Das Metaversum kommt – ein bisschen

Als SF-Fan seit früher Jugend beschäftige ich mich gerne mit Zukunftsfantasien. Und ich freue mich, wenn Ideen aus Bücher oder Filmen Realität werden, denn wie sagte schon Isaac Asimov: „Es waren die Utopisten, die die Welt voranbringen.“ Eine dieser Ideen, die mir seit der Lektüre von Neal Stephensons Buch Snow Crash gefallen haben, war das Metaverse.
Nachdem Mark Zuckerberg seinen Konzern in Meta umtaufte, nachdem die großen Player wie Google oder Apple massiv an VR- und AR-Brillen arbeiten, Meta die Oculus und Mircosoft die Hololens hat, scheint das Metaverse Zug um Zug Realität zu werden. Sony-Designer Yujin Morisawa stellte gerade das Design seiner VR-Brille PSVR 2 für die PS5 vor, die ich immer noch nicht erwerben konnte.

VR-Headset PSVR 2 und dessen Designer.

In Seminaren spreche ich über das Phänomen und ich bin einer hervorragenden Facebook-Gruppe Die deutsche Meta / Oculus Quest Familie beigetreten, um Infos aus erster Hand zu bekommen.
Was früher eine Sache von Insider war, die Pionieren wie Jaron Lanier folgten, ist es heute ein klarer Trend, sie jetzt auch der Branchenverband Bitcom feststelle.

Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.
Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.

Berufliche Meetings in der virtuellen Realität statt klassisch per Videokonferenz planen. Kleidung in digitalen 3D-Ladengeschäften anprobieren, statt im herkömmlichen Online-Shop auf Verdacht zwei Größen bestellen. Virtuelle Zeitreisen 150 Millionen Jahre in die Vergangenheit unternehmen, um zwischen gigantischen Brachiosauriern umher zu spazieren. So könnte die Zukunft des Internets aussehen, das sogenannte Metaversum. Es existiert bereits in ersten Ansätzen und ist ein gemeinsamer virtueller Raum, der das heutige Internet erweitert und durch den sich die Nutzer etwa mit Avataren bewegen können.

Bei den Menschen in Deutschland kommt das Thema mittlerweile an: Bereits jeder und jede Sechste (17 Prozent) hat vom Metaversum gehört oder gelesen. 9 Prozent wissen dabei allerdings nicht genau, was es ist. 5 Prozent wissen in etwa, was es bedeutet. Und 3 Prozent könnten nach eigenen Angaben bereits gut erklären, was man darunter versteht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, die im Januar 2022 durchgeführt wurde. Demnach sagen auch 74 Prozent, sie hätten bislang noch nie vom Metaversum bzw. Metaverse gelesen oder gehört. „Das Metaversum ist eine der spannendsten Visionen unserer Zeit“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Schon heute stellen erste Firmen ihre Produkte im Metaversum vor und virtuelle Grundstücke wechseln dort für Millionenbeträge den Eigentümer.“ Beim Metaversum soll die bisherige Trennung zwischen realer Welt und virtueller Welt aufgehoben werden. In einem ersten Schritt geschieht dies bereits in Browser-Anwendungen oder mit Virtual-Reality-Brillen, künftig voraussichtlich auch verstärkt per erweiterter Realität (Augmented Reality) und durch digitale Zwillinge. In meinem wöchentlichen Newsletter berichte ich unter anderem über das Metaverse und die Klickzahlen zeigen, das Thema kommt an.

Ein Drittel der Deutschen ist grundsätzlich neugierig auf das Metaversum. Nach einer kurzen Erläuterung zum Thema im Zuge der Befragung gaben 34 Prozent an, das Konzept grundsätzlich spannend zu finden. 37 Prozent würden eine Virtual-Reality-Brille verwenden, um in das Metaversum einzutauchen, ein Viertel (24 Prozent) denkt, dass sich künftig weite Teile des privaten und beruflichen Lebens dort abspielen werden. Und ein Fünftel (19 Prozent) glaubt auch, dass das Metaversum Menschen näher zusammenbringt. Gleichwohl ist für die breite Mehrheit der Bevölkerung (81 Prozent) das Metaversum noch weit entfernte Zukunftsmusik. 42 Prozent halten es für einen Hype, der bald vorbei sein wird. „Auch, wenn noch viele Fragen offen sind: Das Metaversum hat das Potenzial, das Internet, wie wir es heute kennen, fundamental zu verändern“, betont Bitkom-Präsident Berg. „Und es kann große Chancen für die Gesellschaft und auch für die Wirtschaft mit sich bringen. Auf jeden Fall ist es eine Gestaltungsaufgabe.“

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