Wo liegt jetzt die Wahrheit bei der Berichterstattung in den Massenmedien? Fakt ist dass die türkische Kulturgemeinde in Österreich sich massiv über den Lego Bausatz Jabbas Palast aufgeregt hat. Was war da nicht alles zu lesen über Volksverhetzung, Kulturrassimus und andere schlimme Dinge. Fakt ist auch, dass Lego den Bausatz zum Jahresende 2013 aus dem Programm nehmen will. Ich bloggte über den Vorfall Ende Januar 2013.
Vertreter von Lego haben sich mit Vertretern der Kulturgemeinde getroffen, um den Fall zu diskutieren. Lego teilte mit, dass der Palast ab 2014 nicht mehr im Sortiment sein wird. Es sei, so Lego ein ganz normaler Wechsel des Sortiments. Star Wars-Produkte haben eine Dauer bei Lego zwischen einem und drei Jahren, dann werden sie aus dem Sortiment genommen und vielleicht später wieder in neuer Form aufgelegt. Das war so mit dem Tie Fighter, dem ATAT, den Sternenzerstörern, der Wüstenraupe und auch beim Falken. Der Palast war seit 2012 in überarbeiteter Form im Lego-Programm.
Und was machen die Massenmedien daraus? Lego habe sich dem Druck der Kulturgemeinde gebeugt? Der Stern meint: Ärger um „Jabba’s Palace“: Das Lego-Imperium gibt sich geschlagen. Die Online-Plattform Nordbayern schreibt: Nach Rassismusvorwürfen: Lego reißt Jabbas Palast ab und viele mehr. Focus titelt: „Volksverhetzender“ Lego-Bausatz vor dem Aus. Blödsinn, sage ich. Ich kann diese Übertreibungen der Massenmedien nicht mehr hören bzw. lesen. Lego stellt klar: „A few media have reported that the product is being discontinued due to the mentioned criticism. This is, however, not correct.“
Und natürlich setzt die Kulturgemeinde noch eines oben drauf, in dem sie den Sortimentswechsel kommentiert: „Wir bedanken uns und gratulieren Lego zur Entscheidung, ab 2014 den Lego Star Wars-Bausatz Jabbas Palace nicht mehr zu produzieren und aus dem Produktwerbekatalog zu nehmen.“, so Birol Kilic, Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, so in einer Pressemitteilung. „Bei diesem Lego Spiel ist Jabba ein Bösewicht, der orientalische Wasserpfeife raucht und eine Prinzessin als Bauchtänzerin in Ketten gefangen hält – das hat in den Kinderzimmern nichts verloren.“, so die Generalsekretärin der Türkischen Kulturgemeinde, Melissa Günes. Auch sein Wohnsitz erinnert an die Moschee Hagia Sophia in Istanbul. Zudem ist der Name „Al Jabbar“ im Arabischen mit „der Allmächtige“ zu übersetzen und ist einer der 99 Namen für Allah im Koran. Im Hebräischen wird dieses Wort mit „Lob“ übersetzt, so die Pressemitteilung weiter.
Und was ist mit dem Film? Jabbas Palast ist weiterhin im Film, auf Video, DVD, Blu ray in der Rückkehr der Jedi Ritter zu finden? Geht die Türkischen Kulturgemeinde jetzt auch gegen Disney vor? Auf die Gespräche bin ich gespannt oder war es dann doch nur ein PR-Gag um auf sich aufmerksam zu machen?
Schlagwörter: ATAT, Falken, Focus, Hagia Sophia, Jabbas Palast, Kulturrassimus, Lego Star Wars, Nordbayern, Rückkehr der Jedi-Ritter, Stern, Türkischen Kulturgemeinde, TIE Fighter, Volksverhetzung



13. April 2013 um 9:03 |
LEGO UND DER WAHRE GRUND FÜR DAS AUS DES KULTURRASSISTISCHEN SPIELS JABBAS PALACE ? „LEGO-UNTERNEHMENSSPRECHERIN KATHARINA SASSE BEZWEIFELT, DASS DIE PRODUKTION EINGESTELLT WIRD
http://www.turkischegemeinde.at/index.php?id=329
„Lego-Unternehmenssprecherin Katharina Sasse bezweifelt, dass die Produktion eingestellt wird“ (24.01.2013, Spiegel.de)
Wien (OTS) – Verwirrend waren die bisherigen Erklärungen von LEGO in Bezug auf das Spiel „Jabba’s Palace“, das Ende diesen Jahres vom Markt genommen werden soll. Deswegen stellt Melissa Günes, Generalsekretärin der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, hier die Fakten nochmals dar:
In vielen Interviews im Januar 2013, wie auch am 24.01.2013 auf Spiegel.de, hat sich die LEGO-Sprecherin Katharina Sasse wie folgt geäußert: „Ich bezweifle, dass die Produktion eingestellt wird“. http://www.ots.at/redirect/spiegel1
Auch in der Zeitung „Die Welt“ konnte man am 26. Januar 2013 lesen: „Die Türkische Gemeinde Österreich sieht die eigene Religion durch einen Lego-Bausatz verunglimpft. Der dänische Hersteller will das Spielzeug zwar nicht vom Markt nehmen, sucht aber den Dialog.“ http://www.ots.at/redirect/spiegel
Die Behauptungen der LEGO-Sprecherin, dass die Produktionseinstellung des Kinderspiels „Jabba’s Palace“ Ende 2013 nichts mit den Kritiken und Bedenken der Türkischen KULTURgemeinde zu tun habe, sondern diese Entscheidung bereits im Sommer 2012 (bei der Lancierung; Quelle: ORF ZIB1,3.4.2013, 19:45 ) getroffen worden sei, sieht die Türkische KULTURgemeinde-Generalsekretärin Melissa Günes gelassen, stellt sich jedoch die Frage, warum LEGO als verantwortungsvoller und weltweit agierender Konzern dies dann nicht auch so der Medienöffentlichkeit im Januar 2013 mitgeteilt hat?
Unserer Meinung nach, wurde die Entscheidung, das kulturrassistische und pädagogisch bedenkliche Spiel „Jabba’s Palace“ Ende dieses Jahres aus dem Sortiment zu nehmen von unserer intensiven Kritik entscheidend beeinflusst.
Generalsekretärin Melissa Günes: „Wir wollen zuallererst Frieden in den eigenen vier Wänden haben. Dieser Friede wird durch ein Kriegsspielzeug wie LEGOs „Jabba’s Palace“ empfindlich gefährdet! Friede zu Hause. Friede im Land. Friede in der Welt. Das ist unser Motto! Wir wünschen uns, dass LEGO dazu weltweit seinen Beitrag leistet.“
LEGO bedeutet in dänischer Sprache „Spiel Gut“. Stars Wars bedeutet im Englischen „Krieg der Sterne“, und das kulturrassistische Spielzeug „Jabba’s Palace“ sind in Plastik gegossene Klischees und Vorurteile, die uns kein Gefühl von „Spiel Gut“, sondern eher von “Spiel Böse“ geben.
Verpflichtet der Friedensnobelpreis 2012 für die EU nicht uns und global agierende europäische Firmen wie LEGO, noch stärker im Namen der „Corporate Social Responsability“ auf den Frieden hinzuwirken?
Weitere Informationen unter:
http://www.turkischegemeinde.at/index.php?id=313
http://www.turkischegemeinde.at/index.php