Musiktipp: Qxygene 3 von Jean-Michel Jarre

40 Jahre nach Oxygene kommt nun Oxygene 3.

40 Jahre nach Oxygene kommt nun Oxygene 3.

Mir war nicht ganz wohl, als ich die CD auspackte und in den Player legte, den Kopfhörer aufsetzte und Play drückte. Nach den ersten Takten, nach den ersten Stücken war ich allerdings versöhnt. 40 Jahre nach dem Erscheinen von Qxygene veröffentlichte Elektronikpionier Jean-Michel Jarre vor kurzem seinen dritten Teil. Nach zwei Alben der jüngsten Zeit, die mir eher durchschnittlich gefallen haben, kommt jetzt Oxygene 3 auf den Markt. Es ist eine solide Weiterentwicklung des Konzepts und das Album macht mir einen riesigen Spaß. Ich vermisse zwar das Blummbern und Zischen der alten Tage, aber Jean-Michel Jarre hat seine Ideen weiterentwickelt und ins 21. Jahrhundert gerettet. Qxygene 3 ist moderner geworden ohne seine Ursrpünge zu verleugnen.

Den ersten Eindruck von Qxygene 3 bekam ich im November bei einem Konzert in Nürnberg. als Jean-Michel Jarre den Track 17 aus dem neuen Album live spielte. Das Konzert und auch die Musik von Qxygene 3 hat mir gefallen, wie ich auch in meinem Blog geschrieben habe.
Nun Oxygene 3 setzt die Tradition der Nummerierung fort. Dieses Mal sind die Stücke Oxygene 14 bis 20 enthalten und zudem ein Continuous Mix. Ich habe mir die Oxygene Trilogy gekauft. Zwar hatte ich das Album von 1976 auf LP und CD, das Album Oxygene 2 finde ich nicht mehr und so war der Kauf der Trilogie beschlossene Sache.
Das neue Album startet unaufgeregt, sphärisch. Als ich die ersten Takte hörte, löste sich die Spannung. Endlich, endlich bringt er mir das, was ich an Jarre mag. Allerdings sind die Melodien des ersten Albums in den 40 Jahren verloren gegangen. Jarre ist mit der Zeit gegangen. Es gibt heute viel mehr Rhythmus und weniger Melodie. Vielleicht hat er sich auch mit den Sequenzer ein paar Mal zu einfach gemacht. Das war bei der Electronica-Tour zu bemerken und ist auch hier zu bemerken. Als Fan der ersten Stunde stört mich das ein wenig, aber es ist wohl der Lauf der Dinge.
Die Begeisterung über die elektronischen Klänge wird Jarre heute nicht mehr auslösen. Was vor 40 Jahren eine Revolution war und zum Gesprächsthema war, provoziert heute keinen mehr. Elektronische Musik ist heute Bestandteil der Musikwelt geworden, aber das sind Tüftler wie Jarre, Schulze, Kraftwerk und Froese zu verdanken. Für mich war die Musik eine Zeitreise. Jarre nahm mich mit auf eine Reise durch meine Gedanken. Was früher Space-Musik war, inspiiert heute meine Gedanken. Als ich den Kopfhörer wieder absetzte, war ich wieder in meinem Musikzimmer. Für die Art der Reise bin ich Jean-Michel Jarre dankbar. Nach Luft schnappen, wie früher einmal, musste ich heute nicht mehr und auch das ist gut so. Oxygene 3 kommt auf mein iPhone und wird eine Zeitlang musikalischer Begleiter auf meinen Reisen sein.

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