Filmtipp: Halloween III zu Halloween

Bei uns im Dorf macht der örtliche Künstler eine Halloween-Aufführung.

Bei uns im Dorf macht der örtliche Künstler eine Halloween-Aufführung.

Zu Halloween gehört ein Gruselfilm einfach dazu. Ich hab nicht zu Hause und kann daher auf mein Filmarchiv nur bedingt zugreifen. Zu Halloween habe ich mir einen unterschätzen Film herausgesucht, der komplett gefloppt ist: Halloween 3 – ich hab ihn damals im Kino als Halloween – Die Nacht der Entscheidung gesehen.
Ich war total enttäuscht, weil mir der Film suggeriert hatte, in der Tradition von Michael Michi Meyers zu sehen. Nix da. Es ist eine komplett neue Geschichte, die nichts mit den Splitterfilmen von John Carpenter zu tun hat. Michael Meyers starb ja vorerst im Teil II. Jahrelang verdammte ich den Film Halloween III, weil ich damals so getäuscht wurde und sauer war.
Der Film kam 2014 wieder auf den DVD-Markt und ich kaufte mir die Silberscheibe trotz meines Zorns von damals. Vielleicht werde ich altersweise, aber ganz so schlecht, ist Halloween III dann doch nicht. Großes Kino ist der Film allerdings auch nicht. Im Grunde ist es lockeres Popcorn-Kino. Der Inhalt: Die böse Firma „Silver Shamrock“ stellt Halloween-Masken her, die an Halloween den Maskenträger töten. Der Tötungsbefehl wird über einen TV-Werbespot aktiviert – so eine Art Schläfer in Maskenform. Der Held bekämpft „Silver Shamrock“, scheitert aber am Ende und das Massaker nimmt seinen Lauf (was der Zuschauer allerdings nicht mehr sieht).
Beim Wiedersehen ging mir als erstes der schräge Halloween 3 Soundtrack von John Carpenter und Alan Howarth ins Ohr. Der schreckliche Werbesingle bleibt im Gehörgang und nistet sich dort ein. Anders als die stimmungsvollen Vorgängersoundtracks von Carpenter ist Halloween 3 eher eine Experimentaltour von Tönen und Klängen, eben sehr schräg.
Die Filmhandlung war eigentlich eine nette Idee. Jedes Jahr wollte Carpenter einen eigenen, abgeschlossenen Halloween-Film ins Kino bringen. Die Idee scheiterte – und ab Halloween IV gingen die Produzenten zum Slasher-Konzept zurück. Michi kam wieder und die Story ging den Bach runter. Es gab später mal interessante Halloween-Variationen wie Halloween H20 und vor allem die beiden harten Rob Zombie-Filme, die es ungeschnitten wirklich in sich haben.
Regie bei Halloween 3 führte der Carpenter-Kumpel Tommy Lee Wallace, der schon den zweiten Teil ablieferte. Doch keiner wollte damals diese Version von Halloween sehen – ich auch nicht. Aber man sollte den Film eine Chance geben und den Michael Meyers endlich aus dem Kopf verbannen. Der Mann mit der weißen Maske kommt in Halloween III nur einmal kurz im Fernsehen vor. Ich habe lange gebraucht, mich mit diesem Film anzufreunden und er wird sicherlich das Horror-Genre nicht verändern. Aber es ist solide Hausmannskost und eine nette Abwechslung am Halloween-Abend. Atmosphäre hat er – wer allerdings auf Blut und Terror steht, der sollte die Halloween-Filme von Rob Zombie wählen, eine blutige Wahl.
Ich habe noch ein paar Eindrücke vom Verkauf von Halloween-Material in München als Stimmung angefügt. Bei uns im Dort veranstaltet der örtliche Künstler eine Halloween-Aufführung und schade, dass ich nicht dabei sein kann. Aber meine Familie geht hin und ich hoffe, sie nutzen ihre Smartphones nicht nur zum Telefonieren.

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