Filmtipp Zero Dark Thirty zum 15. Jahrestag vom 11. September 2001

Zero Dark Thirty zeigt die Jagd auf Bin Laden, der für den 11. September verantwortlich ist.

Zero Dark Thirtyzeigt die Jagd auf Bin Laden, der für den 11. September verantwortlich ist.

Heute jährt sich der 11. September 2001 zum 15. Mal. Es war ein schreckliches Erlebnis – ein Erlebnis, das meine Generation nicht vergessen wird. Ich habe öfters an diesem Jahrestag zu dem Themenkomplex gebloggt und so auch heute wieder.
Als Erinnerung an diesem tragischen Tag habe ich mir den US-Spielfilm Zero Dark Thirty angesehen. Es ist ein Spielfilm über die Jagd auf den Al-Qaida-Chef Bin Laden. Ich muss zugeben, dass ich über die Soundtrack von Alexandre Desplat zu diesem Film gekommen bin. Beim ersten Ansehen war ich über die Kühle dieses Films fasziniert. Es wird die Geschichte der jungen CIA-Agentin Maya und ihrer Jagd auf Al-Qaida-Führer Osama bin Laden erzählt. Der Film zeigt die Rückschläge und die Ausdauer der Agentin, die schließlich zum Aufspüren des Kopfes hinter dem 11. September steckte. Mich hat der Film fasziniert und abgeschreckt. Abgeschreckt, weil er die Foltermethoden der USA drastisch darstellt. Der Einsatz von Waterboarding, um Informationen aus den Gefangenen herauszupressen – wie wird das gesehen?. Und wie Reaktion der US-Folterer nachdem US-Präsident Obama die Folter einstellen ließ. Der Film spricht das Dilemma der CIA an. Darf der Mensch foltern, um wichtige Informationen aus Terroristen oder Verdächtigen herauszupressen?
Was mir an Zero Dark Thirty auch gefallen hat, dass diese US-Produktion ohne den üblichen Pathos daherkommt. Der Showdown ist spannend, aber nüchtern. Natürlich ist es eine Hollywood-Unterhaltungsproduktion, aber Regisseurin Kathryn Bigelow geht vorsichtig mit dem Thema in den 151 minütigen Film Zero Dark Thirty um. Die Themen 11. September und die Folgen werden aus meiner Sichtweise hervorragend umgesetzt. Die Darsteller, allen voran Jessica Chastain als Agentin Maya, passen und agieren umsichtig. Der Film fällt kein Urteil und überlässt dies den Zuschauer. Und das ist ungewöhnlich. Normalerweise wird bei diesem Thema der Zuseher gelenkt und bekommt eine Meinung aufgedrückt. Das ist bei Zero Dark Thirty kaum der Fall, von Kleinigkeiten abgesehen.

Bin Laden wird nur angedeutet.

Bin Laden wird nur angedeutet.

Der Film ist dramaturgisch hervorragend inszeniert, baut leise Spannung auf und obwohl man das Ende des Films eigentlich kennt, habe ich als Zuschauer mitgefiebert. Sehr gut fand ich auch die Tatsache, dass der Körper von Bin Laden nur angedeutet wird. Die Kamera hält nicht drauf, sondern spielt mit Licht und Schatten. Und immer wieder muss ich an den Schrecken des 11. Septembers 2001 denken. Unsere Welt hat sich geändert.

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