Milliardenmarkt, Innovationstreiber und Kulturgut zugleich – die Games-Branche sieht Deutschland an einem Wendepunkt. Zum Start der gamescom 2026 fordert der Branchenverband mehr politische Unterstützung, um den Standort international konkurrenzfähig zu machen und die Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen. Und ich schreibe dies als Betroffener: Meine Tochter hat Programmierung für Games als Jahrgangsbeste studiert und bekommt keine Chance in diesem Markt zu arbeiten. Alle reden von Nachwuchsförderung, aber die Realität ist eine andere. Gerne kann der Lebenslauf u.a. bei mir angefordert werden

Mit der politischen Erklärung „Lust auf Zukunft: Potenziale von Games nutzen“ richtet der game – Verband der deutschen Games-Branche einen eindringlichen Appell an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Diesen Appell kann ich nur unterstützen. Anlässlich der gamescom 2026 macht der Verband deutlich, dass Deutschland und Europa ihre Chancen im internationalen Wettbewerb nicht verspielen dürfen. Games seien längst weit mehr als Unterhaltung – sie seien ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, Innovationstreiber und wichtiger Bestandteil der digitalen Zukunft. Natürlich fährt die Familie auf die gamescom und wird sich informieren, genießen, Netzwerken und mehr. Ich werde natürlich wieder bei den Retro-Spielen zu finden sein.

Rund sechs von zehn Menschen in Deutschland spielen Computer- oder Videospiele. Weltweit sind es mehr als drei Milliarden. Gleichzeitig erwirtschaftet die Games-Branche jährlich über 200 Milliarden US-Dollar und treibt zahlreiche technologische Entwicklungen voran. Aus Sicht des Verbands macht das Games zu einem entscheidenden Baustein für digitale Souveränität und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.
Game-Geschäftsführer Felix Falk betont, dass die gamescom als weltweit größtes Games-Event eindrucksvoll zeige, welches Potenzial in der Branche steckt. Damit Deutschland künftig eine führende Rolle als Produktionsstandort einnehmen könne, brauche es jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen, weniger bürokratische Hürden und gezielte Investitionen.
Im Mittelpunkt der Erklärung stehen drei zentrale Forderungen. Der Verband spricht sich für eine stärkere Förderung von Games-Studios und Unternehmensgründungen, Investitionen in Infrastruktur und Ausbildung sowie eine erleichterte Fachkräfteeinwanderung aus. Zudem fordert er die Umsetzung der angekündigten steuerlichen Förderung für die Games-Produktion.

Darüber hinaus warnt die Branche vor einer zunehmenden Regulierungsdichte. Bewährte Jugendschutzsysteme wie USK, PEGI und IARC sollten gestärkt werden, anstatt durch zusätzliche Regelungen geschwächt zu werden.
Auch die gesellschaftliche Bedeutung von Games rückt der Verband in den Fokus. Studien deuten darauf hin, dass Spielerinnen und Spieler häufig ein stärkeres Vertrauen in demokratische Prozesse haben und eher zu gesellschaftlichem Engagement motiviert werden können. Aus Sicht des Verbands können Games daher einen wichtigen Beitrag für Demokratie, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten.
Die gamescom 2026 findet vom 26. bis 30. August in Köln statt. Bereits ab dem 24. August beginnt das Fachprogramm mit der Entwicklerkonferenz gamescom dev, bevor am 25. August die Opening Night Live den offiziellen Auftakt für das Publikum bildet.

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