Erstes persönliches Fazit zur #rpTEN

Volle Vorträge und keine Sitzplätze mehr - hier bei #Schichtwechsel von Microsoft.

Volle Vorträge und keine Sitzplätze mehr – hier bei #Schichtwechsel von Microsoft.

Ich will ganz ehrlich sein: Eigentlich bin ich von der diesjährigen re:publica #rpTEN enttäuscht. Aber der Grund liegt ganz auf meiner Seite. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich Vorträge anhören oder netzwerken wollte. Beides zusammen ging nur begingt und das ärgert mich.
Meine Kritik an der #rpTEN ist der Erfolg der Veranstaltung. Laut Veranstalter haben rund 8000 Interessierte die Eintrittskarten gekauft. Aber die Location hat keine 8000 Besucher vertragen. Die meisten interessanten Vorträge war voll, übervoll. Wenn man in die Vortragsräume kam, konnte man auf dem Boden sitzen. Meist würde ich aber an der Tür wegen Überfüllung abgewiesen. Das ärgert mich. Also änderte ich meine Taktik. Ich besuchte die Session vor meiner eigentlichen Session, damit ich beim Referentenwechsel noch einen Platz bekomme. Aber das ist Zeit- und Ressourcenverschwendung, denn das Netzwerken bleibt so auf der Strecke. Das will ich nicht, denn gerade das Netzwerken macht diese Veranstaltung aus. Selten habe ich so viele Kollegen auf einen Haufen zusammen und sehe sie nicht nur virtuell.


Also werde ich für die #rp17 mein Vorgehen ändern. Ich suche mit zwei, drei Vorträge am Tag heraus, schaue mir den Rest auf Videoplattformen an oder höre die Audiomitschnitte ab. Und der der Zeit nutze ich für das gesellige Beisammensein, was nicht nur Spaß bedeutet. Ich habe dann mehr Zeit für die Ausstellungen und die Stände.
Interessant war das erweiterte Konzept der #rpTEN. Es gab mehr Erholungsflächen – er:LAX. Im hinteren Bereich gab es eine Chill-Fläche mit Liegen und Matratzen. Das bedeutete, dass der Affenhügel im vorderen Bereich der Messe verkleinert wurde. Es gab also keinen zentralen Ort zum Treffen, was der ganzen Sache nicht gut tat. Wen treffe ich wo? Es kam zu größerer Grüppchenbildung und Aufspaltung.


Auch ein Kritikpunkt: Ich habe gefühlsmäßig die Jugend vermisst. Im vergangenen Jahr als LeFloid und andere YouTube-Stars Vorträge hielten, kam ein jüngeres Publikum auf die re:publica. Diese jungen Menschen haben gefehlt. Das Publikum wurde älter, vielleicht professioneller, aber der wilde Charme geht verloren. Es reicht nicht nur Chucks und T-Shirt anzuhaben, um sich jugendlich zu fühlen. Aber diese jungen Gedanken haben die re:publica in der Vergangenheit ausgemacht. Es ist alles professioneller geworden. Ich mochte die Into The Wild Atmo der Vergangenheit mit hängenden Bannern, die einen Wald simulieren sollten. Dieses Jahr war die CI der Veranstaltung durchgängig. Es gab Spiegel TEN – NET, die überall hingen und aufgestellt waren. Sogar die Badges waren verspiegelt. Das wirkte professioneller, aber auch steriler.


Ob ich zu einer #rp17 fahre? Ja, ganz bestimmt, aber ich werde meine Einstellung ändern und mich anders auf die Veranstaltung vorbereiten. Wenn das alles bisher zu negativ war, dem möchte ich dennoch sagen: Die re:publica ist zehn Jahre alt geworden und immer noch das Zentrum der Community. Auf die nächsten zehn Jahre.

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2 Antworten to “Erstes persönliches Fazit zur #rpTEN”

  1. Jay F Kay Says:

    Mache ich schon lange so, die meisten Vorträge schaue ich mir auf YouTube an und die restliche Zeit nutze ich zum Netzwerken. Das hat unter anderem den Vorteile, dass man bei Bedarf vorspulen kann 😉

  2. DoSchu Says:

    Es wäre cool gewesen, wenn die vielen VR Installationen einen unmittelbaren Nutzen geliefert hätten: Live-Streams in die Brillen! 😎

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