Meine Probleme mit „Die Nacht der reitenden Leichen“

Zum spanischen Horrorfilm „Die Nacht der reitenden Leichen“ habe ich eine gespaltene Meinung. Zum einen finde ich die Idee und das Thema faszinierend innovativ und absolut grandios, zum anderen finde ich die Umsetzung absolut stümperhaft, das ich mich jedes Mal ärgere, wenn ich mir den Film aus dem Jahre 1971 anschaue.

Unter Freunden des Genres genießt der Film einen seltsamen Kultstatus. Diese Einschätzung kann und mag ich nicht teilen. Ein wenig talentierter Regisseur Amando de Ossorio, ein konfuses Drehbuch und Laienschauspieler sorgen dafür, dass ich regelmäßig Puls über die Umsetzung des überaus interessanten Stoffs habe. Der Film zog mehrere Teile nach sich, die aber eine ähnlich schlechte filmische Qualität haben, wie der erste Teil der Reihe. Amando de Ossorio blieb dem Horrorgenre treu, konnte aber keine wertvollen Beiträge zum Genre beisteuern. Ich bin ja wirklich kein Freund von Neuverfilmungen und bevorzuge im Grunde immer das Original, besonderes wenn es um Horror geht. Das war bei Omen, Carrie, Texas Chainsaw Massacre oder King Kong so, aber nicht bei der Nacht der reitenden Leichen. Dieses Vampirthema verdient eine gute Neuverfilmung.

Ich sah den Film vor Jahren auf einem Retro-Festvial und sah in den blutgierigen Templer eine interessante Vampir-Interpretation. Die Idee gefiel mir so gut, dass ich mir sogar ein Aushangfoto kaufte und aufging. Aber es war schon dahin mit der Logik, denn die geblendeten Templer sind nur noch als Skelette vorhanden, können aber seltsamerweise das Blut ihrer Opfer riechen. Der Film heißt im Original auch die Nacht des blinden Schreckens, also nix mit reitenden Leichen. Obwohl diese Szene mit den reitenden Templer sicherlich zu den eindrucksvollsten Szenen des Films gehört.

Mir wurde eine DVD-Box mit den vier Teilen geschenkt, die unglaublich geschnitten war, also Finger weg. Erst später kaufte ich mir in Österreich die ungeschnittene blutige Version auf DVD. Inzwischen ist der Film ja auch auf Bluray herausgekommen und ich warte auf ein entsprechendes Angebot, denn obwohl ich den Film nicht mag, werde ich mir die Bluray irgendwann kaufen.

Bis es soweit ist, habe ich mir die Comic-Ausgabe des Film gekauft. Die Auflage aus dem Hause Weissblech zeigt mir, dass das Thema und der Film weiterhin populär ist und seine Freunde hat. Ich mag den Comic, was vor allem daran liegt, dass ich hier nicht die Laienschauspieler unter einer durchschnittlichen Regie ertragen muss. Und es handelt sich um eine Adaption der spanischen Schnittfassung, die sich in einigen Szenen von der deutschen Filmversion unterscheidet.

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