Das Grab von Carl Spitzweg auf dem Alten Südlichen Friedhof, München

Friedhöfe sind schon interessante Orte. Auf Schritt und Tritt begegnet einem die Vergänglichkeit. Friedhöfe sind ein Ort der Ruhe, ein Ort des Nachdenkens, ein Ort der Erinnerung und für manche auch ein Ort des Sportes, wenn ein Jogger samt AirPods an einem vorbei läuft.

Als ich den Alten Südlichen Friedhof in München betrat, staunte ich nicht schlecht über die gewaltigen Grabmäler der Vergangenheit. Eindrucksvolle Statuten der Erinnerung, Büsten der Verstorbenen, Engel und Sarkophage – und oft ein Hauch der Vergänglichkeit. Manche der Gräber werden offentsichtlich nicht mehr gepflegt, vielleicht weil die Nachkommen auch schon nicht mehr leben. Heute wird auf dem Südfriedhof niemand mehr begraben.

Ich betrat den denkmalgeschützten Alten Südfriedhof bei Tauwetter. Der Schnee der vergangenen Tage schmolz und schuf eine interessante Atmosphäre auf dem ältesten Zentralfriedhof in München. Wenn es nicht so kalt ist, dann komme ich wieder um einen Überblick über Personen aus der Münchner Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts zu erhalten. Zwischen 1788 und 1886 war er die einzige Begräbnisstätte Münchens. Das knapp 7 Hektar große Gelände beherbergt 18000 Gräber. Hier sind viele berühmte Münchner begraben. Im Frühjahr werde ich mich auf eine Fotosafari machen und Gräber fotografieren, wenn das Grün erwacht.

Das Grab von Carl Spitzweg nahm ich näher in Augenschein. Das Grab des Malers Carl Spitzweg ist in München im Südfriedhof zu finden. Franz Carl Spitzweg (veraltet auch: Karl Spitzweg; * 5. Februar 1808 in München; † 23. September 1885 ebenda) war ein deutscher Maler und Zeichner der Spätromantik und des Biedermeiers. Kurz nach dem Tod seines jüngeren Bruders starb Carl Spitzweg am 23. September 1885 im Alter von 77 Jahren an einem Schlaganfall, man fand ihn zurückgelehnt in seinem Stuhl in seiner Münchner Wohnung. In München wurde er auch begraben. Die Grabstätte von Spitzweg befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 5 – Reihe 17 – Platz 10/11). Der Grabstein symbolisiert eine Apothekerflasche. Es ist ein Ersatz für den nicht mehr vorhandenen Originalgrabstein. Die GPS-Koordinaten sind 48.129361°, 11.566056°

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