Stammtischparolen entgegenwirken durch Infos über Togo

Wie die Leser dieses Blogs wissen, engagierte ich mich ehrenamtlich für die Aktion PiT – Togohilfe Maisach, weil ich es für eine gute Sache halte. Es ist wichtig, den Menschen in Afrika eine Chance auf ein Leben in ihrem Land zu geben. Dazu trägt die Maisacher Togohilfe seit über 35 Jahren bei.
Eine besonders sinnvolle Art der Lobbyarbeit macht dabei die Vorsitzende des Verbandes Margret Kopp. Um das Thema Togo und Afrika immer wieder ins Gespräch zu bringen, diskutierte sie vor kurzem auf dem 48. Andechser Europatag der Paneuropa-Union. Sie zeigte den Anwesenden Hintergründe über das afrikanische Land auf.

Die Vorsitzende der Togohilfe berichtet auf dem 48. Andechser Europatag der Paneuropa-Union über Togo.

Die Vorsitzende der Togohilfe berichtet auf dem 48. Andechser Europatag der Paneuropa-Union über Togo.

Die ehemals deutsche, dann französische Kolonie vereinige auf einem Gebiet, das kleiner als Bayern sei, über 40 Stämme – „echte Völker mit unterschiedlichen Sprachen, Traditionen, Lebensgewohnheiten und Jahresabläufen“. Die zufällig gezogene Linealgrenze trenne die meisten von ihnen von ihrem Stamm im jeweiligen Nachbarland; mit dem Staat Togo könnten sie sich schwer identifizieren. „Auf diese Situation lassen sich europäische Demokratievorstellungen nicht übertragen“, so Margret Kopp. Sie rief daher die Politikwissenschaftler auf, eine dem angepasste Demokratieform zu entwickeln. Ähnlich vielfältig sei die Religionslandschaft, von Katholiken, Protestanten und Sekten über den Islam und Naturreligionen bis zum Vodoo-Kult. Das gestalte das Zusammenleben schwierig, schaffe aber auch Modelle dafür, „wie man miteinander auskommen kann.“
Togo sei sehr arm, es fehle an Bodenschätzen und Wertschöpfung. 80 Prozent der Bevölkerung lebten von ihren Feldern, für Handel gebe es weder Kaufkraft noch Infrastruktur. Ein großes Potential sei jedoch der Kinderreichtum – „50 Prozent sind unter 18! Und wollen was lernen und was machen.“ Eine kleine Schicht von gut ausgebildeten Leuten sei ebenfalls zum Handeln bereit, etwa in Europa perfekt ausgebildete Ärzte, die mit etwas Unterstützung daran arbeiten, auch am Land, wo es keine medizinische Versorgung gibt, Grundvoraussetzungen für ein Gesundheitssystem zu schaffen.
Durch solche Aktionen und Hintergrundgespräche schaffen wir Bewusstsein, wie es in anderen Teilen der Welt zugeht. Ich finde dieses Engagement sehr wichtig, denn durch Information wird Klarheit geschaffen und ich freue mich, dass ich mich in so einem Verein ehrenamtlich engagieren kann, um den Stammtischparolen entgegen zu wirken.

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