Lost Place: S-Bahnhof Olympiastadion in München

Normalerweise darf man den Ort eines Lost Place nicht verraten, aber in meinem Fall ist es offensichtlich. Der Platz ist bekannt: Es handelt sich um den S-Bahnhof Olympiastadion in München.

Es ist schon eine seltsame Atmosphäre. Ich hatte hinter dem Bahnhof lange Zeit gearbeitet, aber seinen Betrieb nicht mehr erlebt. Der Bahnhof wurde für die olympischen Spiele 1972 gebaut, um die U-Bahn zu entlasten und 1988 stillgelegt. In bester Münchner Baulage verfällt diese Infrastruktur zum Geisterbahnhof. Abgerissen darf dieses Bauwerk nicht, denn es steht unter Denkmalschutz.

Die Bahnlinie schloss 1858 einstmals Landshut an die bayerische Landeshauptstadt an. Dann gab es eine andere Trassenführung und erst 1972 wurde der neu errichtete Bahnhof zu den Olympischen Spielen angefahren. Anschließend wurde die Strecke nur bei speziellen Fußballspielen und Veranstaltungen wie der Katholikentag 1984 im Olympiastadion aktiviert.

Am 8. Juli 1988 wurde der Bahnhof geschlossen, nachdem Kinder bei Berühren der Hochspannungsleitung gestorben waren. Seitdem verfällt der Bahnhof. Das Gelände ist zu weiten Teilen mit Bauzäumen formal abgesperrt. Bei meinem Besuch standen die Zäume weit offen und ich schaute kurz zu diesem Lost Place. Am Eindrucksvollsten waren für mich die Gleise samt Vegetation, die mich an ein Videospiel oder einen Endzeitfilm erinnerten.

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2 Antworten to “Lost Place: S-Bahnhof Olympiastadion in München”

  1. Susanne Says:

    Schon seltsam, wenn etwas nicht abgerissen werden darf, weil es unter Denkmalschutz steht, aber man es dennoch verfallen lassen darf. Sozusagen Abriss auf Raten. Wenn schon Denkmalschutz, dann bitte auch so erhalten, dass es ein Denkmal ist und bleibt.

  2. mannisfotobude Says:

    War selbst schon dort !

    https://mannisfotobude.wordpress.com/2020/07/22/muenchen-verlassener-bahnhof/

    toller Ort

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