Hingehen und niederknien: David Bowie Ausstellung in Berlin

Wunderbares Plakat zur David Bowie Ausstellung in Berlin.

Wunderbares Plakat zur David Bowie Ausstellung in Berlin.

Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte sich sputen. In wenigen Tagen am 24. August endet im Berliner Martin Gropius-Bau die David Bowie-Ausstellung. Es ist gewaltig, was die Kuratoren hier über das Phänomen David Bowie zusammengetragen haben. Und es sollte nicht nur Musikfans interessieren, denn Bowie war nicht nur Musikant, sondern auch Performer, Schauspieler und noch viel, viel mehr. David Bowie ist ein Gesamtkunstwerk und prägte seine Zeit durch seine Kunst.
Die Ausstellung startete in London und kam dann nach Berlin. Das Londoner Victoria & Albert Museum zeigte 2013 die weltweit erste Retrospektive über David Bowie mit über 300 Ausstellungsstücken, Handschriften, Kostümen, Filmen und Instrumenten aus dem privaten Archiv des Künstlers. Unvergessen sind die überbordenden Shows des „singenden Warhol“, seine Verkörperung von Ziggy Stardust, Major Tom, Aladdin Sane oder dem Thin White Duke. Aber auch die Kunstfigur David Bowie selbst, seine kreative Arbeit und sein gigantischer Einfluss auf die Avantgarde in Kunst und Musik des 20. Jahrhunderts werden zugänglich gemacht und in einem neuen Licht gezeigt.


In der Ausstellung wird vor allem auf die frühen Schaffensphasen des Briten eingegangen – und natürlich bekommt die dunkle Berliner Phase einen eigenen Raum in Berlin. Für zwei Stunden kann der Besucher in eine fantastische Welt des Kreativen und Provokanten eintauchen. Aber leider reichen die vorgegebenen zwei Stunden nicht aus, so dass der Besucher zwei-, dreimal die Ausstellung besucht (und bezahlt). Wichtig: Die Tickets vorher online kaufen. Das Kontingent ist beschränkt.
Was müssen das für interessante Zeiten gewesen sein, als Bowie mit den Geschlechter spielte. Das androgyne Sternenkind – ist es Mann oder Frau? Für Kulturkritiker in den siebziger Jahren waren die Auftritte als Ziggy Stardurst die reinste Provokation. Heute hat sich die Aufregung gelegt und gibt den Blick frei, welch wunderbarerer Künstler Bowie eigentlich war und ist.
Der Kauf des Katalogs, erschienen bei Knesebeck lohnt sich auf alle Fälle. Über ihn werde ich separat schreiben.

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