Der jüngste Teil unserer Lego-Familie ist derzeit im Minecraft-Fieber. Und was liegt da eher als Minecraft mit Lego zu verbinden. Bei unserem letzten Besuch im Lego Store Store in den Riem Akaden fanden wir das Lego Modell 21102. Das Minecraft Micro World wurde uns anhand von augmented reality im Shop näher gebracht. Wir mussten die Würfelverpackung vor die Digitalbox aus halten und schon entwickelte sich wie durch Zauberei auf dem Monitor die neuen Minecraft-Welt. Für die Kinder war diese Technologie eine Selbstverständlichkeit. „So sehe ich doch gleich, wie das Modell später aussieht“, sagte K2. Fotos alleine sind zwar ganz schön, aber ein Film beschreibt das Modell dann doch besser.
Die Minecraft Micro World mit seinen 430 Teilen, war im Nuh zusammengebaut und steht jetzt in der Lego-Sammlung. Es handelt sich zumeist um die 1×1 Kacheln. Sehr nett sind dabei die beiden beiliegenden Figuren mit Gesicht: Steve mit blauer Hose und ein böser Creeper. Da der Bausatz aus vier einzelnen Würfeln besteht, lassen sich die Welten unterschiedlich aufbauen und kombinieren. Allerdings muss ich zugeben, dass das Modell aus Lizenzgründen unverschämt teuer ist. Knapp 35 € haben wir für die paar Steine hinlegen müssen, Sammler bezahlen bereits jetzt schon 70 € und mehr dafür.
Beim jüngsten Familieneinkauf im örtlichen Supermarkt fiel mir ein Angebot der Kaffeerösterei Tchibo auf. Das Handelsunternehmen hat derzeit unter dem Motto „rund um die Uhr“ verschiedene Uhren im Angebot. Mich interessierten die Uhren eigentlich nicht – ich warte ja auf die iWatch von Apple. Aber beim Betrachten der Uhren fiel mir ein QR-Code auf. Unter der Frage „Welche Uhr steht Ihnen am besten?“ werden die Kunden aufgefordert den QR-Code zu scannen und die Uhren am Handgelenk anzusehen.
Hab ich natürlich gemacht und ärgere mich, dass ich das Angebot nicht genau gelesen habe. Ich hatte augmented reality-Technik erwartet, aber es stand nicht da „Uhren an meinem Handgelenk“, sondern „Uhren am Handgelenk. Durch augmented reality wäre es möglich, die Uhr an meinem Handgelenk abzubilden.
Obwohl beim Warten kam dann die Aufforderung; „Dazu legen Sie einfach Ihr Smartphone auf Ihr Handgelenk. Durch Wischen gelangen Sie einfach von Uhr zu Uhr.“ Vielleicht doch augmented reality? Ich war sehr gespannt und befolgte die Weisungen auf dem Display. Natürlich schaute mich die anderen Einkäufer am Tchibo mittlerweile doof an. Das Resultat enttäuschte mich, dann doch: Ganz klar kein augmented reality. Es war ein Fake. Die Uhren wurde auf ein Armgelenk abgebildet, aber es war nicht meines.
Dennoch: Diese kleine Aktion zeigt, wie die Zukunft des Einkaufens aussehen könnte und dafür bin ich Tchibo dankbar. Leider war unser Supermarkt im Edgeland und der Aufbau der Seiten dauerte ewig. Die Idee war gut, an der Umsetzung kann noch gearbeitet werden, aber zeigt für mich eine Verbindung von realer Einkaufswelt zur virtuellen Einkaufswelt. Dem QR-Code sei Dank.
Die bayerische Landeshauptstadt München wird in den nächsten Tagen nach der Munich Gaming wieder im Mittelpunkt der Spielebranche stehen. Es gibt gleich zwei interessante Veranstaltungen:
Über das Spannungsfeld „ Kulturgut, Spassfaktor, Suchtpotential? – Computerspiele und Medienkompetenz“ diskutiert ein Expertengremium in der Hanns-Seidel-Stiftung am 5. Mai, 18:30 Uhr. Zur Einstimmung auf das Thema präsentieren bayerische Entwickler und Publisher ab 17:30 Uhr Spiele aus verschiedenen Genres und die Entwickler beantworten Fragen der Besucher. Schon dieser kleine Einblick in die Welt der Games zeigt: Computerspiele eignen sich auch bestens als Lehr- und Lernmittel, für Kleine wie für Große. Mit dem Podium sind Eberhard Sinner, MdL Staatsminister a.D. und Medienpolitischer Sprecher der CSU, Verena Weigand, Referentin für Jugendschutz und Medienpädagogik der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Leiterin der Stabsstelle der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), mein Kollege Michael Krimmer, Fachbuchautor und Betreiber des Blogs „Whats up@PS3“ und Barbara Schardt, Managerin, Cluster audiovisuelle Medien, Ingrid Ritt,Vorsitzende des Landeselternverbandes Bayerischer Realschulen e.V., und meine Wenigkeit Matthias J. Lange, Journalist, Blogger und Social Media-Experte. Die Veranstaltung ist kostenlos und zur Anmeldung geht es hier.
Zur Einstimmung gibt es hier ein nettes Video zur Einführung der Nintendo 3DS, das ich auf der Munich Gaming gemacht habe. Nintendo wird auch bei der HSS mit dabei sein und seine Produkte zum Ausprobieren dabei haben.
Die zweite Veranstaltung widmet sich dem Thema Serious Games. Serious Games finden zunehmend Anwendung im unternehmerischen Alltag, bei der Simulation technologischer Entwicklungsschritte bis hin zur Stratgie-Planung oder für außergewönlichen Messepräsentationen. Die Konferenz „Interactive Solutions & Serious Games. Digitale Anwendungen im Projekt- und Wissensmanagement.“ am 10. Mai macht das breite Anwendungsfeld für Interaktive Lösungen anschaulich.
In Grossbritannien, Frankreich und den Niederlanden werden Serious Games bereits vielfach in Unternehmen eingesetzt, oft vorangetrieben mit nennenswerter staatlicher Förderung. Dagegen herrscht in vielen deutschen Chefetagen noch der Glaubenssatz: „Hier wird nicht gespielt, Lernen muss weh tun!“, und verhindert so die Nutzung von Technologien und Vermittlungsprinzipien aus der Games-Industrie.
Anhand von Best Practice Präsentationen bietet die Tagung einen umfassenden Überblick über Einsatzmöglichkeiten von interaktiven Lösungen in Technologie-Unternehmen, im Gesundheitssektor, im Bereich Mechatronik, sowie zum Einsatz von Augmented Reality in Architektur, Kunst und Messeauftritt. Dass Serious Games Anwendungen keineswegs nur für große Unternehmen taugen, sondern vor allem auch dem Mittelstand enorme Erleichterungen bieten können, machen diese Präsentationen eindrucksvoll deutlich.
Eröffnet und ergänzt werden die Praxisbeispiele durch eine akademische Keynote von Prof. Gudrun Klinker Ph.D., Technische Universität München, durch Ausblicke in die Wissens- und Arbeitswelten der Zukunft von Prof. Dr. Dieter W. Fellner, Fraunhofer Institut IDG Darmstadt, und eine hochkarätige Expertendiskussion. Anmeldungen und weitere Infos hier.
Der WWF begleitet mich journalistisch bereits einige Zeit. So erschien eine Story über Überfischung anhand eines 3D-Delifins in einer meiner ersten 3D-Zeitschriften Creative Live. Das ist lange her, doch der WWF war führend in neuen Techniken.
Jetzt habe ich wieder einen Spot vom WWF entdeckt, der wiederum auf neue Techniken setzt: Augmented Reality. Dieses Mal geht es darum, sibirische Tiger zu vor dem Abschluss zu schützen.
Und der WWF und die Macher von Leo Burnett aus Moskau gehen geschickt vor: Die Kunden eines Modeladens ziehen sich ein T-Shirt an und betrachten sich vor einem Spiegel. Per Augmented Reality wird Blut eingespielt. Drastisch, hart, schonungslos. So erleben die Kunden den Tod eines Tigers. Der Schock sitzt tief. Schauen Sie selbst.
Nachdem Verlage mehr und mehr auf den kostenpflichten Vertrieb ihres Contents über das iPhone setzen, hat jetzt die Beauty-Branche das iPhone für sich entdeckt. Da ich ja in der Friseurbranche dann und wann unterwegs bin, schätze ich den Markt ziemlich groß ein. Vor allem am iPhone sind Applications, die einem beispielsweise erlauben virtuelles Make-up auszuprobieren, bereits sehr erfolgreich. Apps wie MakeUp free oder Celebrity Makeup Looks zeigen, wohin die Reise geht. Hier gibt es Schritt für Schritt-Anleitungen, sich so zu schminken wie Angelina Jolie, Megan Fox oder Miley Cyrus.
Sieben bis zehn Millionen iPhone-Nutzer sollen bereits Beauty-Programme nutzen oder sich zumindest sehr dafür interessieren, berichtet die New York Times. Zwischen 99 Cents und 9 Dollar kosten die meisten Beauty-Apps – die Bandbreite reicht dabei vom virtuellen Make-up über Shopping-Guides bis hin zum Schönheitsfarm-Simulator. Es handle sich um einen absoluten Wachstumsmarkt, so Sunil Verma von der Firma Mobclix. Das Unternehmen hat ein kostenloses PDF mit verschiedenen Fallbeispielen ins Netz gestellt.
Die großen Marken haben die Handy-Software gerade erst für sich entdeckt und werden dem Markt neuen Schub verleihen. Wella, Goldwell oder Schwarzkopf können mit ihren Haarpflegeprodukten da viel bewegen. Neben dem Beauty-Aspekt spielt vor allem die Gesundheit eine große Rolle. Der gesamte Bereich der Gesundheits- und Fitness-Apps habe gewaltiges Potenzial.
Während sich die ersten Programme darauf beschränkten, das eigene Gesicht mit denen von Berühmtheiten zu vergleichen oder Bewertungen von anderen Usern zu bekommen, eröffnen sich durch Neuerungen wie Augmented Reality neue Anwendungsgebiete, wie ein virtueller Rundgang in Kosmetikgeschäften vom eigenen Sofa aus.