Die bayerische CSU hat den iPod als Werbeträger für sich entdeckt und einen eigenen CSU iPod shuffle herausgebracht. Auf der Facebook-Seite der Generalsekretärin Dorothee Bär wurde am Samstag ein Foto von einem CSU-gebrandeten iPod Shuffle verbreitet. Natürlich kam nur das blaue Modell in Frage.
Scheinbar ist es eine Mitgliederwerbekampagne aus dem vergangenen Jahr. Auf der Website der Partei heißt es: „Gib mir fünf! lautet das Motto unserer Mitgliederwerbekampagne. Gib mir fünf! ist das, was jetzt zählt. Unsere Idee: Jeder Ortsverband wirbt fünf Mitglieder. Jedes neue Mitglied zählt.“ Als Belohnung gibt es dann den speziellen CSU-Shuffle. Die Aktion findet ihre Befürworter. Zumindest die Antworten auf der Facebook-Seite waren positiv. Die SPD oder Linke können ja die SE von iPod in Rot nehmen.
Mich erinnert das Motto mehr an die Deutsche Post bei der Umstellung der Postleitzahlen am 01.07.1993 mit Rolf: Fünf ist Trümpf.
Herr der Ringe auf Blu ray - bisher nur die Kinoversion.
Grundsätzlich versuche ich in meinem Blog positive Aspekte meines digitalen Nomadenlebens zu präsentieren. Doch ab und zu muss ich mich aufregen und zwar richtig: Mit der Veröffentlichung der Spielfilmtrilogie von der Herr der Ringe am 6. April ist es wieder soweit.
Ohne Zweifel ist das Werk von Peter Jackson ein wichtiger Beitrag zur Filmgeschichte. Als Fan von Tolkien stand ich skeptisch der Verfilmung meiner Buchhelden aus dem Auenland gegenüber, aber Jackson und sein Weta-Team haben großartiges geleistet. Wäre da nicht der Verleih von Warner.
Als der Film auf DVD herauskam, kaufte ich mir die Trilogie und als die verlängerte Sammleredition später veröffentlicht wurde, kaufte ich auch sie. Und jetzt kommt die Blu ray-Fassung. Die technischen Daten wie Bildqualität und Audio überzeugen, die Veröffentlichungspolitik von Warner dagegen überhaupt nicht. Es handelt sich schlichtweg um die Kinofilme, nicht um die Langfassungen. Und bei der Box-Version hat Warner gleich nochmal gespart. Es gibt die drei Spielfilme auf Blu ray, Die Special Features befinden sich auf drei DVDs, also genau das Material, dass ich bereits in den DVD-Fassungen der Boxen zu hause habe.
Dieses Mal kaufe ich die Spielfilmtrilogie auf Blu ray nicht und hoffe, dass Warner und New Line Cinema auf ihrem Material sitzen bleiben. So geht man mit Filmfans und zahlenden Kunden nicht um. Wenn am 6. April die Box in die Läden kommt, soll sie dort verstauben. Wie gesagt, dass ist keine Kritik an den Filmen, sondern ausschließlich ein Kopfschütteln über die Veröffentlichungspolitik des Verleihs. Wer die Rezensionen in den Plattformen wie Amazon und Co betrachtet, erkennt dass die Konsumenten sich organisieren und meine Ablehnung des Produkts kein Einzelfall ist. Der Verleih vergeht sich an diesem Kulturgut und hat rein finanzielle Interessen im Auge. Gewinn und Umsatz sind eine gute Sache, doch dieses Mal seid ihr zu weit gegangen und begeht einen elementaren Fehler: Ihr ignoriert den Markt und beleidigt den Kunden. Das wird im Fall von Herr der Ringe Folgen haben. Das wird ein Lehrstück über verfehlte Produkt- und Kundenpolitik, das ich gerne in meinen Vorlesungen und Seminaren präsentieren werde. Da wird auch Krisen-PR nichts nutzen. Die Filmfans strafen euch ab. Die Marke Herr der Ringe wird Schaden nehmen, die Marke Warner hat bereits Schaden genommen, egal ob es sich um Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie (6 Discs) [Blu-ray] oder um Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie (6 Discs, Wende-Steelbooks im Sammelschuber – exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] handelt
Die Blu rays bieten den Platz für beide Fassungen – Kino und Extended und so eine Markenpolitik muss von Kundenseite bestraft werden. Warner wird wohl warten bis der kleine Hobbit in die Kinos läuft und dann die SEE auf Blu ray nachschieben. Bis dahin schau ich mir meinen Herr der Ringe auf DVD an. Ich kann warten. Ihr auch?
Update (März 2011) Und as Warten hat ein Ende: Auf der Amazon-Website ist ein Bild von „The Lord of the Rings: The Motion Picture Trilogy (Extended Edition + Digital Copy) aufgetaucht. Die Box besteht aus insgesamt 15 Discs bestehen. Je zwei Blu-rays fassen die Filme, der Rest sind DVDs mit dem Bonusmaterial. Lieferstart ist der 1. Juli 2011 und ich bin stolz darauf, dass ich gewartet habe und Warner nicht auf dem Leim gegangen bin.
Der neue Studiengang „Digital Journalism“ wird am Tag der offenen Tür am SAE & Qantm Institute am 21. März einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Ab 14 Uhr stehen an allen deutschsprachigen Instituten Dozenten, Studenten und Institutsleiter zu allen Fragen rund um die Ausbildung am SAE & Qantm Institute zur Verfügung. Daneben gibt es Führungen durch die Institute und Studios, Vorträge und Vorführungen des Equipments und Präsentationen von Studentenprojekten. Erste Informationen gibt es auch zum neuen Studiengang „Digital Journalist“: Neben einer journalistischen Ausbildung bietet das Studium die Vermittlung von technischem Fachwissen im Bereich Multimedia, Film und Audio. Damit erlernen die Studenten das Handwerkszeug, ihre Informationen in unterschiedlichsten Formaten mit multimedialen Inhalten für verschiedene Nachrichtenkanäle aufzubereiten. Wie es aussieht, werde ich als Dozent beim Digital Journalism-Kurs mit dabei sein und habe dazu auch schon einen kleinen Blog eingerichtet, der mehr und mehr an Fahrt aufnimmt.
Immer wieder ich auf Kursen und Seminaren gefragt, welche Literatur ich zum Thema Social Media empfehle. Und die Leute sind in der Regel enttäuscht, wenn ich auf das Web verweise. Hier steht alles, was ihr wissen müsst. Und das Beste: Hier könnt ihr Social Media live verfolgen und erleben, quasi Unterricht am lebenden Objekt live.
Aber es gibt Ausnahmen. Eine sehr, sehr lesenswerte Ausnahme ist das Buch Social Media Marketing: Strategien für Twitter, Facebook & Co von Tamar Weinberg.
Vor kurzem ist das Buch auf Deutsch im traditionsreichen O’Reilly-Verlag yerschienen und wurde um deutsche soziale Netzwerke ergänzt, die hierzulande eine große Rolle spielen, darunter XING, die VZ-Netzwerke, Qype.
Natürlich ist das Buch durch und durch amerikanisch geschrieben und genau das ist sein Vorteil. Nicht oberlehrerhaft von oben, sondern praxisorientiert. Dennoch begeht Tamar Weinberg nicht den Fehler vieler US-Kollegen und ergeht sich in schönen Beispielgeschichten. Sie verknüpft handfeste Informationen mit anschaulichen Fällen. Für deutsche Unternehmen und damit für meine Kunden wichtig: Welche Kanäle muss ein Unternehmen oder eine Organisation heute nutzen, um seine Zielgruppen effektiv zu erreichen? Wie sieht eine erfolgreiche Positionierung im Social Web aus, und wie gelingt ein lebendiger Austausch mit der Online-Community? Auf diese Fragen gibt sie klare, aber auch unbequeme Antworten. Mir hat die Lektüre des Buches unheimlich Spaß gemacht, ich habe viel gelernt und mich immer wieder gefreut: Mensch, so einfach könnte das sein. Aber Social Media klingt einfach, ist aber harte Arbeit. Am meisten hat mich ihr Plädoyer für Ehrlichkeit und Transparenz gefreut. Wäre PR manchmal die zweckmäßige Übertreibung von Nichtigkeiten ist, verweisen Social Media-Beiträge auf ihren Verfasser zurück. Wer lügt, der wird abgestraft. Wer nicht authentisch ist, der hat schon verloren.
Bei vielen Gesprächen mit Kunden über Social Media-Aktivitäten ist es meine Aufgabe, den Leuten die Angst zu nehmen. Es ist interessant, wieviel Angst die Leute haben, Social Media einzusetzen. Diese Angst gilt es zu überwinden und in der Regel gelingt es.
Das erste Vorurteil ist in der Regel: „Was interessiert es die Leute, was ich zu mittag gegessen habe oder wem ich alles einen guten Morgen wünsche?“ Doch liebe Kunden, das kann interessant sein, muss es aber nicht. Das ganze Ding heißt Social Media und Social bedeutet Sozial. Wikipedia sagt: Das Wort sozial (von lat. socius‚ gemeinsam, verbunden, verbündet‘) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingtheit des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen). Und was machen wir im Falle Social Media? Wir kommunizieren mit Menschen. Wir treten in einen Dialog? Wir hören zu und wir geben eine Antwort.
Nur wer etwas von seiner Persönlichkeit anderen Preis gibt, der wird etwas zurückbekommen. Die Vorwürfe, ein gläserner Surfer zu werden, sind natürlich Blödsinn. Wir haben es selbst in der Hand es zu steuern. Wir selbst stellen Informationen zur Verfügung und das sind natürlich nicht alle Infos. Keiner zwingt jemanden über sein Mittagessen zu twittern, aber wenn es relevant ist.
Viel mehr Angst haben manche Kunden vor dem Dialog, der entsteht. Es war so schön in der Vergangenheit nur als Sender aufzutreten. Es war ein einseitig linearer Ansatz, wie es so schön hieß. Ich schütte oben was rein und die lieben Kollegen in den Medien haben darüber zu berichten und fertig. So einfach ist es im Social Media-Zeitalter nicht. Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Kommunikation bedeutet Dialog. So sind dann auch die Kunden erstaunt, wenn man ihnen sagt: Twittern müssen Sie schon selbst, das kann Ihnen keine Agentur abnehmen, wenn es glaubhaft sein soll.
Hier twittert der Chef (selbst). Aber Strukturen (vor allem im Kopf) lassen dies nicht zu. Vorurteile sind: Dafür bin ich zu wichtig und hab für so Zeug keine Zeit. Und dennoch werden diese Herrschaften die Quittung bekommen, wenn sie die Sozialen Netzwerke kaum oder gar nicht betreuen.
Kommunikation ist wie ein Orchester und wenn klassische PR Trompete, Posaune und Schlagzeug sind, dann sind Social Media eben die Streicher und Triangeln. Natürlich kann ich sie weglassen, aber dann klingt es eben schief.
Ich bin mir sicher: Viele der so genannte Kommunikationsagenturen werden in den nächsten Jahren das Handtuch werfen, weil sie sich nicht auf die neue Kommunikationszeit eingestellt haben oder einstellen können. Viele der Kollegen schwatzen ihren Kunden ausschließlich die klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für viel Geld auf, sind aber auf die neuen Herausforderungen von Social Media gar nicht eingestellt. Man spricht zwar davon, schreibt es in die Angebote, aber man lebt es in vielen Agenturen nicht. So werden eben ein paar Agenturen über die Wupper springen, weil sie nicht die richtigen Leute und sich selbst nicht weitergebildet haben.
Ist mein Pessimismus wirklich gerechtfertigt? Das Umdenken hat die Agenturen erreicht, wenn ich mir die neuesten Zahlen des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA) ansehe.
Von der Czaia Marktforschung GmbH aus Bremen wurde die Umfrage durchgeführt: Die Methode war eime Online-Befragung anhand eines teil- bzw. voll- strukturierten Fragebogens, der den Befragten über einen persönlichen Link zugänglich war. Befragt wurden Inhaber und Geschäftsführer der GWA-Kommunikationsagenturen. Herausgekommen sind etliche Seiten, wobei ich mich nur auf Social Media-Ergebnisse stütze. Die Notenskala ist wie in der Schule 1 bis 6, wobei 1 ganz wichtig und 6 unwichtig ist.
Auf die Frage: Twitter, YouTube, Facebook oder Corporate Blogs bestimmen die Kommunikation im Internet. Welche Bedeutung hat Ihrer Meinung nach Social Media für die Marketing-Kommunikation. Die Antwort fiel gar nicht mal so eindeutig aus: Social Media hat zwar hohe Bedeutung für die Marketing-Kommunikation, aber dennoch nicht die volle Durchschlagskraft. Nur 9 Prozent sehen eine sehr hohe Bedeutung. 41 und 38 Prozent gaben eine 2 bzw. 3 und von geringerer Bedeutung fanden es immerhin noch 12 Prozent. Ich bin davon überzeugt, diese Agenturen wird es künftig nicht mehr geben.
Deutlich wird es bei der Frage: Wie wird sich die Bedeutung von Social Media für die Marketing-Kommunikation entwickeln? Hier votierten 93 Prozent der Befragten auf eine Zunahme. Freunde, dann tut aber auch was. 6 Prozent meinen es bleibe gleich und 1 Prozent sah einen abnehmenden Trend (gute Nacht lieber Teilnehmer).
Da Geld bekanntlich nicht auf Bäumen wächst muss bei den Kommunikationsmaßnahmen irgendwo weniger Geld ausgegeben werden. Hier zeigt sich: Die etablierten Medien werden die Verlierer sein. Die wachsende Bedeutung von Social-Media-Plattformen geht vor allem zu Lasten von TV-Werbung (22 Prozent), Print-Werbung (21 Prozent), Dialogmarketing (20 Prozent), E-Mails (17 Prozent), Websites (17 Prozent), Kino-Werbung (7 Prozent) und Radio-Werbung (5 Prozent). Social-Media wird lediglich eine Ergänzung zu bereits vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten sagen 47 Prozent.
Die Agenturen wollen sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und sehen Social Media als klares Geschäftsfeld innerhalb der Agentur. Ja, denn Social-Media muss als Teil der Markenführung in Agenturverantwortung sein, sagen 82 Prozent. Wobei 49 Prozent kritisch zugeben, dass die Agenturen in der Lage Social Media-Profile für ihre Kunden zu pflegen sind. Da ist noch Potenzial möglich. 7 Prozent meinen, Social Media sollte vom Kunden selbst gemacht werden. Die nackten Zahlen sehen 3 Prozent, die ablehnen: Social-Media-Projekte werden vom Kunden nicht ausreichend vergütet.
Schön auch die Instrumente, die in Deutschland am beliebtesten sind: Auf die Frage, welche Social-Media-Plattformen nutzen Sie, kam die Antwort: Facebook (82 Prozent) Xing (82 Prozent), Twitter (64 Prozent), YouTube (57 Prozent) und Blogs (48 Prozent). Interessant finde ich das Abschneiden von YouTube. Alle reden davon, dass Bewegtbild die Zukunft gehört, doch nur etwas über die Hälfte nimmt daran teil. Gute Nacht liebe Agenturwelt.
Wie kam es überhaupt dazu, dass Metropolis unlängst restauriert werden konnte? In Argentinien kam es zu einem spektakulären Fund einer vergessenen Kopie.
Der argentinische Filmverleiher Adolfo Z. Wilson sah Metropolis im Januar 1927 in Berlin und beschloss, den Film in Buenos Aires ins Kino zu bringen. Dort gab es zu dieser Zeit bereits etwa 200 Kinos und ein filmbegeistertes Publikum. Nach der kommerziellen Auswertung gelangte die Kopie in die Hände des privaten Filmsammlers Manuel Peña Rodríguez. Bis in die 1960er Jahre wurde sie in Filmclubs vorgeführt, aber niemandem fiel auf, dass diese Version besonders lang war und sich von den Kopien, die in Europa und den USA kursierten, unterschied. In den 1970er Jahren überließ der Sammler seine Filme dem Nationalen Filmfonds, 1992 ging das Material an das Museo del Cine Pablo C. Ducrós Hicken in Buenos Aires. Der Gedanke, dass diese Fassung des Films länger als die allgemein bekannte Version sein könnte, kam dem argentinischen Filmhistoriker Fernando Martín Pena zum ersten Mal Mitte der 1980er Jahre, als die von Giorgio Moroder mit Popmusik unterlegte Fassung von Metropolis weltweit in den Kinos zu sehen war. Peña hatte gehört, dass ein Kollege und Filmvorführer immer davon sprach, dass er beim Vorführen von Metropolis über zwei Stunden lang mit dem Finger auf den Filmstreifen im Projektor hatte drücken müssen, damit die abgenutzte Kopie möglichst ruhig lief. Wie sich herausstellte, besaß das Museum nicht mehr die in den 1920er Jahren aus Deutschland importierte 35-mm-Kopie; der Film war in der Zwischenzeit auf Sicherheitsfilm umkopiert worden, allerdings – wohl aus Kostengründen – in verkleinerter Form auf 16-mm-Dupnegativ. Damit wurden bei der Umkopierung sämtliche Fehler und Schrammen mitkopiert und das Ausgangsformat beschnitten. Nach mehreren Umzügen des Filmarchivs ergab sich 2008 endlich die Gelegenheit, Peñas Vermutung nachzugehen und die Rollen, die seit der Umkopierung nicht mehr benutzt worden waren, anzusehen.
Die Kurzfilme von Pixar sind eine Klasse für sich. Hier toben sich die Animationsmeister aus und probieren neue Techniken und kreative Ideen aus. Die Filme sind moralisch und unterhaltend zugleich – und immer ein richtiger Hammer. Die Kurzfilme gibt es natürlich auch auf einer eigenen DVD/Blu-Ray. In Fachkreisen heißen diese Filme übrigens „Shortie“. Der erste Kurzfilm Luxo Junior fegte mich schlichtweg vom Stuhl. So was hatte die Welt bis dato nicht gesehen. Auf der Kurzfilm Kollektion gibt es einen super Beitrag darüber, wie der Film auf der Siggraph eingeschlagen hat.
Nachdem in dem Kurzfilm „Teilweise wolkig“, der vergangenen Jahr vor dem Kinohit „Oben“ lief, hinreichend die Frage geklärt wurde, wer die Babys eigentlich bringt, stellen uns die Pixar-Kreativen aus Emeryville nun vor die schwierige Frage: „Was passiert eigentlich, wenn Tag und Nacht aufeinandertreffen?“ – mit einer einleuchtenden Antwort! Der Film kommt als Kurzfilm vor dem neuen Pixar-Abenteuer „Toy Story 3“
Als Sonnenschein Day zum ersten Mal auf den finsteren Fremden Night trifft, fliegen die Fetzen! Day und Night sind verunsichert und beäugen sich argwöhnisch. Prompt haben sie einander auf dem falschen Fuß erwischt. Doch als sie sich besser kennen lernen und die einzigartigen Qualitäten des jeweils anderen erkennen, stellen sie fest, dass sie lediglich einen unterschiedlichen Ausblick auf ein und dieselbe Welt haben. Ihre Freundschaft eröffnet Day und Night eine ganz neue Perspektive …
Zeitungen befinden sich unbestreitbar in einer Krise. Da ich ein gelernter Zeitungsmann bin, freue ich mich über Initiativen zum Wege aus dieser Krise. Einen sehr schönen Spot für das Kino das der Südkurier produzieren lassen. Die Animationen besorgte der 3D-Spezialist Locomotion, über den ich schon öfters geschrieben habe und zu meiner Zeit als DP-Chefredakteur viel gemacht habe.
Die Tageszeitung Südkurier präsentiert sich mit neuem Layout. Dazu startet ab sofort im süddeutschen Raum eine Kinokampagne, die mit dem Slogan „Der neue Südkurier. Weil Zukunft Tradition hat“ auf die beständige, aber zugleich innovative Haltung des Blattes hinweist. In dem 35sekündigen Spot, dessen Konzept von Director Can Yoldas entwickelt wurde, sind die Animationen, die im Düsseldorfer Produktionshaus Locomotion entstanden, der Höhepunkt: Die „Welt der Wörter“ der renommierten Tageszeitung wird im Film erst in die Bestandteile, bestehend aus einzelnen Buchstabenketten, zersplittert, um sich in einer zukunftsweisenden Umgebung neu zu sortieren. Symbolhaft werden im Film Buchstaben in Quadraten wie durch einen Windstoß weggefegt und „schwirren“ als Partikelwolke im Bild.
Die Herausforderung bestand für die Kreativen in der Entwicklung einer beweglichen Geometrie. Um die gewünschten Animationen zu erzeugen, erweiterte das Locomotion-Team die ihre Maya Software durch eine eigens entwickelte Software-Lösung. „Selten haben wir soviel hausinterne Software eingesetzt“, beschreibt der zuständige Producer René Blumberg. Die Entwicklung eines „Image-Desolve“-Tools hat letztlich die gezielte Steuerung der verschiedenen Quadrate ermöglicht.
Die Projektverantwortlichen bei Locomotion waren folgende hervorragende Artists. Super gemacht Jungs:
René Blumberg, inhouse Producer
Lee Miller, inhouse Art Director
Timo Wilke, inhouse Motion Graphics Artist
Dirk Bialluch, Programmierer für maßgeschneiderte Software-Lösungen
Gerade hatten wir Weltfrauentag und da will ich das Thema Gaming und Frauen näher beleuchten. Immer wieder höre ich die Aussage: Männer spielen Videogames und Frauen nicht. Zumindest bei uns zu Hause ist diese Aussage Blödsinn. Die ganze Familie spielt Videogames, aber jeder auf seine Weise und jeder seine Spiele. Beatles Rock Band spielen wir zusammen. Und wir spielen an de Konsole. Der Mac selbst ist zum Arbeiten, zum Surfen, zum Musikhören, zum Filme glotzen, aber nicht zum Spielen. Dafür sind Konsolen besser geeignet, bei uns die PS3 und Wii.
Wie eine von Today`s Gamers durchgeführte Studie zeigt, spielen viele Frauen genauso gerne wie Männer. Allerdings geben sie meist anderen Games den Vorzug. „Männer wollen gewinnen und lieben Action, Frauen wollen sich fordern“, meint auch Psychologe Marcelino Lopez und recht hat sie.
Ich habe mir die Studie genauer angeschaut: Für die Studie, die Today’s Gamers in Zusammenarbeit mit Zylom by RealGames durchführte, wurden 13.000 Personen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, UK, Belgien und den Vereinigten Staaten befragt. Die Untersuchung zeigt, dass 65 Prozent der deutschen Bevölkerung mit Internet-Zugang PC-Games spielen. Bei den Frauen sind die Angehörigen der Altersgruppe 20 – 49 die eifrigsten Spielerinnen. Doch auch Frauen der Generation 50+ spielen offenbar regelmäßig.
Während sich Männer am stärksten von Spielen faszinieren lassen, bei denen sie actionreiche Abenteuer erleben und sich mit anderen messen können, zeigen Frauen kein Interesse an Games dieser Art. Die beliebtesten Spiele bei Frauen sind Denksportspiele, Puzzles und Mahjong.
„Die Studie macht deutlich, dass die Motivation zum Spielen bei Männern und Frauen sehr unterschiedlich ist. Männer sind hauptsächlich darauf aus, ein Spiel zu gewinnen und wollen einander herausfordern“, so Hein Medema, Marcom Manager bei Zylom by RealGames. „Frauen geht es vor allem um die Lernerfahrung und das Hirntraining. Sie spielen Games, weil sie sich entspannen möchten, eine Herausforderung suchen oder Langeweile haben. Deshalb entscheiden sich Frauen für Casual Games: einfache Spiele, die man schnell erlernen und deshalb sofort spielen kann.“
Die Studie gab auch Aufschluss über den sozialen Status der weiblichen Game-Fans. Medema: „Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass Gamerinnen ein niedriges Einkommen haben, zumeist alleinstehend sind und sich nicht für andere Online-Aktivitäten interessieren. Die Ergebnisse dieser Studie belegen das Gegenteil. In Wahrheit sind weibliche Spielefans gebildet und in Berufen mit überdurchschnittlichem Einkommen tätig. Viele von ihnen haben hohe Positionen inne.“ Zumindest bei uns zu Hause stimmt das.