Musiktipp: Who Can I Be Now? von David Bowie

Teil 2 der David Bowie Werkschau

Teil 2 der David Bowie Werkschau

Mann oh Mann, was war dieser David Bowie doch für ein musikalisches Genie. Ich habe das ganze Wochenende die neue Box Who Can I Be Now? gehört, die vergangenen Freitag erschienen ist. Obwohl ich einiges des veröffentlichten Materials schon kannte, ist diese Box etwas für verwöhnte Ohren – ein musikalischer Leckerbissen. Es handelt sich um die David Bowie-Alben der Jahre 1974 bis 1976. Insgesamt zwölf CDs sind in der Box samt umfangreichen Booklet enthalten. Wie leider bekannt ist, verstarb David Bowie am 10. Januar 2016 an Krebs. Nach der ersten Box Five Years nun die Nachfolge-Box. Dieses Mal sind in der Retrospektive weniger die großen Überraschungen dabei, dafür alternative Mixes. Es ist eigentlich ein Wunder, dass Bowie die Jahre 1974 bis 1976 überlebte, warf er doch alles ein, was er in die Finger bekam. Die Musik dieser Jahre möchte ich als Transformation bezeichnen. Der Brite wollte den Amerikanern gefallen. Bowie löste sich vom Glam mit „Diamond Dogs“ und marschierte zum Soul von der inspirierenden Alben „Young Americans“ und „Station To Station“. Leider gibt es in der Box nicht die zahlreichen kreativen Zusammenarbeiten dieser Zeit, die als Bootleg existieren. Das soll aber nicht täuschen: Die Musik ist absolut der Hammer.

Als erstes habe ich aus der Box das beworbene Album „The Gouster“ gehört. Es ist eine Neuveröffentlichungen. Aber im Grunde ist eine Frühversion von „Young Americans“ und damit aus musikhistorischen Gründen sehr interessant. Eine Offenbarung ist es leider nicht, denn „Young Americans“ war für mich deutlich gereifter. Es ist schön „The Gouster“ zu hören, aber mehr auch nicht. „Gouster war mir ein völlig unbekannter Begriff, aber David kannte ihn als eine Art Dress Code, den afroamerikanische Teenager in den 60ern in Chicago befolgten“, schreibt der Produzent Tony Visconti den Titel „Im Zusammenhang mit dem Album bedeutet es aber eine Art Haltung, eine stolze und moderne Haltung.“ Gut, dass wir das auch wissen.

Also Inhalt dieser Werkschau Who Can I Be Now? ist: Zunächst die drei Studioalben „Diamond Dogs“, „Young Americans“ und „Station to Station“. Außerdem dabei die Konzertmitschnitte „David Live“ und „Live Nassau Coliseum 76″, auch in alternativen Mixen. Für Fans sind die zwei Bonus-Alben.“Re: Call 2“, eine Sammlung mit Single-B-Seiten und Mixen („Diamond Dogs (Australian Single Edit)“ etc.) und natürlich „The Gouster“. abgerundet wird alles durch ein feines Begleitbuch.

Nun warten wir Fans auf die dritte Box – und ich bin persönlich sehr gespannt auf die Berliner Phase und hoffe auf neues Material.

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