Social Media als Sicherheitsrisiko im Unternehmen

Die Nutzung Sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Flickr gehört für viele Nutzer zum Alltag. Unternehmen stellen sich daher zwei große Fragen: Welche Sicherheitsprobleme ergeben sich, wenn zum Beispiel die Nutzung von Facebook am Arbeitsplatz zugelassen wird und wie beeinflusst es die Produktivität der Mitarbeiter? In einer weltweiten Umfrage von Kaspersky Lab gibt jede zweite Firma (50,2 Prozent) an, dass sie Soziale Netzwerke blockiert. Dies bedeutet Rang drei der gesperrten Dienste, hinter Online-Games (58,7 Prozent) und Filesharing (53,6 Prozent).

Deutsche Unternehmen sind hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeit Sozialer Netzwerke etwas großzügiger. Hierzulande stehen Facebook und Co. bei 40,2 Prozent der befragten Organisationen auf der Verbotsliste. Damit belegen Soziale Netzwerke den vierten Rang blockierter Dienste. Denn die Nutzung von Online-Games (52,3 Prozent) Filesharing (47,7 Prozent) und Video-Streaming- beziehungsweise Internet-TV (46,2 Prozent) sind in deutschen Unternehmen in höherem Maße untersagt.

Ich kann mich noch erinnern, als E-Mail in Unternehmen eingeführt wurde. Nur Abteilungsleiter hatten einen E-Mail-Anschluss. Es könne ja nicht sein, dass jeder Mitarbeiter Informationen nach außen geben könne. Zudem dürfe es nicht sein, dass jeder E-Mail empfangen darf, um sich ggf. Viren einzufangen. Diese Zeiten liegen gar nicht lange zurück. Heute haben alle Mitarbeiter ein Telefon und einen E-Mail-Account und die Unternehmen sind nicht untergegangen.

Mit Facebook könnten die Mitarbeiter Botschafter für ihr Unternehmen sein, wenn die Chefs die Chance von sozialen Netzwerken erkannt hätten. Hier ringen IT-Abteilungen den Interessen des Marketings. Ich bin gespannt, wie es ausgeht.

Hauptmotivation für die Blockade von Facebook & Co. ist, dass die Unternehmen Angst vor Sicherheitsrisiken haben. Etwa jedes dritte (rund 32 Prozent) von Kaspersky Lab befragte Unternehmen – sowohl international als auch in Deutschland – zählt Soziale Netzwerke zu den drei größten IT-Sicherheitsrisiken. Nur Filesharing wird als Bedrohung noch gefährlicher eingeschätzt (45,0 Prozent weltweit und 38,2 Prozent in Deutschland).

Sperren allein sind allerdings kein adäquates Mittel, um das Sicherheitsrisiko ‚Soziale Netzwerke‘ zu minimieren.

 

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