Nürburgring: Blick hinter die Kulissen des Porsche-Lagers

Zahlreiche Porsche-Modelle nahmen am 46. Oldtimer Grand Prix teil.

Zahlreiche Porsche-Modelle nahmen am 46. Oldtimer Grand Prix teil.

Für mich war es eine tolle Entdeckungsreise als ich das Fahrerlager auf der 46. AvD Grand Prix am Nürburgring durchstreifte. Zusammen mit meiner Frau schlenderte ich durch die Gassen von Lkws, die das Porsche-Team aufgebaut hatten und ließ mich inspirieren.

Bisher kannte ich die Arbeit der Rennteams nur aus Filmen. Einmal live dabei zu sein, wenn die Rennwägen in Schuss gebracht werden, war für mich eine absolute Bereicherung. Da ich kein ausgesprochener Autofan bin, war das Ganze für mich sehr neu und interessant. 

Auf dem Nürburgring fuhren zahlreiche Porsche-Modelle in verschiedenen Klassen. Ich mag die Form von Porsche und auch nachdem ein guter Freund von mir einen Porsche 928 fährt, dessen Vorbesitzer der legendäre Walter Röhrl war, habe ich eine emotionale Bindung zu Porsche. Auf jeden Fall gingen zahlreiche Porsche-Flitzer an den Start. 

So wird also ein Rennboilde transportiert.

So wird also ein Rennboilde transportiert.

Nach dem Rennen wurden die Fahrzeuge überprüft, gewartet und in Lkws verladen. Die Rennboilden wurden nicht in klassische Autotransporter verladen, sondern hatten spezielle Anhänger. 

Der Eingang zum Porsche Lager. Eine junge Dame begrüßte die Gäste.

Der Eingang zum Porsche Lager. Eine junge Dame begrüßte die Gäste.

Am Eingang des Porsche-Lagers gab es ein Zelt. Hier begrüßte uns eine junge freundliche Dame. Neben mir wurde eine Mutter mit zwei Kindern im Kinderwagen begrüßt. Die Porsche-Mitarbeiterin setzten den Kindern je eine Kappe mit Porsche-Logo auf. Die Kinder waren stolz und zogen sofort die Blicke der anderen Besucher an. An ihren Augen sah man, dass sie überlegten, ob sie auch nach einer Kappe fragen sollten. Gut, dass ich keine Kappen trage – bis auf eine ARRI-Kappe, die ich aus Hollywood von einem Kameramann geschenkt bekam. 

Ich ging weiter zu den verschiedenen Rennteams mit dem Porsche an den Start ging. Bei einem Porsche wurde per Laptop irgendwelche Daten ausgelesen. USB-Kabel angesteckt und Daten gezogen – so einfach ist das also heute. Der Fahrer war inzwischen schon woanders und die Techniker checkten den Wagen. 

Etwas verwundert schaute ich mir den Reifenwechsel beim BWT-Team an. Sie hatten Porsche in Rosa. Ich stelle fest, dass ein rosa Porsche zwar absolut auffällt, aber absolut nicht mein Fall ist. Kollegen sagten mir, dass die rosa Farbe sehr gut bei den Fans ankommt. Naja, mein Geschmack ist anders, aber wie heißt es bei uns: Leben und leben lassen. Also zog ich weiter.

Ich schaute mir die Datenanalyse bei anderen Porsches an, die aufgebockt in ihren Zelten standen. Mechaniker diskutierten irgendein technisches Problem, von dem ich sowieso nichts verstand. Sie verstummten, als sie mich mit meiner Kamera bemerkten. Ich beruhigte sie als ich sagte, ich sei mit meiner Kamera auf der Suche nach Bildern und nicht nach Informationen. Also ging die Diskussion weiter. 

Ein Reifenwechsel im Rennen muss schnell und präzise erfolgen und ich schaute mir die zahlreichen Reifen auf ihren Reifenständern an. Manche Profile waren runtergerockt. Die Regenreifen waren noch unberührt. Es hatte in den vergangenen Tagen keinen Tropfen geregnet. Aber die Teams waren auf alle Wetterbedingungen vorbereitet. 

Auch Rennkleidung muss getrocknet werden.

Auch Rennkleidung muss getrocknet werden.

Als ich eine Abkürzung durch die Lkw-Gassen nahm, konnte ich einen Blick hinter die Kulissen werfen. Ich wusste nicht, ob ich mich einfach durch die Lkw-Reihen schlängeln durfte, ich hab es einfach getan. So stand ich bei einem Masseur, der einen Fahrer durchknete. Ich nickte freundlich zu, verzichtete aber auf Fotos, das war mir zu sehr der Privatbereich der Fahrer. Nett fand ich allerdings, als ein Mitarbeiter dass durchschwitzte Renndress und -Anzüge zum Trocken einem Kühler eines Lkw aufhängte. 

Wie klein heute die Kameras sind, die den Wägen befestigt sind, entdeckte ich am Ende. Ich weiß nicht, ob die Kameras das Rennen für interne Zwecke aufzeichnen, oder ob das Bild für eine Übertragung für die Öffentlichkeit gedacht ist. Sowohl an den der Front als auch am Heck befinden sich kleine Videokameras, die das Renngeschehen aufzeichnen. Technik, die begeistert. 

Wertstoffe werden aussortiert.

Wertstoffe werden aussortiert.

Also für mich war dieser Rundgang durch das Porsche-Lager eine absolute Bereicherung. Als Blogger hatte ich wunderbare Geschichten gefunden. In den nächsten Tagen kommen noch weitere Eindrücke. Was bleibt bei mir hängen? Motorsport ist eine Teamleistung. Der Zuschauer sieht in erster Linie nur Fahrer und Auto, doch nur wenn das Team eines Herstellers gelingt, dann kommt es zu sportlichen Höchstleistungen. Ich hatte zudem den Eindruck, dass eine positive Stimmung im Lager herrscht. Das Team arbeitet Hand in Hand und jeder wird auf seine Art gebraucht. Und toll finde ich, dass Motorsport keine reine Männersache mehr ist. Ich habe viele Frauen als Mechanikerin oder Technikerin gesehen – und das gefällt mir sehr gut. 

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