlebt und mich über ihren klassenkämpferischen Ton gewundert. Schon damals haben einige Mitdemonstraten den Kopf geschüttelt. Mein Gefühl war, dass einige Messebesucher auf dem linken Ohr taub waren.
„Die angeregte Debatte rund um die didacta bestärkt uns darin, dass wir mit unserem Motto ‚Demokratie braucht Bildung – Bildung braucht Demokratie‘ richtig lagen“, sagte Dinah Korb, Geschäftsführerin der Didacta Ausstellungs- und Verlagsgesellschaft mbH in der Abschlussmeldung.
KI überall Ich spazierte durch die Messehallen und führte einige Gespräche zu neutralen Themen wie Technik in der Schule. Insgesamt waren auf der Bildungsmesse knapp 60.000 Besucher und rund 700 ausstellende Unternehmen. Smartboards nahmen einen großen Raum ein (Wortwitz), Tablets im Unterricht, verschiedene Ladestationen, die neue Lego-Initiative Spike nachdem meine geliebte Mindstorm-Serie abgekündigt wurde, was ich für falsch halte. Mindstorm haben meinen Kinder das Programmieren beigebracht.
Ich probierte an verschiedenen VR-Brillen aus, wobei ich subjektiv feststellte, dass hier die Luft oft raus war, weil die technische Ausstattung von Schulen im Bildungsland Deutschland oftmals unterirdisch ist. Die Apple Vision Pro habe ich leider nicht entdeckt, obwohl ich bei den Solution-Händlern auf der Matte stand. 5000 Euro sind dann wohl zu hoch für den Bildungsetat.
Aber allgegenwärtig war das Thema Künstliche Intelligenz. Verlage stellten ihre verschiedenen KI-Plattformen vor. Interessant fand ich die KI-Erweiterung von der App Goodnotes, die den Lehrer bei Tablet-Klassen unterstützen könnte. Bei der Demonstration auf der Messe sah ich allerdings nur die englische Sprachversion, eine lokalisierte App wird wohl erscheinen. Alle Hersteller warben für den Einsatz an pädagogischen Tagen an den Schulen, um ihre Software in die Schulen zu bekommen.
Es gab viele Panels zum Thema Künstliche Intelligent, wobei bei einigen Teilnehmern die Angst vor Veränderung deutlich zu spüren war. Sie befürchten einen enormen Schulungsaufwand, zudem das Thema an der universitären Ausbildung noch nicht einmal stattfindet. Für mich steht fest: KI kann eine Unterstützung und Arbeitserleichterung für den Bildungssektor sein und soll die Pädagogik nicht ersetzen. Es wurde immer wieder versucht von Bildungstraditionalisten diese Themen gegeneinander auszuspielen statt die Vorteile beider Welten zu nutzen.
Sehr gut fand ich das Panel „KI und Digitalisierung: noch ungenutztes Potential zur Steigerung der Bildungsqualität?“ Künstliche Intelligenz wird als „die“ nächste, disruptive Technologie bezeichnet, deren Auswirkungen und Ausmaß auf die globale Welt nicht absehbar und für viele auch nicht greifbar sind. Fest steht, dass diese Technologie, seit sie erfunden wurde und verfügbar ist, in rasender Geschwindigkeit Veränderung mit sich bringt und bleiben wird. Neben dem kritischen Bewusstsein für Risiken ermöglicht sie jedoch auch zahlreiche positive Anwendungsszenarien. So können Routineaufgaben ausgelagert werden oder individualisierte Nutzungen den Einzelnen unterstützen. Welche Möglichkeiten gibt es und welche sind sinnvoll? Wie kann der Umgang erlernt und der Einsatz zielgerichtet auch im Bildungsbereich, für Unterricht und Verwaltung, gestaltet werden?
Ich habe die Diskussion mutgefilmt und es lohnt sich, die Meinungen anzuhören. Da ich ja auf Einladung der Initiative D21 auf der Messe war, war es natürlich Ehrensache, dieser Veranstaltung beizuwohnen. Teilnehmer waren Gerhard Brand (Verband Bildung und Erziehung (VBE)), Prof. Dr. Peter O. Chott (Universität Augsburg), Timm Lutter (Initiative D21 e.V. und Cornelsen Verlag), Prof. Dr. Oliver Thomas (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Didactic Innovations GmbH, School to go GmbH) und Michelle Wothe (eduhu GmbH).
Ich war so frech und hab zwei Fragen gestellt zum einen KI-Gipfel in Paris und zum anderen die Meinung nach einem Digitalministerium nach der Bundestagswahl.
Die nächste didacta findet vom 10. bis 14. März 2026 in Köln statt.
Ich bin kein unbedingter Freund von Andrea Nahles, aber ich würdige es als Demokrat, wenn sie oder andere sinnvolle Beiträge abgeben, die ich unterschreiben kann. Wie unlängst wieder geschehen. Ich halte meinen Blog in der Regel frei von Politik und Religion, aber melde mich dann und wann zu Wort, wenn ich es für richtig halte.
So wie jetzt: Die Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, fordert eine bessere Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf die Arbeitswelt. Sie sagte, dass in den Schulen die Berufsorientierung und Berufsvorbereitung der Kinder und Jugendlichen früher beginnen müsse. Damit hat die Frau absolut recht. Ich bin beruflich viel an Schulen, meine beiden Kinder haben Schulen durchlaufen und ich arbeite viel, sehr viel für Mittelstandskunden. Und hier gibt es eine große Lücke zwischen Schule und Wirtschaft.
Für mich steht fest: Schule hat sich von dem Wirtschaftsleben und der wirtschaftlichen Realität sehr weit entfernt, die eine Schulart mehr, die andere weniger. Schüler wissen oftmals gar nicht, wie Wirtschaft funktioniert. Das Produkte und Dienstleistungen erarbeitet werden müssen und das Geld nicht einfach so vom Staat kommt. Viele Jugendliche sind völlig überrascht und überfordert, wenn sie mit dem Wirtschaftsleben konfrontiert werden. Das fängt mit klassisch Rechnen und Schreiben an und endet bei einfachen wirtschaftlichen Zusammenhängen.
Ich arbeite unter anderem für das bayerische Friseurhandwerk und auch für eine lokale Bäckerei und betreue dort die Social Media Kanäle in Instagram, Facebook und YouTube. Und dort habe ich viel mit Nachwuchswerbung zu tun. Mein engagierter Bäckermeister und seine Frau arbeiten mit ihrer Familie Tag und Nacht und sind ein hervorragender Ausbilungsbetrieb. Immer wieder gehe ich auf Termine in Schulen mit und bin mit der Ahnungslosigkeit von Jugendlichen konfrontiert.
Die Lehrerschaft muss den Stoff ihres Lehrplans durchbekommen unter zum Teil schwierigen Verhältnissen und jede Interessengruppe fordert, dass ihr Anliegen berücksichtigt wird. In meiner Kindheit gab es in der Grundschule Handarbeit und Werken. Ich hätte gerne am Gymnasium auch Sachen wir Hauswirtschaft gelernt, aber es gab eher Latein oder Altgriechisch. Wichtig für die Wissenschaft (vielleicht). Auffallend ist nach den Worten von Nahles beispielsweise, dass in Gymnasien und Förderschulen die Berufsvorbereitung oft nur eine geringe Rolle spiele. So sei ein obligatorisches Praktikum zu wenig. Nahes wünsche sich mehr Verbindlichkeit in den Lehrplänen der Länder. Ein Tag des Handwerks im Jahr bei uns in Bayern ist ja nett, aber eigentlich nur ein Feigenblättchen. Ich will keine Schuldzuweisungen, aber ich wünsche mir mehr Ehrlichkeit. Viele Bürojobs – irgendwas mit dem Computer – wird künftig mehr und mehr von der KI erledigt.
Ganz wichtig ist aber Ehrlichkeit: Kinder sind unsere Zukunft und wir müssen an dieser Zukunft ehrlich arbeiten. Hier ein paar Gedanken als Anregung: Die Vorbereitung von Schülern auf das Berufsleben ist für mich ein wichtiger Aspekt der Bildung. Es ist wichtig, dass diese Maßnahmen auf die Bedürfnisse der Schüler und die Anforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt abgestimmt sind. Eine umfassende und ganzheitliche Herangehensweise an die Berufsvorbereitung kann dazu beitragen, dass Schüler besser auf ihre zukünftigen beruflichen Herausforderungen vorbereitet sind. Hier sind einige Möglichkeiten, wie man Schüler besser darauf vorbereiten kann:
Berufsberatung und -orientierung Frühzeitige Berufsberatung kann Schülern helfen, ihre Interessen, Stärken und Fähigkeiten zu erkennen. Schulen können Berufsberater einbeziehen, um Schülern bei der Erkundung verschiedener Berufsfelder zu helfen.
Praktika und Jobshadowing Praktika und Jobshadowing ermöglichen es Schülern, Einblicke in verschiedene Berufe zu gewinnen, indem sie direkt am Arbeitsplatz Erfahrungen sammeln. Dies hilft ihnen, die praktische Seite von Berufen zu verstehen. Jobshadowing, auch als „Schattenarbeit“ oder „Jobbegleitung“ bekannt, bezieht sich auf eine Methode der beruflichen Vorbereitung, bei der ein Schüler die Möglichkeit hat, einen Tag oder eine bestimmte Zeitperiode mit einem erfahrenen Fachmann in einem bestimmten Berufsfeld zu verbringen. Während dieser Zeit „schattet“ die Person praktisch den Berufstätigen, indem sie ihm oder ihr bei der Arbeit folgt, Fragen stellt und Einblicke in den Alltag und die Verantwortlichkeiten des Berufs erhält. Das Hauptziel des Jobshadowings besteht darin, aus erster Hand zu erleben, wie die Arbeitswelt eines bestimmten Berufs aussieht. Dies kann eine wertvolle Gelegenheit bieten, die praktischen Aspekte, die Herausforderungen und die Dynamik eines Berufs kennenzulernen, bevor man sich für eine bestimmte Karriereentscheidung entscheidet.
Berufsausbildung Schulen können Berufsausbildungsprogramme in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen anbieten. Diese Programme können Schülern praktische Fähigkeiten und Fachwissen vermitteln, die in bestimmten Berufsfeldern benötigt werden.
Projektbasiertes Lernen Durch projektorientiertes Lernen können Schüler Fähigkeiten wie Teamarbeit, Problemlösung und Kommunikation entwickeln. Solche Fähigkeiten sind im Berufsleben äußerst wichtig. Meine Kinder haben davon kaum etwas in der Schule gemacht.
Finanzkompetenz Schüler sollten grundlegende Finanzkenntnisse erwerben, wie z.B. Budgetierung, Steuern, Sparen und Investieren. Diese Fähigkeiten sind für eine erfolgreiche finanzielle Zukunft unerlässlich.
Soft Skills Neben Fachwissen sind Soft Skills wie Kommunikation, Zusammenarbeit, kritisches Denken und emotionale Intelligenz entscheidend für den Erfolg im Berufsleben. Schulen können diese Fähigkeiten durch interaktive Aktivitäten und Gruppenprojekte fördern.
Digitale Kompetenz In der heutigen digitalen Welt sind grundlegende Kenntnisse in der Nutzung von Computern, Software und digitalen Tools unerlässlich. Schüler sollten in diesen Bereichen geschult werden.
Entrepreneurship-Erziehung Die Förderung unternehmerischer Denkweise kann Schülern helfen, kreativ zu denken, Chancen zu erkennen und Lösungen für Probleme zu finden. Schulen könnten Workshops oder Kurse zum Thema Unternehmertum anbieten.
Berufsvorbereitende Kurse Schulen könnten spezifische Kurse anbieten, die Schüler auf bestimmte Berufsfelder vorbereiten, sei es in den Bereichen Technik, Medizin, Kunst oder Handwerk.
Mentoring Die Einbindung von Fachleuten aus verschiedenen Berufsfeldern als Mentoren kann den Schülern wertvolle Einblicke und Anleitung bieten.
Kommunikation mit Eltern Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern ist wichtig, um sicherzustellen, dass Schüler sowohl in der Schule als auch zu Hause auf das Berufsleben vorbereitet werden.
Flexibles Lernen Angesichts sich ständig verändernder Berufsanforderungen ist es wichtig, Schülern beizubringen, wie sie kontinuierlich lernen und sich anpassen können.
Wenn man ein neues MacBook Pro kauft, muss man eine neue Tasche dafür kaufen. So will es das Gesetz. Nun, das stimmt zwar nicht, aber eine neue Hülle habe ich mir für mein MacBook Pro 14 Zoll trotzdem angeschafft. Meine Wahl fiel auf das Sleeve Aspen der Berliner Firma Buckle and Seam.
Es ist ja nicht so, dass ich noch keine Tasche für den mobilen Rechenknecht von Apple besitze, aber diese hat mir ausgezeichnet gefallen. Leider hatte ich den BlackFriday vergessen und so die hervorragenden Rabatte verpasst, die mir die Berliner Luxusfirma anbieten kann. So ist das Leben – und die Waren zurückschicken und neu mit Rabatt ordern, will ich dann auch nicht.
Das Sleeve Aspen ist aus schönem Leder und das 14 Zoll Gerät passt ideal hinein. Für Maus und Ladegerät sind allerdings kein Platz. Da das Sleeve samt MacBook Pro sowieso in die Aktentasche kommt, macht dies nichts, sollte aber beim Kauf vorher bedacht werden. Übrigens schöne Aktentaschen bietet Buckle and Seam auch an.
Den Tipp für das Unternehmen gab mir Mani, ein Twitter-Kollege aus der Steiermark, der von seinem Aspen geschwärmt und mir Bilder geschickt hat. So geht Social Sale in der heutigen Zeit.
Qualität, Verarbeitung und Look der Tasche passen für mich. Aber das sind nicht die einzigen Gründe, weshalb ich in Berlin bestellt habe. Buckle and Seam engagieren sich für die Bildung in Pakistan. „263 Millionen Kinder weltweit haben keinen Zugang zu Bildung. Das hat uns motiviert Buckle & Seam zu gründen. Wir wollen Veränderung bewirken und sicherstellen, dass Kinder in die Schule gehen können. Während unsere Gründer in Pakistan lebten und arbeiteten, wurden sie tagtäglich mit einer Herausforderung konfrontiert – dass die Menschen, mit denen sie agierten, wenig bis gar nicht lesen und schreiben konnten“, heißt es auf der Unternehmensseite. „Seit unserer Gründung 2016 investieren wir 3% unseres Nettoumsatzes in Bildungsinitiativen und in unser eigenes Schulprojekt, die AMN School. Wir möchten damit Kindern – vor allem Mädchen – ermöglichen in die Schule zu gehen. Laut Unicef können nur 59% der Bevölkerung in Pakistan lesen und schreiben.“ Das finde ich ein gutes Projekt und war ausschlaggebend für den Kauf meines Sleeves. Ich selbst engagiere mich ja in Togo bei der Aktion PIT für Bildung und das Konzept und weiß, wie wichtig Bildung ist.
Der Versand erfolgte am nächsten Tag. Das Auspacken ist eine Freude. Kein Plastik, nur Papier/Pappe und was bei mir besonders gut ankam, war eine handgeschriebene Botschaft, die mir zum Kauf gratuliert hat und nochmal auf die Unternehmensphilosophie betont. Die Customer Journey war gelungen und ich bin zufrieden.
Heute vormittag im Allgäu: Schulung von allen sechsten Klassen des Gymnasiums Hohenschwangau.
Gerade habe ich einen Vortrag über Medienkompetenz im Allgäu beendet und lese im Internet, bayerische Schüler besser vor Straftaten im Internet geschützt werden sollen.
Im Auftrag der Staatsregierung habe eine entsprechende Arbeitsgruppe heute ihre Arbeit aufgenommen. Die Vertreter von Justiz- und Kultusministerium sowie Lehrerverbänden wollen ein Konzept entwickeln, das Kinder und Jugendliche über die Gefahren in den sozialen Medien aufklärt. Gerne würde ich an einer solche Arbeitsgruppe teilnehmen und mein Fachwissen einbringen.
Seit mehreren Jahren bin ich mehrmals die Woche in Bayern mit meinem „Tag der Medienkompetenz“ unterwegs und schule Schüler, Lehrer und vor allem die Eltern im Umgang mit sozialen Netzwerken. Ich plädiere dafür, die ganze Schulfamilie zu schulen und nicht nur die Schülerinnen und Schülern.
Klassensprecher des Gymnasiums Haßfurt habe ich vergangene Woche im Auftrag der HSS geschult.
Vielen Schülern sei nicht bewusst, so Justizminister Eisenreich, dass sie sich mit bestimmten Beiträgen auf Facebook oder WhatsApp strafbar machen. Konkret nannte er dabei neben Cybermobbing die Verbreitung von kinderpornographischen Bild – oder Tonaufnahmen, Gewaltdarstellungen sowie Volksverhetzung. Wichtig ist mir aber auch bei all den Gefahren, die Chancen der Digitalisierung zu sehen. Bayern als ehemaliges Hightech-Land darf den Anschluss nicht verlieren. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Gegen Angst hilft nur Wissen und Bildung. Daher begrüße ich die Initiative und würde mich gerne einbringen. Mail genügt und gerne weitersagen.
Seit Jahren erzähle ich es in meinen Seminaren und jetzt kommt der „wissenschaftliche“ Beweis. Jugendliche nehmen YouTube auch als Lernunterstützung für den Schulunterricht. Das ist as Ergebnis der repräsentativen Studie „Jugend/YouTube/ Kulturelle Bildung. Horizont 2019“ mit deutschlandweit 818 Befragten, die das unabhängige Expertengremium Rat für Kulturelle Bildung ausgewertet hat.
Auch die Kreidetafel hat im digitalen Zeitalter nicht ausgedient.
Fast die Hälfte der YouTube nutzenden Schülerinnen und Schüler (47%) ziehen hier selbstständig Erklärvideos für das schulische Lernen heran, beispielsweise für Hausaufgaben oder Prüfungen, aber auch für künstlerische Fächer wie Musik, Kunst, Theater oder für AGs wie Chor oder die Schulband. Für viele der Befragten sind die Clips in hohem Maße anregend, selbst künstlerisch aktiv zu werden.
Das kann ich als Vater zweier Kinder bestätigen. Vor Schulaufgaben und anderen Prüfungen wird YouTube als Erklärungshilfe herangezogen. Selbstständige, informelle Praktiken des Lernens gewinnen an Bedeutung. Tutorials und Erklärvideos, die man sich überall und jederzeit beliebig oft ansehen kann, kommen offenbar den Erwartungen von Jugendlichen von eigenen Lernrhythmen und Lernzeiten entgegen.
YouTube ist bei uns zu Hause Suchmaschine, Unterhaltung, aber auch Lernen zugleich. K1 hat im Unterricht beispielsweise Lernvideos erstellt. Es bleibt durch die Beschäftigung mit dem Medium mehr vom Stoff in den Köpfen der Kinder hängen. Kinder bekommen Stoff vermittelt und es wird die Kreativität angeregt.
Digitale Bildung muss in die Köpfe
Derzeit wird viel über digitale Bildung gesprochen und bei manchen Erwachsenen steht immer nur Hardware im Mittelpunkt. Das ist nicht digitale Bildung. Digitale Bildung geht viel tiefer. Das habe ich bereits öfters gebloggt. Interessant ist, dass Schüler auch eine Auseinandersetzung mit digitaler Bildung wollen.
Ein Großteil, 60 Prozent der befragten YouTube-Nutzer, wünscht sich im Unterricht eine kritische Auseinandersetzung mit YouTube-Videos und der Plattform.
Rund die Hälfte der befragten YouTube-Nutzer (52%) wünscht sich mehr Unterstützung seitens der Schule bei der Erstellung von Videos (Film/Schnitt/Beleuchtung). 56 Prozent glauben, dass die Bedeutung von YouTube in der Schule künftig zunehmen wird. Dieses Wissen muss erst einmal von manchen Lehrern selbst angeeignet werden bevor sie es an die Schüler vermitteln können. Also mehr Fortbildung für die Lehrer.
Und auch steht für mich fest: Die klassische Bildungskonstellation von Lehren, Lernen und Wissen ändert sich durch die Digitalisierung grundlegend.
Ich danke allen Beteiligten, dass der Digitalpakt Schule in Deutschland endlich zustande gekommen ist. Unser Land braucht solche Beschlüsse und gut, dass die Politik über ihren Schatten gesprungen ist. Aber eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein. Was jetzt als große Tat gefeiert wird, ist eigentlich nur eine Pflichtaufgabe, das Land voranzubringen.
Unsere Schulen müssen digital fit gemacht werden und der Digitalpakt Schule ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Schulen in Deutschland sollen in den kommenden fünf Jahren rund fünf Milliarden Euro für die Anschaffung von digitalen Geräten wie zum Beispiel Laptops und Tablets bekommen.
Ich halte dreimal die Woche Vorträge an deutschen Schulen.
Wer allerdings glaubt, das jetzt Deutschlands Zukunft gesichert ist, den muss ich enttäuschen. Das Geld aus dem Digitalpakt Schule ist wichtig, doch Geld allein löst nicht unser Problem. Ich bin mit meinem Tag der Medienkompetenz dreimal die Woche an Schulen in Deutschland unterwegs und schule Schüler, Lehrer und Eltern in Sachen Digitalisierung. Dabei fällt mir auf: Es sprechen viele Leute immer von Hardware, die mit den Geldern aus dem Digitalpakt Schule angeschafft werden kann. Also Computer, Beamer, Smartboards und anderes Zeug. Das ist schön und gut. Aber Hardware-Anschaffung ist nicht gleich Digitalisierung. Kreidetafel raus und Smartboards rein – das ist nur Augenwischerei und die Reduzierung darauf, wird unser Land nicht voranbringen.
Digitalisierung heißt nicht gleich besserer Unterricht.
Es ist mehr, viel mehr als nur neue Rechner oder iPads. Das Denken muss digital werden. Die Bildung muss digital werden. Das Denken muss sich ändern.Lässt sich aus analogen Lehrern, digitale Pädagogen machen? Ja, das denke ich schon, wenn das Geld auch in die Fortbildung investiert wird. Und die Lehrkräfte müssen dazu bereit sein, sich auf das digitale Denken einzulassen. Ich höre immer wieder so Sprüche wie beispielsweise: „Ach Herr Lange, ich hab doch nur noch 10 Jahre, warum soll ich den Zirkus mitmachen?“ Bei solchen Aussagen könnte ich die Wand hochgehen, denn ihr habt das wertvollste Gut, nämlich unsere Kinder. In der freien Wirtschaft hätte ich solche Leute als Chefredakteur, der ich mal war, sofort entlassen. Das Beamtenrecht schützt dagegen solche Bremser.
Aber nochmal: Bildung muss digital werden. Ich sehe viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die Konzepte für ihre Schülerinnen und Schüler entwickeln. Es beginnt mit den Büchern. Meine Kinder schleppen in ihren Schulränzen etliche Kilogramm an Büchern täglich in die Schule. Jede Mama, jeder Papa kann ein Lied davon singen. Wir haben leider nur einen Büchersatz an Schulbüchern und die Kinder müssen den zwischen Wohnort und Schule hin und her schleppen. Für einen zweiten Büchersatz ist kein Geld da. Also Schulbücher müssen digital sein.
Und dann sprechen wir mal über Arbeitsgeräte. Meiner Erfahrung nach verfügen fast alle Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse über ein eigenes Smartphone. Das wäre für mich das Arbeitsgerät der digitalen Gegenwart.
Humor: Alte Rechner an einer Schule im Archiv.
Humor: Alte Rechner an einer Schule im Archiv.
Und ich wiederhole meine Forderung nach IT-Betreuung der Schulen. Ich vergleiche Schulen mal mit einem mittelständischen Unternehmen – und ich weiß, das der Vergleich hinkt. Der Direktor ist der CEO, die Lehrer sind das Management und die Schüler sind die Mitarbeiter. Jedes mittelständische Unternehmen in der Größe einer Schule hat eine eigene IT-Abteilung. In der Schule gibt es einen engagierten Kollegen als Systemadministrator oder das System wird von einem Sachaufwandsträger wie die städtische IT durchgeführt. Das kann nicht funktionieren. Wir müssen Schulen komplett umbauen. Beamer und Smartboards rein reicht durch den Digitalpakt nicht aus. Was meint ihr?
Apple macht mich nicht arbeitslos, sondern unterstützt mich bei meiner Arbeit an den Schulen. Gestern griff der Unterhaltungskonzern den Bildungsmarkt an und ich bin gespannt, wie sich dieser Markt entwickelt. Als Vater zweier Kinder würde ich mir mehr Innovation in der Schule in Sachen IT wünschen, doch ich sehe auch die Realität am Bildungsstandort Deutschland.
Noch in der Nacht zu heute wurde die iWork-Software (Pages, Numbers und Keynote sowie GarageBand) aktualisiert und um die Unterstützung für den Apple eigenen Stift Apple Pencil für das iPad erweitert. Ein neues, preiswertes 9,7″ iPad für den Stift gab es zudem noch „Who needs a stylus?“ gehört der Vergangenheit an und das ist gut so.
Apple holt auf und zieht gleich
Erste Experimente mit der Software klappen: Zeichnen und intelligente Anmerkungen werde ich sicher öfters ausprobieren. Smart Annotation oder auch intelligente Anmerkungen ist ein Werkzeug in der Textverarbeitung Pages, welches es Anwendern von Apple Pencil ermöglicht, Feedback einfach zu geben, zu empfangen und in ein Dokument zu einzubinden. Mit Smart Annotation werden Kommentare und Korrekturzeichen dynamisch im Text verankert. Und wenn ein Benutzer Feedback hinzufügt und das Dokument ändert, bleiben die bestehenden Anmerkungen bei dem Text, an den sie angehängt wurden, erhalten. Ein durchaus sinnvolles Tool, was aber andere Textverarbeitungen längst haben. Hier hat Apple keine Neuerungen geschaffen, sondern nur den Standard aufgeholt. Apple tat sich in der Vergangenheit immer schwer, was Webdienste betrifft. Mal sehen, ob es hier anders ist. Die Funktion läuft noch als Beta.
Kreativität im Mittelpunkt
Aber ein wenig Malen am iPad macht noch keine Bildungsoffentive aus. Nun Apple hat ein interessantes Ziel: Mit „Everyone Can Create“ will Cupertino die Kreativität bei Schülern fördern. Interessant ist, dass bei meinen schulpflichtigen Kindern weniger Kreativität als Latein und Co gepflegt werden. So haben wir als Familie begonnen mit Swift Playground zu arbeiten, um das Thema Programmieren uns zu erschließen.
Digitalisierung der Schulen
Jetzt sind die Lehrer aufgefordert, an den Schulungen von Apple teilzunehmen. Genau das ist das Problem. Ich bin sehr viel an Schulen unterwegs und so mancher Lehrer hat nicht gerade Bock auf IT-Fortbildungen. Dabei wäre es jetzt genau an der richtigen Zeit. In Bayern müssen die Schulen dem Kultusministerium ein Digitalkonzept für ihre Schule vorlegen. Hardware wie Beamer, Smartboards und iPads sind nur ein kleiner Teil eines Digitalisierungskonzeptes. Digitalisierung ist aber deutlich mehr. Digitalisierung muss in die DNA der Schule gehen – hört sich gut an der Satz.
Sprachlabor der siebziger Jahre kommt wieder
Im Juni will Apple eine neue App mit Namen Schoolwork für MacOS veröffentlichen. Sie soll Lehrern helfen, Aufgaben zu entwickeln, den Fortschritt der Schüler im Auge zu behalten und die Leistungsfähigkeit von Apps in den Unterricht einzubringen. Schoolwork bietet mit Handouts eine Möglichkeit, Aufgaben mit fast allen Arten von Inhalten zu erstellen und zu versenden, von Weblinks bis hin zu PDFs und Dokumenten. Bildungsapps wie Nearpod, Tynker und Kahoot bieten bereits Unterstützung für Schoolwork. Irgendwie erinnert mich das alles an mein Sprachlabor aus den siebziger Jahren. Hier konnten sich Lehrer auf mein Mikrofon aufschalten und mich in meinem Bemühen Englisch zu lernen belauschen und verbessern.
Die Idee des Sprachlabors ist wieder da. Mit Classroom können Lehrer Apps, Bücher und Webseiten auf allen Schülergeräten gleichzeitig starten oder Dokumente senden und empfangen. Classroom ermöglicht es Lehrkräften sich die Bildschirme der Schüler während des Unterrichts anzeigen zu lassen, um ihnen zu helfen konzentriert zu bleiben
Cloud-Speicher und der deutsche Datenschutz
Die Ankündigung von 200 GBye kostenlosen iCloud-Speicherplatz für Lehrer und Schüler ist großartig. Ich bin gespannt, was für deutschen Datenschützer zu der Cloud-Aktion sagen. Ich glaube, sie sagen nichts und fallen einfach tot um. Meine Erfahrungen an Schulen in Sachen Datenschutz sind eindeutig. Gleichzeitig ballern viele Leute ihre persönlichsten Daten, ihr Adressbuch, via WhatsApp heraus und es kümmert keinen. Aber so janusköpfig ist dieses Land.
Marktplätze sichern (Update 9:45 Uhr am 28. März 2018):
Mein Kollege Thomas Cloer machte mich darauf aufmerksam, dass Apple dies natürlich nicht aus Idealismus tut, sondern es geht natürlich auch daran, frühzeitig Kunden zu binden. Wer in der Schule/Uni mit einer bestimmten Hard- und Software gearbeitet hat, wird dies auch später tun. Ich halte daran nicht verwerfliches, aber es muss natürlich gesagt werden.
Die Kreidetafel kann auch im digitalen Zeitalter bleiben. Der Inhalt des Unterrichts muss sich ändern.
Dieses Jahr müssen die bayerischen Schulen ein Digitalisierungskonzept für ihre jeweilige Schule dem Bayerischen Kultusministerium vorlegen. Schulen sollen/müssen ins 21. Jahrhundert befördert werden. Ich bin durch meinen Tag der Medienkompetenz in der Regel dreimal die Woche an Schule unterwegs und schaue mir immer wieder Konzepte der Pädagogen an, was sie unter Digitalisierung verstehen.
Für mich steht fest: Internet und damit die Digitalisierung verändert unser Privat- und Arbeitsleben, die ganze Gesellschaft radikal. Ähnlich wie die Erfindung des Johannes Gutenberg verändert die Digitalisierung alle Bereiche des Lebens – und damit auch Schule. Jetzt treffe ich an besagten Schulen natürlich – wie immer im Leben auch – auf Totalverweigerer: „Wissen Sie, meine letzten 15 Jahre des Berufslebens will ich mich damit nicht mehr beschäftigen.“ OMG – nein, ich will kein Lehrerbashing betreiben. Die Aussage wäre witzig, wenn sich diese Lehrerinnen und Lehrer blöderweise nicht um Kinder kümmern würden.
Aber davon will ich heute nicht erzählen. Digitalisierung bedeutet auch nicht, die Kreidetafel abzuschrauben und einen Beamer oder Smartboards aufzustellen. Das ist Hardware und die richtige Hardware am richtigen Platz ist sinnvoll, hat aber mit Digitalisierung nichts zu tun. Digitalisierung geht tiefer und darf nicht an Hardware festgemacht werden. Es geht an das Grundsätzliche: Was ist Bildung? Wie wird Bildung vermittelt?
Vor kurzem traf ich auf einem Seminar Das Gymnasium Schrobenhausen ist dabei schon sehr weit. Es muss sich die Art des Lernens ändern. Ich habe die beiden Lehrern Johannes Kremsreiter und Michael Schindler getroffen, die zudem eigene Lösungen für ihren Digital-Unterricht entwickelt haben.