Posts Tagged ‘Pinhead’

Meine Vinyl-Käufe im März

31. März 2026

Ich kaufe kaum noch CD, aber dafür mehr Vinyl für meine drei Braun-Player und der März hat wieder einiges auf Vinyl gebracht. Hier die Einkäufe.

The Rainbow Concert von Eric Clapton
Ich habe Konzertkarten für dieses Jahr und höre mir die alten Scheiben an, „Eric Clapton’s Rainbow Concert“ ist weniger ein makellos gespieltes Livealbum als ein dokumentierter Wendepunkt – und genau darin liegt seine Faszination. Aufgenommen im Januar 1973 im Londoner Rainbow Theatre, markiert das Konzert Claptons Rückkehr aus einer jahrelangen, heroingeschuldeten Versenkung; sein Freund Pete Townshend stellte ihm dafür eine All-Star-Band zur Seite, von Steve Winwood bis Ronnie Wood. Man hört dem Material diese Ausnahmesituation deutlich an: Die Band klingt stellenweise ad hoc und überladen, der Groove ist nicht immer straff, manche Nummer wirkt eher schleppend als präzise – Kritiker sprechen zu Recht von „sloppy“ Momenten und einer gewissen Schwere durch „zu viele Köche“.


Gleichzeitig hat das Album eine emotionale Spannung, die vielen technisch besseren Clapton-Liveplatten fehlt: In Stücken wie „Layla“, „Little Wing“ oder „Presence of the Lord“ mischen sich Unsicherheit, Melancholie und eruptive Energie zu einem eigenwilligen, dunklen Rock-Tonfall, den der „Rolling Stone“ einmal als „gigantischen Schwermut“ beschrieben hat. „Rainbow Concert“ eignet sich daher weniger als Einstiegsalbum in Claptons Werk, ist aber als historisches Dokument und als Momentaufnahme eines Künstlers am Rand und auf dem Weg zurück höchst hörenswert – gerade weil die Brüche nicht geglättet werden, sondern im Sound offen zutage treten.

Frankenstein von Alexandre Desplat
Alexandre Desplats Soundtrack zu Frankenstein ist keine laute Horrormusik, sondern ein erstaunlich elegisches, oft fast melancholisches Album. Desplat schrieb die Musik für Guillermo del Toros Netflix-Film, der am 7. November 2025 erschien; schon im Vorfeld hatte er angekündigt, eher auf Lyrik, Emotion und die Verletzlichkeit der Kreatur als auf bloße Schockeffekte zu setzen. Genau das hört man dieser Partitur an:

Statt billiger Dramatik entfaltet sie einen langen, düsteren Sog, der Trauer, Sehnsucht und Größe miteinander verbindet. Besonders stark ist, wie die Musik die tragische Seite der Geschichte betont und dem Monster mehr Menschlichkeit verleiht als viele Dialoge. Manchmal ist der Score in seiner Laufzeit sehr ausufernd, doch gerade in seinen besten Momenten wirkt er wie ein dunkles, romantisches Gegenstück zu Desplats feineren Arbeiten der vergangenen Jahre. Ein atmosphärisch dichter, kluger und emotional überraschender Soundtrack, der Frankenstein nicht als Schauerstück, sondern als Tragödie begreift.

King of the Delta Blues Singers von Robert Johnson

„King of the Delta Blues Singers“ ist mehr als nur ein Blues-Album – es ist ein musikalisches Gründungsdokument. Die 1961 veröffentlichte Zusammenstellung machte Robert Johnson, der zu Lebzeiten kaum über den Kreis von Blueskennern hinaus bekannt war, posthum zu einer Legende. Und obwohl die Aufnahmen aus den Jahren 1936 und 1937 stammen, besitzen sie bis heute eine verstörende Unmittelbarkeit.

Was dieses Album so besonders macht, ist zunächst Johnsons Fähigkeit, mit wenigen Mitteln eine ungeheure Intensität zu erzeugen. Seine Gitarre klingt nie bloß begleitend, sondern wie ein zweiter Erzähler: treibend, klagend, nervös, manchmal fast gespenstisch. Dazu kommt seine Stimme, die nicht geschniegelt oder schön sein will, sondern rau, drängend und voller innerer Spannung wirkt. Johnson singt nicht einfach den Blues – er verkörpert ihn.
Stücke wie „Cross Road Blues“, „Hellhound on My Trail“ oder „Love in Vain“ bündeln alles, was den Mythos Robert Johnson ausmacht: die Erfahrung von Verlust, Rastlosigkeit, Begehren, Angst und Verlorenheit. Seine Songs wirken oft wie Momentaufnahmen eines Lebens am Rand, voll dunkler Vorahnung und existenzieller Unruhe. Gerade darin liegt ihre enorme Kraft. Hier wird nichts ausgestellt oder romantisiert; diese Musik klingt, als sei sie direkt aus einer inneren Not heraus entstanden.
Natürlich muss man hören, dass es sich nicht um ein modernes Studioalbum handelt. Die Klangqualität ist spröde, teils kratzig, die Aufnahmen sind technisch begrenzt. Doch das ist kein Makel, sondern Teil der Wirkung. Die rohe Aufnahmeweise verstärkt die Direktheit dieser Musik sogar noch. Wer sich darauf einlässt, hört schnell nicht mehr die historische Distanz, sondern nur noch Ausdruck, Rhythmus und emotionale Wucht.
Beeindruckend ist auch, wie stark dieses Album nachgewirkt hat. Ganze Generationen von Rock- und Bluesmusikern haben hier eine Art Urtext entdeckt. Trotzdem lebt „King of the Delta Blues Singers“ nicht nur von seinem Einfluss oder seinem Ruf, sondern vor allem von der Qualität der Songs selbst. Diese Lieder stehen nicht unter Denkmalschutz – sie leben.

„Neu!“ von Neu!
Mit „Neu!“ veröffentlichte das Düsseldorfer Duo Michael Rother und Klaus Dinger 1972 ein Debütalbum, das bis heute wie ein Gegenentwurf zur herkömmlichen Rockmusik wirkt. Während viele Bands ihrer Zeit auf Virtuosität, Bombast oder psychedelische Überladung setzten, suchten Neu! nach Reduktion, Wiederholung und hypnotischer Wirkung. Genau daraus bezieht dieses Album seine eigentümliche Größe.


Schon der eröffnende Longtrack „Hallogallo“ ist legendär: ein stoischer, fließender Beat, dazu schimmernde Gitarren und eine Atmosphäre, die zugleich kühl, frei und fast schwerelos wirkt. Der berühmte „Motorik“-Rhythmus, für den Neu! später berühmt wurde, treibt den Song nicht einfach nur voran – er erzeugt einen Sog. Man hört kein klassisches Rockstück, sondern eher eine Bewegung, ein endloses Fahren, ein Schweben nach vorn. Das ist Musik, die weniger erzählt als einen Zustand erzeugt.
Überhaupt ist „Neu!“ kein Album, das mit traditionellen Songstrukturen beeindrucken will. Viele Stücke wirken wie Skizzen, Versuche oder Klangideen, doch genau das macht seinen Reiz aus. „Sonderangebot“, „Weissensee“ oder „Im Glück“ zeigen, wie stark Neu! mit Stimmung arbeiten: mal verspielt und entrückt, mal spröde und fast mechanisch, dann wieder überraschend zart. Besonders faszinierend ist dabei die Spannung zwischen Mensch und Maschine – einerseits wirkt vieles kontrolliert, repetitiv und fast industriell, andererseits steckt in diesen Aufnahmen etwas Improvisiertes, Rohes und sehr Körperliches.
Nicht jedes Stück entfaltet dieselbe Kraft. Manche Passagen klingen fragmentarisch oder bewusst unfertig, was Hörerinnen und Hörer, die klare Melodien oder klassische Dramaturgie erwarten, auf Distanz halten kann. Doch gerade diese Offenheit gehört zum Konzept. Neu! wollten keine gefällige Platte machen, sondern einen neuen musikalischen Raum öffnen. Das gelingt ihnen eindrucksvoll.
Der größte Verdienst von „Neu!“ liegt vielleicht darin, wie modern dieses Album noch immer klingt. Zahlreiche spätere Strömungen – von Post-Punk über Ambient bis Indie und Elektronik – haben hier hörbar Anleihen genommen. Dennoch wirkt die Platte nicht wie ein bloßes historisches Dokument, sondern lebendig, frisch und eigensinnig.

The B-52s – die Kollektion
Die B-52s sind weit mehr als nur eine schrille Popband der späten 70er- und 80er-Jahre. Sie stehen für einen ganz eigenen Sound, für Mut zur Exzentrik und für die Kunst, aus Spaß, Stil und Anderssein etwas Dauerhaftes zu machen. Während viele Gruppen ihrer Zeit klar einem Genre zuzuordnen waren, schufen die B-52s eine unverwechselbare Mischung aus New Wave, Surf, Punk, Dance und Pop. Ihre Musik klang verspielt, futuristisch und zugleich herrlich schräg — und gerade darin lag ihre Stärke.
Mit Songs wie „Rock Lobster“, „Private Idaho“, „Love Shack“ oder „Roam“ bewies die Band, dass Pop nicht geschniegelt und glatt sein muss, um erfolgreich zu sein. Die B-52s machten das Abseitige tanzbar und das Skurrile massentauglich. Ihr Markenzeichen waren nicht nur eingängige Melodien, sondern auch die theatralischen Stimmen, der trockene Humor und eine Ästhetik, die mit Camp, Retro-Charme und bewusstem Übermaß spielte.
Zugleich waren die B-52s kulturell bedeutend, weil sie früh einen Raum eröffneten für Individualität, queere Ausdrucksformen und künstlerische Freiheit, ohne daraus je ein starres Programm zu machen. Sie wirkten leichtfüßig, aber nie belanglos. Hinter der bunten Oberfläche steckte eine Haltung: Man darf anders sein, laut sein, verspielt sein — und genau darin liegt oft die größte kreative Kraft.
Dass die Band trotz persönlicher Verluste, insbesondere nach dem Tod von Gitarrist Ricky Wilson, weiter Bestand hatte, verleiht ihrer Geschichte zusätzliche Tiefe. Die B-52s blieben nicht bloß eine stilvolle Kuriosität, sondern wurden zu einer der prägenden Popformationen ihrer Zeit. Ihr Werk erinnert daran, dass Musik nicht nur Gefühle ausdrücken, sondern auch Räume öffnen kann — für Freude, Freiheit und Fantasie.

Nina Simone at Town Hall von Nina Simone
Mit Nina Simone at Town Hall (1959) festigt Nina Simone ihren Ruf als außergewöhnliche Grenzgängerin zwischen Jazz, Klassik, Folk und Blues. Das Live-Album, aufgenommen in der Town Hall in New York, zeigt sie auf dem frühen Höhepunkt ihrer Karriere – selbstbewusst, technisch brillant und emotional kompromisslos.

Besonders eindrucksvoll ist „Black Is the Color of My True Love’s Hair“: Simone verwandelt das schlichte Traditional in ein dramatisches Kunstlied, getragen von ihrem klassisch geschulten Klavierspiel. Auch „The Other Woman“ besticht durch kühle Intensität und erzählerische Tiefe. Ihre Stimme wirkt nie gefällig, sondern stets wahrhaftig – rau, dunkel, kontrolliert.

Die Live-Atmosphäre bleibt dabei erstaunlich intim. Man hört keine effekthascherische Show, sondern eine Künstlerin, die ganz in ihren Interpretationen aufgeht. Nina Simone at Town Hall ist weniger ein Konzertmitschnitt als ein künstlerisches Statement: konzentriert, ernsthaft und von zeitloser Eleganz.

Søren Bebe Trio – Gratitude
Das neunte Studioalbum des Søren Bebe Trios, Gratitude, erschienen im Januar 2026, ist eine meisterhafte Hommage an die nordische Jazztradition – lyrisch, atmosphärisch und von tiefer Dankbarkeit gegenüber Musik und Stille geprägt. Das Trio aus Pianist Søren Bebe, Bassist Kasper Tagel und Drummer Knut Finsrud, seit 2007 ein eingespieltes Gespann, destilliert hier seine Essenz in neun Tracks mit einer Gesamtlänge von rund 39 Minuten.


Gratitude atmet die klare, unhurried Nordic-Jazz-Ästhetik, die an ECM-Klassiker und Ensembles wie das Tord Gustavsen Trio erinnert: besonnene Melodien, viel Raum für Atempausen und eine Balance aus Intimität und Tiefe. Die Musik ist kitschfrei, spirituell ohne Religiöses, geprägt von fein ziselierten Klangforschungen, bei denen Anschwellen und Verklingen ebenso zählen wie der Ton selbst – ein warmer Impetus gegen winterliche Kälte. Kritiker loben die telepathische Empathie der Musiker und die pristine Produktion von August Wanngren.

Leave Home von The Ramones
Leave Home (1977) zeigt die Band auf dem Höhepunkt ihrer frühen Explosivität: schneller, schärfer und noch kompromissloser als das Debüt. Die Songs sind kurz, laut und direkt, getragen von knochentrockenen Gitarrenriffs, simplen Schlagzeugbeats und der unverwechselbaren Stimme von Joey Ramone. Klassiker wie Pinhead oder „Gimme Gimme Shock Treatment“ verbinden eingängige Hooks mit rotziger Attitüde und machen das Album zu einem Paradebeispiel für die rohe Essenz des frühen Punk. Trotz minimaler musikalischer Mittel besitzt die Platte eine mitreißende Energie, die bis heute frisch und rebellisch klingt.

Hellraiser – Das Tor zur Hölle – Rückblick auf meine Matinee

16. November 2023

„Hellraiser – Das Tor zur Hölle“ ein einzigartiges und tiefgründiges Horrorerlebnis, das sich von der Masse abhebt. Ich durfte Anfang November eine Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck über diesen Film halten. Ich freue mich, dass wir inzwischen eine schöne Community sind, die über diese spezielle Art von Filmen sprechen.

Mit seiner düsteren Ästhetik, den komplexen Charakteren und der intensiven Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen bleibt der Hellraiser ein wichtiger Beitrag zum Genre des psychologischen Horrors. Persönlich finde ich die meisten Fortsetzungen des Films für die Tonne, doch Hellraiser Schaf mit Pinhead einen neuen Horrorcharakter.

Dieser 1987 von Clive Barker geschaffene Film ist weit mehr als nur eine herkömmliche Horrorgeschichte. Es ist ein Werk, das sich intensiv mit den dunklen Abgründen der menschlichen Psyche, der Lust und des Schmerzes auseinandersetzt, und dabei auf subtile Weise die Grenzen zwischen Lust und Leiden verwischt.

Bei meiner nächsten phantastischen Matinee im Scala Fürstenfeldbruck am Sonntag, 10. Dezember um 10:45 gehen wir in den 70er Jahren und zeigen den Hexenfilm Suspiria. Suspiria (lat. Seufzer) ist ein italienischer Horrorfilm mit surrealistischen Elementen von Dario Argento aus dem Jahre 1977. Die Musik stammt von Goblin. Karten gibt es online zu kaufen.

Hellraiser – Das Tor zur Hölle – Matinee am Sonntag, 5. November im Scala

2. November 2023

Fantastische Filme können provozieren und Grenzen überschreiten. Und so auch dieser Film, dem ich am Sonntag, 5. November in meiner phantatsischen Matinee im Scala-Kino Fürstenfeldbruck um 10:45 Uhr zeigen werde:

„Hellraiser – Das Tor zur Hölle“ ist ein beunruhigender und verstörender Horrorfilm, der in der Welt des fantastischen Genres einen besonderen Platz einnimmt. Dieser 1987 von Clive Barker geschaffene Film ist weit mehr als nur eine herkömmliche Horrorgeschichte. Es ist ein Werk, das sich intensiv mit den dunklen Abgründen der menschlichen Psyche, der Lust und des Schmerzes auseinandersetzt, und dabei auf subtile Weise die Grenzen zwischen Lust und Leiden verwischt. Karten gibt es hier

Eine der bemerkenswertesten Qualitäten von „Hellraiser“ ist die einzigartige visuelle Ästhetik, die Clive Barker in den Film einbringt. Die Gestaltung der Cenobites, insbesondere Pinhead, ist ikonisch und verstörend zugleich. Wir kennen Jason, wir kennen Michael Myers, wir kennen Freddie, wir kennen Chucky und wir kennen Annabelle – und hier lernen wir eine neue Figur mit Pinhead kennen, die über mehrere Folgen Bestand hat und in die Geschichte des fantastischen Films eingegangen ist. Hier der Trailer zur Wiederaufführung des Films.

Die sorgfältig ausgearbeiteten Make-up-Effekte und die detaillierten, düsteren Kulissen schaffen eine Atmosphäre, die den Zuschauer unmittelbar in das Grauen der Hölle hineinzieht.
Die Figuren in „Hellraiser“ sind alles andere als stereotypisch. Die Protagonisten, allen voran Julia und Frank, sind moralisch ambivalente Charaktere, die die dunkelsten Seiten der menschlichen Natur verkörpern. Dies verleiht dem Film eine unheimliche psychologische Tiefe, die über den typischen Horrorfilm hinausgeht. Das Drehbuch von Clive Barker geht weit über den bloßen Schockwert hinaus und erkundet tiefgründige Themen wie Verlangen, Verführung und die Konsequenzen unserer eigenen Handlungen.

Die Filmmusik von Christopher Young ist ein weiterer Höhepunkt des Films. Sie untermalt die verstörenden Bilder perfekt und verstärkt die beunruhigende Atmosphäre. Die Musik trägt dazu bei, das Publikum in die beklemmende Welt von „Hellraiser“ einzusaugen.

In Sachen Gewalt und Gore setzt „Hellraiser“ neue Maßstäbe und geht an die Grenzen des Erträglichen. Dies ist sicherlich nichts für schwache Nerven, aber es dient einem größeren Zweck in der Erzählung, da es die Konzepte von Lust und Schmerz miteinander verknüpft.

Schließlich fordert „Hellraiser“ die Zuschauer auf, über ihre eigenen Vorstellungen von Schönheit, Moral und Schmerz nachzudenken. Es ist ein Film, der keine leichten Antworten bietet, sondern den Zuschauer mit einer Fülle von Fragen und verstörenden Bildern konfrontiert.

Zusammenfassend ist „Hellraiser – Das Tor zur Hölle“ ein einzigartiges und tiefgründiges Horrorerlebnis, das sich von der Masse abhebt. Mit seiner düsteren Ästhetik, den komplexen Charakteren und der intensiven Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen bleibt der Film ein wichtiger Beitrag zum Genre des psychologischen Horrors. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dieser Film aufgrund seiner expliziten Gewaltdarstellung und seines verstörenden Inhalts nicht für jedermann geeignet ist. In Deutschland erschien der Film am 3. März 1988, um 4 Minuten gekürzt. Die ungeschnittene Originalfassung ist in Deutschland erst 2011 erschienen und war bis dahin nur als Import, etwa aus Österreich, erhältlich. Wir zeigen die ungeschnittene Fassung.

Ich freue mich, wenn ihr am Sonntag, 5. November um 10:45 Uhr bei meiner Matinee Vortrag und Film im Scala-Kino dabei seid. Karten gibt es online.

Das Ding aus einer anderen Welt – Rückblick auf meine Matinee

26. Oktober 2023

Es war ein Flop, der langfristig zum Erfolg wurde. John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt trat gegen ET an und verlor mit Pauken und Trompeten. Über den Lauf der Jahre gewann der 1982 gedrehte Streifen mehr und mehr Fans und gilt heute als einer der erfolgreichsten Carpenter-Filme überhaupt. Grund genug für mich, dem Film eine meiner monatlichen fantastischen Matineen im Scala Kino Fürstenfeldbruck zu widmen.

Ich mochte die Erstverfilmung des Dings aus der Produktionsschmiede von Howard Hawks, der ein klarer Film des Kalten Krieges ist. Carpenters Version war anders: Weniger politisch, dafür drastischer und effektreicher. Carpenter schafft in diesem Film eine beklemmende und düstere Atmosphäre, die von Anfang bis Ende anhält. Die Spannung baut sich langsam auf, da die Charaktere misstrauisch werden und sich gegenseitig verdächtigen. Das ist ein wahrer Genuss und sichert den Film einen Platz in der Bestenliste des SF-Horror-Films.

Die visuellen Effekte und die praktischen Creature-Designs sind auch heute noch beeindruckend und verleihen dem Film eine zeitlose Qualität. Alles ohne CGI war der Film ein Fest von praktischen Creature-Designs, das sich absolut sehen lassen kann.
Hier meine Ausführungen zu Das Ding von Carpenter in meiner Matinee.

„Das Ding“ ist auch bekannt für seine intensiven und blutigen Horror-Momente, die damals wie heute schockierend sind. Die Thematik des Misstrauens und der Paranoia unter den Charakteren, kombiniert mit der Bedrohung durch das unbekannte außerirdische Wesen, macht den Film zu einem fesselnden und psychologisch anspruchsvollen Horror-Erlebnis.

Bei meiner nächsten Matinee im Scala Fürstenfeldbruck am Sonntag, 5. November um 10:45 bleiben wir in den 80er Jahren und zeigen Hellraiser – das Tor zur Hölle. Mit diesem Film wird mit Pinhead eine neue Horrorfigur des SM-Horrors eingeführt, Jason, Michael, Chucky und Freedie um nichts nachsteht. Und es verspricht blutig zu werden. Karten gibt es online zu kaufen.