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Welche Herr der Ringe-Übersetzung ist die beste?

2. Januar 2013
Zahlreiche Ausgaben von Herr der Ringe gibt es auf dem Markt.
Zahlreiche Ausgaben von Herr der Ringe gibt es auf dem Markt.

Die Herr der Ringe-Trilogie als Filme und jetzt die Hobbitverfilmung bringt hat bei vielen Bekannten das Interesse an den Büchern von J.R.R. Tolkien geweckt. Immer wieder kommt die Frage: Welche Ausgabe der Bücher soll ich mir denn kaufen? Welche Übersetzung ist die beste?

Und mit dieser Frage treffen sich einen wunden Punkt in der ganzen Diskussion unter den Mittelerde-Fans, denn es gab im Laufe der Zeit mehrere Ausgaben der beliebten Bücher. Natürlich ist das englische Original am besten: Hier kommt die Sprache von Tolkien natürlich hervorragend zur Geltung. Wer aber des Englischen mächtig ist, sich aber dennoch bei rund 1000 Seiten Herr der Ringe dann doch nicht so sicher ist, der greift auf eine der zahlreichen deutschen Übersetzungen zurück. Und hier der klare Tipp: Schaut euch den Übersetzer an und wann das Buch erschienen ist. 

Ich selbst bin mit der Herr der Ringe-Übersetzung von Margaret Carroux eingestiegen. die das Buch 1970 vom Englischen übertrug. Für mich die beste Übersetzung, die auch zeitweise von Tolkien selbst verfolgt wurde. Es gelang ihr, die Sprache Tolkiens ins Deutsche zu übertragen. Für junge Mittelerde-Fans mögen die Worte und Formulierungen etwas anstrengend sein, dennoch Freude: Da muss man durch.

Beim Herr der Ringe-Kauf bitte genau auf die Übersetzung achten.
Beim Herr der Ringe-Kauf bitte genau auf die Übersetzung achten.

Dann veröffentlichte der deutsche Verlag von der Herr der Ringe, Hobbit-Presse/Klett-Cotta 2000 die Übersetzung von Wolfgang Krege. Krege war deutscher Tolkien-Experte und übersetzte in meiner Jugend das Silmarillion. Allerdings waren viele Fans sauer über seine Herr der Ringe-Übersetzung. Die Sprache wurde an die moderne Zeit angepasst und es fanden sich – meiner Meinung nach – zu viele flapsige Übersetzungen darin. So wurde Master Frodo (Englisch) mit Chef übersetzt. Nein, das geht nicht. Ich liebe meiner Übersetzung von Margaret Carroux treu, auch wenn sie noch in alter Rechtschreibung vorlag.

Der Streit innerhalb der Tolkiengemeinde zwischen Traditionalisten und Anhängern der Moderne wurde heftiger. Und so entschloss sich Klett-Cotta die Kuh zu melken. Im Jahre 2012 wurden sowohl die Carroux- als auch die Krege-Übersetzung überarbeitet und neu veröffentlicht. Und siehe da: Beide Übersetzungen sind prima. Die Carroux wurde an die neue Rechtschreibung angepasst und beim Krege wurden die Sünden der ersten Übersetzung herausgestrichen. Hier gibt es ein paar Versionen bei Amazon.

Tipp: Unbedingt auf die Ausgaben des Jahres 2012 achten. Wer eine etwas gedrechselte Sprache mag, der greift auch künftig zur Version von Carroux. Wer es etwas moderner haben möchte, der nimmt sich die Krege-Ausgabe.

UPDATE 28. Dezember 2021

Vor nunmehr 8 Jahren verfasste ich einen Blogpost, über die beste Herr der Ringe-Übersetzung. Nun sind doch ein paar Tage ins Land gegangen und Hobbit-Presse legte die Tolkien-Bücher in verschiedenen Versionen neu auf. Und daher ist es Zeit für die im Moment beste Herr der Ringe Ausgabe in Deutsch. Der Herr der Ringe: mit Illustrationen des Autors

Sie kam bei Klett Cotta im Oktober 2021 auf den Markt und ist für mich als Tolkien-Fan die mit Abstand beste Ausgabe unseren Lieblingsbuches: Es ist eine luxuriöse Gesamtausgabe in einem Band in der Übersetzung von Margaret Carroux in neuer Rechtschreibung und mit den gesamten Illustrationen von J.R.R. Tolkien. Dabei handelt es sich um: Einbändige Ausgabe im Schuber, vierfarbig gedruckt, mit 32 Illustrationen gebunden mit gestanztem Schutzumschlag und zweifarbiger Prägung, zwei Lesebändchen, Rundumfarbschnitt, Fadenheftung, überzogener Schuber mit Prägung, Karte, Anhänge und Register. Mein Video zeigt die Version. Die Illustrationen waren bisher nur in einem eigenen Band veröffentlicht – jetzt ist alles zusammen.

Als Fan will ich aber natürlich auch einen Wunsch äußern. Diese Ausgabe Der Herr der Ringe: mit Illustrationen des Autors ist nahezu perfekt, aber sie besitzt als einbändige Ausgabe ein hohes Gewicht. Das Lesen im Bett ist mühsam. Mir wäre die bisherige dreibändige Ausgabe, die im August 2019 erschien, lieber mit den Ergänzungen des Jahres 2021. Aber es soll bitte nicht weitere acht Jahre dauern, bis mir dieser Wunsch erfüllt wird.

Filmkritik: Hobbit – eine unerwartete Reise

23. Dezember 2012

Es war sicherlich der wichtigste Kinostart des Jahres 2012: Auf Peter Jacksons Hobbit haben Millionen von Mittelerde-Fans gewartet und sie wurde nicht enttäuscht. Nur die Zahlenfanatiker mussten mit ihren Exceltabellen gleich darauf hinweisen, dass die magische 100-Millionen-Besuchermarke am Startwochenende nicht geknackt wurde – na und? Obwohl die Zutaten ähnlich sind wie die Herr der Ringe-Trilogie, ist der Start des Hobbit-Dreiteilers keine Kopie der erfolgreichen Jackson-Filme. Tolkien schrieb das Buch den kleinen Hobbit als Kinderbuch. Jackson setzte eben dieses Kinderbuch in Szene und nicht die tiefergehende Mythologie von Herr der Ringe.

Kinobesuch des Hobbits im Royal Palast in München.

Kinobesuch des Hobbits im Royal Palast in München.

Dies zeigt sich in erster Linie an der Geschwindigkeit und Sprache des Films. Der Hobbit ist deutlich schneller inszeniert, schnellere Schnitte, es geht rasant zu. Das wird vor allem in der Schlacht in den Goblin-Höhlen des Nebelgebirges deutlich. Die epische Erzählweise von Herr der Ringe steht nicht mehr im Vordergrund, bricht nur noch in Elronds Haus oder bei Erzählungen von Eichenschild durch.

Warum hat Jackson eigentlich einen Dreiteiler aus dem kleinen Kinderbüchlein herausgeholt? Nun, es hat sicherlich kommerzielle Gründe. Aber er klammert sich auch an jede Andeutung aus dem Kinderbuch und bläst sie zur abenteuerlichen Geschichte auf. Dabei nimmt er hin und wieder Anleihen aus dem Silmarillion, dem komplexen Mytholgiewerk aus Mittelerde. Da braucht es dann schon einen Dreiteiler – Teil eins dauert alleine schon 169 Minuten. Personen, wie der Zauberer Radagast kommen im Buch nur am Rande vor, werden aber zu einer tragenden Figur aufgebaut. Auch das Treffen von Gandalf mit Sauroman gibt es im Buch Hobbit nicht und dient wohl nur der Wiedererkennung mit Figuren aus Herr der Ringe. Wie zu hören war, mussten die Szenen mit Christopher Lee in London gedreht werden und nicht in Neuseeland. Gesundheitliche Gründe hieß es, ich denke vielmehr an eine Spitze von Herrn Lee an Jackson, der Lees Auftritt in der Herr der Ringe-Kinofassung zusammenschnitt. Erst auf der Langfassung auf Blu ray konnte man das Schauspiel von Christopher Lee in ganzer Länge bewundern.

Auch ein deutlicher Unterschied zu Herr der Ringe ist der Einsatz von Humor. Bestand dieser beim Herr der Ringe meist nur aus dem Wortgefechten von Gimli und Legolas beim Zählen von abgeschlagenen Ork-Köpfen sind haben wir dieses Mal 13 skurrile Zwerge, die wild durcheinander agieren. Als grobe Klötze werden sie vorgestellt, angeführt von einem eigensinnigen Thorin Eichenschild. Es ist nicht die Verwandtschaft der Zwerge aus Schneewittchen, sondern eigensinnige. harte, derbe Knilche. Ob beim Grillfest der Trolle oder der rasanten Fahrt des Öko-Zauberers Radagast mit seinem Kaninchenschlitten, der Humor kommt nicht zu kurz. Er geht in Richtung Hollywood, aber es ist gut, dass der Film nicht in Los Angeles, sondern in Neuseeland gedreht wurde. Der härtere Kiwi-Humor tut dem Hobbit gut.

Gut gebauter Goblin sucht neues Zuhause.

Gut gebauter Goblin sucht neues Zuhause.

Es tat auch gut, alte Bekannte zu sehen, allen voran den Zauberer Gandalf, Elrond den Elben aus Bruchsal, Sauroman den Zauberer, Gollum, und die edle Frau Galadriel. Letztere ist übrigens die einzige Frau in dem Film, wenn man von Statisten von Zwergenfrauen oder Elbenmusikerinnen einmal absieht. Daher ist der Hobbit ein Männerfilm. Harte Kerle auf der Reise, die Abendteuer erleben und sich nicht immer zu benehmen wissen.

Und wir lernen auch wieder: Mittelerde ist in Neuseeland. Die Naturaufnahmen sind einfach wunderbar, begonnen beim Auenland bis hin zum Nebelgebirge. Neuseeland bietet wunderbare Locations. Der Rest kommt von Weta aus dem Computer. Die CGI-Technik hat sich in den vergangenen zehn Jahren massiv weiterentwickelt. Dies merkt man vor allem beim Einsatz der Software Massive mit den Agents. Hier kann der CGI-Künstler am Rechner Heere aufeinandertreffen und kämpfen lassen. Diese Schlachten waren in Herr der Ringe schon ein Augenschmaus, in Hobbit wurden die Zwergeschlachten nochmals optimiert. Respekt für so viel Entwicklungsarbeit. Und da kommt das Star Wars-Paradox zum Tragen. Die Herr der Ringe spielen 60 Jahre nach dem Hobbit, aber die CGI-Technik ist im Hobbit einfach besser als in den zeitlich späteren Nachfolgefilmen. Das hat mich bei Star Wars auch schon gestört.

Den größten Fortschritt der CGI-Technik zeigt sich beim Auftritt von Gollum. Die Darstellung von Andy Serkis ist sehr glaubwürdig. Die Person Gollum ist zerrissen und sein Spiel wird durch moderne Animationstechnik nochmals verstärkt. Das war für mich der absolute Höhepunkt des Film – das Kammerspiel in den Tiefen des Nebelgebirges. Da macht es nichts aus, dass die Gollum-Geschichte anders erzählt wird als im Herr der Ringe.

Wenn wir schon bei Technik sind: Der Hobbit wurde neben der 2D-Fassung auch in einer HFR-3D-Fassung gedreht. Das bedeutet, die Aufnahmen liegen in einer Higher Frame Rate 48 Bilder pro Sekunde in hochauflösendem 3D vor – bisher sind im Kino 24 Bilder pro Sekunde zu sehen. An dieser Technik arbeitete bereits Douglas Trumbull, aber Peter Jackson hat sie wohl zur Marktreife gebracht und konsequent einsetzt. Trumbull gilt als Erfinder des Showscan-Aufnahmen mit einer Bildfrequenz von 60fps, die er als Vorstand von IMAX in Vergnügungsparks einsetzen möchte. Im Hobbit kommen die Details durch die neue Technik stärker zum Tragen, es muss sich mehr Mühe bei den Sets, bei den Make Ups gemacht werden, denn Fehler fallen stärker auf. Dadurch werden auch die Kosten höher. Das Bild wird digitaler, das klassische Filmkorn hat wieder an Boden verloren.

Für mich ist es ein schöner Auftakt. Teil 2 kommt Dezember 2013 und Teil 3 im Juli 2014. Ich bin dabei.

 

Musiktipp: Complete Songs & Poems of the Lord of the Rings von Tolkien Ensemble

15. Dezember 2012

Weil wir uns alle am Hobbit-Fieber angesteckt haben, will ich mal Musik aus der Welt von Mittelerde vorstellen, die vielleicht nicht jedermann kennt. Ich meine jetzt nicht die Soundtracks von Howard Shore und Leonard Roseman, sondern die Musik des Tolkien Ensembles.

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Ich hab diese Musik aus Dänemark Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf einem Schallplattenflohmarkt entdeckt. Über die Jahre sind einige Aufnahmen hinzugekommen. Im Jahre 2006 erschien die 4-CD-Sammlung Complete Songs & Poems of The Lord of the Rings, die ich Fans von Mittelerde ausdrücklich empfehlen möchte. Bei der Band Tolkien Ensemble handelt es sich um dänische Musiker, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Gedichte und Gesänge vom Herr der Ringe zu vertonen und zu veröffentlichen. Unterstützung haben sie von Christopher Lee bekommen, der zahlreiche Tolkien Gedichte vortrug. Schön, dass Lee auch eine Rolle als böser Zauberer Saruman in Jacksons Herr der Ringe-Verfilmung bekommen hat.

Allerdings ist die CD-Sammlung keine leichte Kost. Die komplexen Aufnahmen gehen nicht sofort ins Ohr. Wunderbar finde ich die Choräle, aber auch die leisen Lieder aus dem Auenland. Insgesamt waren über 150 Musiker an den Aufnahmen beteiligt, darunter 14 Solisten. Die Sammlung enthält alle Veröffentlichungen des Tolkien Ensembles. Zehn Jahre hatten Casper Reifff und Peter Hall geraucht, um das Werk zu vollenden. Einige Songs wurden für die CD-Box nochmals neu aufgenommen und die Sammlung wurde neu editiert und nun in die korrekte Reihenfolge gebracht. Cool ist auch, dass ein königlicher Tolkien-Fan mit von der Partie ist. Königin Margarethe II. von Dänemark steuerte zahlreiche Zeichnungen und Illustrationen bei. Das Booklet wurde so wunderbar aufgewertet, es enthält neben den Texten der Gedichte und Gesänge auch eine Biografie der Künstler und die eindrucksvollen königlichen Illustrationen. Es lohnt sich also, die Aufnahmen als CD-Set Complete Songs & Poems of The Lord of the Rings zu erwerben und nicht als mp3-Download.

Für mich gehören diese Aufnahmen zu den Schätzen aus der Welt von Mittelerde. Wer sich ernsthafter mit der Welt von Tolkien beschäftigen will, kommt um diese Aufnahmen nicht herum.

Buchtipp: Die Kunst des Hobbit von Wayne G. Hammond und Christina Scull

29. November 2012

Bücher rund um Mittelerde warten auf Käufer.

Bücher rund um Mittelerde warten auf Käufer.

In wenigen Tagen wird der Rummel um den neuen Peter Jackson Hobbit-Film noch weiter steigen. Peter Jackson hat Tolkiens Buch der kleine Hobbit zu einem Dreiteiler aufgeblasen, der bei uns zu Weihnachten in die Kinos kommt. Gleichzeitig ist die Marketingmaschinerie voll angelaufen, ich habe bereits darüber geschrieben. Bei einem Besuch eines Buchladens konnte ich das große Geschäft wittern: Bücher, Spielzeug, Spiele, Figuren aus der Welt von Mittelerde. Wie Jahre zuvor Star Wars wird Herr der Ringe wohl ein unglaubliches Geld machen.

Gandalf zum Kuscheln - mir wird schlecht.

Gandalf zum Kuscheln – mir wird schlecht.

Abseits dieses Trubels entdeckte ich noch einen kleinen Literaturschatz aus dem Reich Tolkiens. Es handelt sich um die schön editierte Version des Buches Die Kunst des Hobbit . Darin enthalten sind alle Bilder von Tolkien zum Hobbit. Natürlich war Tolkien in der erster Linie Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Autor und weniger Grafiker oder Zeichner. Dennoch war er ein begabter Autodidakt und zeichnete seine Welt von Mittelerde immer wieder. Zeichnen gehörte damals noch zum guten Ton in der Gesellschaft und so schuf Tolkien seine eigene Welt.

Die erste Ausgabe zum kleinen Hobbit enthielt bereits zehn schwarz-weiß Bilder und zwei Karten sowie verschiedene Illustrationen. Der vorliegende Band liefert alle Bilder von Tolkien und macht Spaß beim Blättern. Ausführlich werden die Zeichnungen besprochen und selbst treue Fans erfahren viel neues. Geschrieben hat das Buch die Tolkien-Experten Wayne G. Hammond und Christina Scull. Wer sich etwas fern vom großen Kinorummel mit Tolkien beschäftigen möchte, dem empfehle ich ausdrückliches dieses kleine, feine Buch Die Kunst des Hobbit, erschienen bei Klett Cotta. Hier lässt sich wunderbar den Austausch zwischen Text und Bild bewundern. Tolkien beschrieb in seinen Romanen die fantastische Welt von Mittelerde, hier lieferte er seine Bilder dazu. Kleine Zeichnungen, teilweise schöne Bilder, teilweise großartige Illustrationen, so sah die Welt von Tolkien aus. Insgesamt enthält dieses Buch 106 Illustrationen, Zeichnungen, Bilder – allesamt aus der Feder von Tolkien.

Perfektes Marketing: Air New Zealand zum kleinen Hobbit

1. November 2012

Die Zeit von Mittelerde und dem kleinen Hobbit naht, so beginnt langsam die Werbemaschinerie. Natürlich werden wir uns das neue Werk von Peter Jackson ansehen. Und sicher klappt dieses Mal ein Flug nach Neuseeland, um Kollegen bei Weta zu besuchen.

Jeder Flug beginnt mit der langweiligen Sicherheitsanweisung. Und hier hat die lokale Flugline Air New Zealand eine wunderbare Sicherheitsanweisung im Netz und den sozialen Netzwerken viral verbreitet. In Zusammenarbeit mit Weta kam es zu einem Unexpected Briefing. Dort finden wir Hobbits, Zauberer, (asiatische) Elben, Zwerge, Pferde, Gollum, den Ring, Gandalf und vieles mehr wie Sauron. Nett ist auch ein Camo-Auftritt von Peter Jackson samt Ring. Der Flug geht wohl nach Mittelerde, aber einige Passagiere wollen wohl weiter nach Isengard oder Mordor. Die Figuren sind liebevoll gestaltet und voller Humor. Zauberer tragen selbstverständlich Sneakers zum wallenden Gewand.

Die Musik stammt wohl aus der Feder von Howard Shore, zumindest klingt es so dananch. Howard Shore komponierte den Score zur Herr der Ringe-Trilogie und auch zum neuen Hobbit-Film Hobbit:An Unexpected Journey.

Achtet bitte auf die kleinen Details. Die verwendeten iPhones sind im Voafone-Netz, und immer wieder taucht ein Device auf, das in Elbenrunen verfasst ist. So ist ein iPad damit verbunden und in der ersten Klasse blättert ein Zauberer eine Zeitung mit diesen Runen durch. Leider ist mein Elbisch so schlecht, ich hätte das Silmarillion besser studieren müssen.

Jetzt beginnt das geniale Marketing der Fluggesellschaft und der Filmgesellschaft. Denn wer den Schriftzug mitzählt, der kann gewinnen unter der Website des Fluglinie. (Übrigens, dreimal taucht der Schriftzug auf.)

Elbisch am iPad ...

Elbisch am iPad …

... und in der Zeitung.

… und in der Zeitung.

Als Gewinn winkt die Reise nach Neuseeland, ein Besuch bei Weta, Film schauen und noch viel mehr. Ich mach mich bereit für die Reise nach Mittelerde. Koffer, Helm und Schwert sind schon gepackt. Mich kann nichts mehr halten. Wir sehen uns in Mittelerde.

Tritt ein und sage Freund - so war es bei den Hallen von Moria

Tritt ein und sage Freund – so war es bei den Hallen von Moria

Vorfreude auf den kleinen Hobbit: Alles Gute zum Geburtstag J.R.R. Tolkien

3. Januar 2012

J.R.R. Tolkien im Jahre 1916.  Foto: Wikipedia

J.R.R. Tolkien im Jahre 1916. Foto: Wikipedia

Am 3. Januar 1892 erblickte einer meiner Lieblingsautoren J.R.R. Tolkien das Licht der Welt. Seit dem ich ein Jugendlicher den kleine Hobbit in die Finger bekam, begleitete mich die Welt von Mittelerde mein Leben lang. Ich bekam von einem Schulfreund eine zerfledderte Ausgabe der dtv-Taschenbuch-Fassung in die Finger und ich versank in die Welt von Bilbo Beutlin, Gandalf und Thorin Eichenschild. Ich hatte sogar Thorin Eichenschild als Avatar-Name bei unseren analogen Schwarze Auge-Spiele.

Dann kam die Buchtrilogie Herr der Ringe und ein neues Universum tat sich vor meinem geistigen Auge auf. Zuerst hatte ich die grüne Klett-Cotta-Ausgabe, später leistete ich mir verschiedene gebundene Ausgaben des Werkes. Und Neueinsteigern kann ich nur raten, sich die alte Übersetzung von Margret Carroux zu besorgen. Lasst bitte die Finger von der sicherlich moderneren Version von Wolfgang Krege. Sie hat längst nicht die sprachliche Klasse, die Tolkien angestrebt hatte.

Von soviel Tolkien beseelt besuchte ich Ende der siebziger Jahre auch gleich die Verfilmung von Ralph Bakshi. Ich fand sie damals gar nicht so schlecht – heute kann ich nur noch den Kopf schütteln über so viel Pathos. Technisch hatte der Film mit seiner Rotoskopie-Technik einiges zu bieten. Realszenen wurden nachträglich koloriert und überzeichnet. Auch einige Szenen blieben in Erinnerung, doch Bakshi hat sich mit dem Werk übernommen. Einzig der geniale Soundtrack von Leonard Rosenman ziehe ich heute noch hervor – ich habe sogar noch eine Doppel-Picture-Disc auf Vinyl im Keller. Es gab dann noch eine unwichtige Fortsetzung mit Namen The Return of the King, die vom US-TV produziert wurde, aber nicht mal halbwegs an Bakshi heranreicht.

Um Trost bei solchem Schrott zu finden, widmete ich mich dem weiteren literarischen Werk Tolkiens und war vor allem vom Silmarillion begeistert. Während der kleine Hobbit als Kinderbuch auf der Oberfläche des Mittelerde-Universums schwimmt und der Herr der Ringe ein wenig eintaucht, so schafft Das Silmarillion den konsequenten Schritt in eine eigene Welt. Hier hat Tolkien im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaftes geleistet. Aber ich muss zugeben, ich bin an der Grammatik der Elben gescheitert, da ist Tolkien wohl doch ein zu kluger Kopf für mich.

Nach Nachrichten aus Mittelerde und Die Kinder Húrins lese ich heute meinen Kindern die Fabelhafte Geschichten und vor allem die Briefe vom Weihnachtsmann vor.

Ich geb es zu, ich war skeptisch, als ich hörte, dass Mr. Bad Taste Peter Jackson sich an die Verfilmung von Herr der Ringe traute. Aber das ist Hollywood: In Deutschland hätte nie ein Trash-Regisseur wie Jackson mit seinem wunderbaren Gore Brain Dead das Millionenbudget in die Hand bekommen. Ja und mir hat das Resultat der drei Teile von Herr der Ringe gefallen, erst im Kino, dann die Langfassungen auf DVD und Blu ray. Ich habe mich massiv über das Gemurkse der Veröffentlichungspolitik bei Warner aufgeregt und der Gipfel waren noch die fehlerhaften Tonspuren der ersten Version der Blu ray. Und nun kommt am 13. Dezember 2012 der kleine Hobbit in die Kinos. Mein Ring zum Geburtstagskind Tolkien schließt sich damit. Teil 1 wird auf Deutsch: Der kleine Hobbit – eine unerwartete Reise heißen und das gesamte Buch umfassen. Teil 2 mit dem noch englischen Titel The hobbit – there and back again kommt wohl 2013. Die Story von Teil 2 ist noch unbekannt, soll aber eine Art Überleitung zu Herr der Ringe werden.

Elijah Wood und Orlando Bloom sind wieder dabei sowie Gandalf und Elrond werden wieder von Ian McKellen und Hugo Weaving gespielt. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit dem Schatz Gollum alias Andy Serkis.

Gemütlich mit Hobbits und Zwergen.  Foto: New Line Cinema

Gemütlich mit Hobbits und Zwergen. Foto: New Line Cinema

Die Produktion der Hobbit-Filme war ziemlich heftig: Hellboy Guillermo del Toro sollte ursprünglich die Regie führen, warf aber alles hin, so dass Peter „ich trage keine Schuhe“ Jackson wieder auf dem Regiestuhl Platz nahm. In den Videoblog von Jackson lässt sich wieder großartiges VFX erahnen, aber freilich sieht man heute noch nicht fiel. Der Trailer deutet auch mehr an als er wirklich zeigt. Jackson sagt selbst, dass es die Verfilmung eines Kinderbuches sei. Mit Spannung und Dramatik sei zu rechnen, aber der Hobbit ist und bleibt ein Kinderbuch. Ich freu mich schon auf die Trolle und den bösen Drachen Smaug. Und Weta Digital macht wieder fett Effekte bei der 500 Millionen US-Dollar-Produktion.

Also ich freu mich schon und kram bis es soweit ist, mein altes dtv-Taschenbuch vom kleinen Hobbit wieder heraus. Auf jeden Fall heute: Alles Gute zum heutigen Geburtstag lieber J.R.R. Tolkien.