eBooks kommen langsam

6. März 2011

Ich bin ein Fan von eBooks und ich bin ein Fan von gebundenen Büchern. Bei meinen Vorträgen verweise ich immer auf die Chance der elektronischen Bücher und die Reaktionen sind immer gleich: „Ich will ein Buch in den Händen halten, ich mag das Gefühl von Büchern.“

Ja, das ist richtig. Ich liebe es auch, im Gesamtwerk von Edgar Allan Poe zu schmökern und die Übersetzungen vergleichen. Und ich habe ja nicht gesagt, dass man keine gedruckten Bücher mehr kaufen soll. Aber viele Seminarteilnehmer hören nur entweder oder. Nein Freunde, die Welt ist nicht schwarz oder weiß, sondern grau – und dies in vielen Schattierungen.

eBooks haben ihre Vorteile. Das iPad oder den Kindle (wenn er denn mal in Deutschland erscheint) hab ich in der Regel immer dabei und wenn ich lange Zugfahren oder Flüge hinter mich bringen muss, will ich keinen Bücherkoffer mitschleppen. Genauso verhält es sich mit Fachbücher, die ich jedes Jahr neu kaufen muss. Ich habe mehrere Meter altes Zeug vor kurzem ins Altpapier gegeben, denn wen interessiert noch Fachbücher zu Flash 5 oder XPress 3.31. Da eignen sich eBooks ideal.

Interessant dazu eine neue Umfrage von media control. Das digitale Buch gewinnt in Deutschland immer mehr Fans hinzu: So wurden hierzulande im vergangenen Jahr knapp vier Millionen eBooks gekauft. Dies ergab eine repräsentative media control Umfrage bei 10.000 Personen ab 15 Jahren. Insgesamt machten eBook-Verkäufe damit rund ein Prozent des deutschen Buchmarktes aus. Das ist nicht der Hammer, aber zumindest ein Anfang. Ich berichtete hier, dass der MediaMarkt ins Buchgeschäft einsteigt. Auch bei Schülern merke ich eine Bereitschaft zu eBooks.

Beliebteste Endgeräte zum Lesen von eBooks sind eBook-Reader und iPad. Auffällig dabei: Fast die Hälfte aller E-Book-Reader wurden während des letzten Weihnachtsgeschäftes gekauft. Sie stoßen bei Frauen und Männern gleichermaßen auf Interesse und starteten vor allem im vierten Quartal des vergangenen Jahres durch. Ich habe meine Erfahrungen mit meinen Sony Reader veröffentlicht und mich in den USA bei nook umgesehen.

Kreuzfahrer-Spiel: Erster Trailer zu The Cursed Crusade

5. März 2011

So ein Kreuzfahrer hat es schon schwer. Nach der Devise „Willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein“ hat er das Heilige Land zu erobern. Gut, dass diese schlimmen Zeiten vorbei sind. Wer allerdings nochmals in die Rolle von Kreuzrittern schlüpfen will, der sollte sich auf das Action-Adventure „The Cursed Crusade“ freuen. Das Spiel von der französischen Entwicklerbude Kylotonn Entertainment basiert auf der proprietäre Echtzeit-3D-Engine „KtEngine“ – sie hat allerdings nicht mit KT Guttenberg zu tun. Im ersten Trailer geht es schon hart her. Soviel steht fest: Kreuzzüge waren eine blutige Sache und das vermittelt das Spiel, das im Sommer 2011 erscheint. Ja, so warns, die alten Rittersleut.

„The Cursed Crusade“ bietet Spielern eine fesselnde Geschichte vor dem Hintergrund der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert. Während des vierten Kreuzzuges kämpfen Action-Fans im Koop-Modus online oder per Splitscreen mit den verfluchten Kriegern Denz de Bayle und Esteban Noviembre in einer Spielwelt, die historische Geschehnisse, Religion und Mystik in sich vereint. Vor diesem Hintergrund führt der Weg der zwei unterschiedlichen Recken mit gleichen Zielen unter anderem nach Konstantinopel und Zara, wo sie in der 3rd-Person-Perspektive zahlreiche Abenteuer bestehen müssen. Spieler stürzen sich in den Kampf um Vergeltung, der fünf Kapitel mit insgesamt 36 Missionen umfassen wird, in denen die großen Städte des Mittelalters in Feuer, Tod und Zerstörung versinken.

Sollten einmal keine Mitspieler verfügbar sein, übernimmt die KI die Steuerung des Diebes Esteban. Mir graut schon wieder davor, Joystick-Kombos zu lernen: Die waffenbasierte Kampfsteuerung mit über 130 Waffen und mehr als 100 Kombos sowie einem timingbasierten Kontersystem ist laut Publisher einfach zu erlernen, bietet aber trotzdem große Spieltiefe. Ich bin da mal gespannt, was uns dtp entertainment zu bieten hat. dtp entertainment ist einer der größten unabhängigen deutschen Games-Publisher und seit 1995 aktiv am Markt tätig.

Im Trailer hab ich den Grund der Kreuzzüge jetzt nicht gesehen. Als Sicht der damaligen Christenheit galt es ja das Heilige Land zu befreien. Im Trailer wird es dagegen düster, denn natürlich dürften die Templer nicht fehlen. Per Knopfdruck wird die Spielwelt in eine rot lodernde Vision der Hölle verwandelt, in der Stärke und Wahrnehmungsfähigkeit übermenschliche Dimensionen annehmen.

Ich lass mich auf jeden Fall überraschen. Das Action-Adventure mit Schwerpunkt auf kooperatives Abenteuer erscheint im Sommer 2011 europaweit für PlayStation 3, Xbox 360, dem Videospiel- und Entertainment-System von Microsoft und Windows PC.

Organisierte Proteste gegen Neuer: FC Bayern braucht solche Fans nicht

4. März 2011

Protest gegen Manuel Neuer.

Protest gegen Manuel Neuer.

Leute, so führt man sich nicht auf! So meine Meinung zu den Aktionen mancher Bayern Fans beim jüngsten Pokalspiel FC Bayern gegen Schalke, die meine Mannschaft leider 0:1 verlor. Aber das ist ein anderes Thema. Alle Jubeljahre komm ich mal in die Allianz-Arena zum Fußball. Das zeigt leider auch, welchen Stellenwert Fußball bei mir hat. Dank an Michael für die Karten.

Ich weiß, dass der klassische Fußballfan im Grunde der bessere Trainer ist und entsprechende Kommentare normal sind. Aber irgendwann wird eine Grenze überschritten. Vielleicht sind Äußerungen wie „du A-Loch“ spontane Willenserklärungen und vielleicht gehören sie auch zum Fußball dazu – vor allem wenn die eigene Mannschaft verliert.

Aber beim Pokalspiel war die Wut mancher Bayern-Fans auf Torwart Manuel Neuer deutlich zu spüren. Pfiffe beim Ballkontakt und Neuer war wirklich gut. Und es war ein organisierter Zorn festzustellen – und den halte ich für gefährlich. In der Fankurve des FCB wurden Hunderte von Plakate verteilt und hochgehalten. Aufschrift „Koan Neuer“ – Kein Neuer für die Nichtbayern. Das war eine geplante Aktion gegen den Nationaltorhüter. Zugegeben, die Aktion wurde generalstabsmäßig durchgeführt. Schilder drucken, in den Fanblock der Südkurve schmuggeln, verteilen und gleichzeitig hochhalten – dazu gehört gute Koordinationsarbeit und es gehört Vorsatz dazu. Andere Schilder lauteten: „Neuer, du bist und bleibst Gast.“

Wenn Hunderte Schilder gegen einen Spieler hochgehalten werden, dann ist das nicht die Form von Umgang, den ich eigentlich von der Libertas Bavariae kenne. Leben und leben lassen. Das stört mich. Und scheinbar bin ich nicht alleine. Bayern-Gonzo Karl-Heinz Rummenigge meinte dann auch: „Das ganze Land Bayern und auch der FC Bayern ist bekannt für seine Gastfreundschaft. Manuel Neuer hat nichts getan. Ich möchte mich im Namen des FC Bayern bei ihm entschuldigen. Ich habe für das Verhalten kein Verständnis.“ Recht hat er.

Da gibt sich der FC Bayern wirklich große Mühe ein familienfreundlicher Fußballverein zu sein. Viele Fußballer sind Helden bei den Kindern in den örtlichen Fußballclubs. Da werden vom FC Bayern für den Nachwuchs starke Aktionen auf die Beine gestellt. Aber wie soll ich meinem Nachwuchs erklären, warum so viele Idioten gegen die Kinderstube verstoßen, an die sich meine Kinder als zivilisierte Mitglieder der Gesellschaft halten sollen? Mit dieser Aktion haben sich manche Bayern-Fans keinen Gefallen getan. Ich brauche so eine Art von Fan nicht.

Blick auf das Spielfeld

Blick auf das Spielfeld

Die Make up-Trends 2011 und mehr

3. März 2011
Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken haben ein Programm entwickelt, das für ein fotografiertes Frauengesicht das passende Make-up auswählt und direkt am Bildschirm anzeigt.  Foto: bellhäuser - das bilderwerk

Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken haben ein Programm entwickelt, das für ein fotografiertes Frauengesicht das passende Make-up auswählt und direkt am Bildschirm anzeigt. Foto: bellhäuser - das bilderwerk

Ein Kunde von mir ist der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. Die Friseure haben vor kurzem auf ihrer Mode-Veranstaltung die aktuelle Frisuren- und Schminkmode vorgestellt. Mir ist aufgefallen: Im Moment gibt es eine interessante Verbindung zwischen Handwerk und Wissenschaft. Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken haben ein Programm entwickelt, das für ein fotografiertes Frauengesicht das passende Make-up auswählt und direkt am Bildschirm anzeigt. Mal sehen, ob es was für das Friseurhandwerk ist, denn die Software scheint besser zu sein, als das übliche Billigzeugs am Markt. Ich nehme mal Kontakt zu den Forschern auf und bring der Software die aktuelle Mode bei. Denn ich sehe einen Widerspruch: Die Forscher sind nicht unbedingt die Sperrspitze der Mode, aber die Friseure gehören in der Beautybranche ganz vorne mit dabei.

In der warmen Jahreszeit sorgen die neuen Make up-Looks für wunderschöne Überraschungen. Matter Teint und Nude-Look sind passé –in diesem Sommer dürfen wir so richtig glänzen. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn Haut, die einen dezenten Schimmer offenbart, wirkt einfach natürlicher als ein perfekt mattierter Teint. Für den ultimativen Summer-Glow sorgen spezielle Primer mit lichtreflektierenden Pigmenten, die sowohl als Basis als auch als „Leuchtkraftverstärker“ fungieren und den Teint ebenmäßig und feinporig erscheinen lassen.

Äußerst appetitlich präsentiert sich der Make-up Look der Saison: Satte Orange-, und Pfirsichtöne auf Lidern, Wangen und Lippen nehmen sich die Farben von frischem Sommerobst zum Vorbild und hinterlassen ein Antlitz wie von der Sonne geküsst. Wandelbar: Mittels grasgrünem Eyeliner lässt sich aus dem Tageslook auch ein atemberaubendes Abendmake-up kreieren. Dazu noch Lippen in leuchtendem Pink – fertig ist der Tropical Party-Look!

Noch expressiver: Augen in sattem Sonnengelb, die mit petrolfarbenem Kajal umrandet werden und so sommerliche Katzenaugen zaubern. Extratipp: Statt auf ausreichend Wimperntusche und Brauenpuder zu setzen lieber eine Wimpern- und Augenbrauenfärbung im Friseursalon buchen. So kann auch bei 35 Grad nichts verlaufen und man sieht immer topgestylt aus.

Liquid Image Impact Series HD 1080P MX: Skiabfahrten selbst drehen wie Willy Bogner

2. März 2011

Die Leistung von Willy Bogner hat mich als Jugendlicher fasziniert. Und zwar seine Verdienste in den James Bond Filmen „Der Spion, der mich liebte“ und „In tödlicher Mission“, als Bogner gewaltige Stunts auf Skiern unter anderem in einer Bobbahn ablieferte. Dabei musste der Sportler ja die schwere Filmkamera halten und volle Kanne die Stunts ausführen.

Vor kurzem entdeckte ich die (theoretische) Möglichkeit, endlich selbst solche Aufnahmen zu machen. Liquid Image hat den Camcorder Liquid Image Impact Series HD 1080P MX  auf den Markt gebracht, der in 1080p genau das filmt, was der Fahrer beispielsweise eines Motorrads sieht. Das ist der Hammer. In einem Aufnahmewinkel von 136 Grad Festbrennnweite mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde kann ich (theoretisch) einen Berg herab brettern und die Kamera nimmt meine Stunts auf. Die Kamera ist in einer speziellen Skibrille untergebracht und nimmt die Aufnahmen auf Micro-SD-Karten auf. Der Akku soll laut Hersteller bis zu zwei Stunden halten und die Bedienung ist trotz klobiger Handschuhe möglich. Das gleiche System für 400 US-Dollar gibt es auch für Unterwasser für meinen Kampf mit dem weißen Hai. Das ganze System soll im Oktober lieferbar sein und gab es bereits auf der CES zu sehen. Wahrscheinlich stellt Liquid Image das System auch auf der NAB aus.

Ein Problem hat allerdings die ganze Sache. Ich kann gar nicht skifahren.

Ab Oktober hab ich sie: Liquid Image Impact Series HD 1080P MX

Ab Oktober hab ich sie: Liquid Image Impact Series HD 1080P MX

CeBit startet und ich bin nicht dabei

1. März 2011

Heute beginnt die CeBit und keiner geht hin. Nein, so schlimm ist es nicht. Aber für mich hat die einstmalige Leitmesse der IT-Gemeinde deutlich an Reiz verloren. Natürlich gibt es ein paar Unternehmen, die mich noch interessieren, doch muss ich deshalb den Weg nach Hannover auf mich nehmen? Nein, ich glaube nicht. Die Infos bekomm ich in der Regel über das Netz. Messe heißt heute für mich nicht mehr neue Produkte, sondern Emotionen – und hier hat die Cebit bei mir im Moment nicht viele Chancen.

Das war früher anders. Jahrelang musste ich beruflich nach Hannover pilgern. Jahrelang musste ich zunächst in Kinderbetten als Untermieter schlafen. Jahrelang musste ich mich mit Taxifahren herumärgern, die den Weg nicht kannten, weil sie aus der Region angekarrt wurden. Jahrelang wurde ich auf der CeBit krank, denn die Messehallen waren überhitzt und draußen war es eiskalt und meist regnete es auch noch.

Das ist vorbei – im Moment zumindest. Nix ist doofer als Hann .. hieß es bei uns IT-Journalisten immer. Ganz so schlimm, war es dann doch nicht. CeBit hieß auch immer Kollegen zu treffen und ein auf der einen oder anderen Party zu versumpfen. Ich trieb mich gerne an den Ständen der Taiwanesen herum und ließ mich Lüfter und Netzteile erklären, weil mit unserer damaligen Laborleiterin und Cheftesterin kein Asiate sprach. In der Regel war die CeBit ein wichtiger Termin, um Visitenkarten auszutauschen mit den Worten „Lass uns doch mal telefonieren!“ Wehe dem Kollegen, der seine Visitenkarten zu Hause vergessen hatte.

Richtig schlimm waren im Vorfeld manche lieben Kollegen von den Agenturen, die für ihre Kunden Termine ausmachen mussten. Ich verstehe ja den Druck, aber ein wenig Vorbereitung gehört zum Geschäft. Das Telefonat lief etwa nach folgendem Schema ab – zum Beispiel damals als Chefredakteur der MACup, der ältesten Fachzeitschrift für Mac in Europa: Irgendeine Studentin von der Agentur beauftragt, rief bei uns an.

Agenturstudentin: „Die Firma XY stellt ihr neuestes Applikation für Blabla vor. Sie spart Kosten, der Workflow verbessert sich und ist rundum super. Wollen wir nicht einen Termin für die CeBit vereinbaren?“

Ich: „Das ist ja schön. Unter welchem Betriebssystem läuft das Ganze?“

Agenturstudentin: „Es läuft auf allen gängigen System wie XP, Vista und sogar unter 32 und 64 Bit.“ Wobei das „sogar unter 32 Bit“ besonders betont wurde.

Ich: „Wissen Sie, bei wem Sie gerade anrufen?“

Agenturstudentin: „Ja, bei Ihnen, der MACup.“

Ich: „Wissen Sie, über was wir berichten?“

Agenturstudentin: „Ja über Computer.“

Ich: „MACup beinhaltet welches Betriebssystem?“

Agenturstudentin: „XP?“

Ich zunächst sprachlos, dann „Äh, nein.“

Agenturstudentin: „Nicht? Wie ist es jetzt mit einen Termin?“

Ich bin in der Zwischenzeit vom Stuhl gefallen. „Ach nee, lassen wir das lieber.“

 

 

Hohner Bob Dylan Signature Mundharmonika

28. Februar 2011
Mein Dylan-Mundharmonika von Hohner.

Mein Dylan-Mundharmonika von Hohner.

Musik ist mein Leben, aber nur auf der passiven Seite. Zwar folgte ich als Jugendlicher den Ruf ein Rock´n Roll-Star zu werden, aber die Realität holte mich doch schnell ein. Zu Hause haben wir noch mehrere Gitarren und Klaviere, die die Restfamilie eifrig benutzt. Ich überlass Musik machen anderen Berufenen – ich konzentriere mich eher aus Konsumieren.

Aber: Ich habe mir eben wieder ein Musikinstrument gekauft: Eine Mundharmonika. Aber keine Angst, es wird kein Comeback von mir als Musiker geben. Ich habe mich für ein Instrument von Hohner entschieden. Hohner produziert und vertreibt Musikinstrumente seit 1857 und ist damit einer der weltweit ältesten Musikinstrumente Hersteller. Seit 2008 gibt es eine spezielle Bob Dylan-Serie mit vier verschiedenen Ausführungen und die Hohner Bob Dylan Signature C-Dur ist nun meine. Während seiner gesamten Laufbahn hat Bob Dylan eine besondere Beziehung zur Firma Hohner gehabt und stets Hohner Mundharmonikas in seiner Musik eingesetzt. Und ich glaube, für den Instrumentenhersteller war es ein ganz schönes Gerenne, das Management des Meisters von der Kooperation zu überzeugen. Und als Dylan-Fan brauche ich natürlich so ein Teil. Der Klang ist fein, die Verarbeitung hervorragend – also Optik und Klang sind der Hammer und ich bin mit meinem Kauf voll zufrieden.

Leider habe ich keine der Special Edition in der hochwertige Schmuckschatulle bekommen. Diese hätte eine original Marine Band classic Mundharmonika mit persönlicher „Hand-Signatur“ von Bob Dylan in C-Dur Das Teil ist limitiert auf exklusive 100 Stück weltweit. Einziger Wehrmutstropfen: Das Teil kostet 25.000 US-Dollar, selbst mir als Fan zuviel. Hohner hat hier eine schöne Website zum Thema gestaltet.

etyBLU2: Bluetooth Headset fürs iPhone

27. Februar 2011
Mein neues Etymotic EtyBlu2 Bluetooth Headset für mein iPhone.

Mein neues Etymotic EtyBlu2 Bluetooth Headset für mein iPhone.

Seit kurzem bin ich auch wieder Business-Kasper. Sie wissen schon, die Menschen, die am Flughafen mit sich selbst reden, wenn sie in der Schlange beim Einchecken sind. Ja, ich habe ein neues Bluetooth Headset für mein iPhone. Nachdem ich Held mein Apple Originalteil verloren hab, brauchte ich dringend Ersatz, denn Autofahren ohne Headset ist nicht drin und das Auto hat nun mal keine Freisprechanlage. Außerdem will ich wichtig sein und telefonieren, ohne mit dem iPhone das Hirn zu grillen.

Ich probiere viele Sets aus und bin schließlich beim etyBLU2 von Etymotics gelandet und kann es nur empfehlen. Das Etymotic EtyBlu2 Bluetooth Headset bietet 30 dB Lärmunterdrückung am Mikrofon und 30 dB Lärmunterdrückung am Ohr. Dadurch sorgt das schnurlose Headset für eine hohe Schalldämpfung sowohl beim Sprechen als auch beim Hören. Sein flexibler Bügel, der mit einem nah am Mund gelegenen Zweirichtungsmikrofon ausgestattet ist, bietet einen guten Ausgangspegel und gute Klangqualität. Das hat mich überzeugt.

Das Teil ist für mich als Vieltelefonierer und berüchtigter Nuschler bestens geeignet. Bei dem etyBLU2 ermöglicht das nah am Mund gelegene Mikrofon dem Nutzer in normalem oder sogar in leisem Ton zu sprechen und dennoch klar verstanden zu werden. Eine spezielle Technologie, im PR-Deutsch die ACCU•Location-Mikrofon-Technologie, sorgt dafür, dass ich selbst bei hoher Geräuschkulisse quatschen kann. Sie sorgt für eine deutliche Reduzierung der Außengeräusche.

Zum Lieferumfang gehört neben einem USB-Ladekabel auch ein Windschutz. Wie alle Etymotic-Produkte lässt es sich gegen einen Aufpreis von 99 Euro über des Etymotic-CUSTOM•FIT-Otoplastik-Programm individuell anpassen. Ich bekomme ein Ohrteil, das speziell für mein Ohr ausgelegt ist. Etymotic ist der Erfinder der In-Ear-Technologie.

Bei all meiner Begeisterung hat das ganze Headset für mich nur einen Nachteil. Der Bügel, der das Headset hinterm Ohr festhält, ist wacklig und geht schnell verloren. Nach einer Woche war das Teil spurlos verschwunden. Ein Drah dient als Ersatz, sieht aber natürlich nicht so schick aus.

Schocktrailer von „Dead Island“ tut der Branche keinen Gefallen

26. Februar 2011

Vor kurzem erschien der Teaser zu „Dead Island“ auf YouTube und erschütterte mich. Ich bin gewiss kein Weichei, aber dieser Trailer von Techlands und Deep Silver hat es in sich. Ich möchte mich als CGI-Profi nicht auslassen, über technische Qualität und Dramaturgie des Spots. Das Rendering ist der Hammer. Hier gibt es nichts zu meckern. Falls das Spiel nach der ersten Ankündigung vor vier Jahren doch noch 2011 zum Verkauf ansteht, wird das Gameplay interessant werden. Eine offene Spielelandschaft mit nacktem Terror sowie unterschiedliche Allianzen der Darsteller liefern sicherlich beeindruckende Duelle auf hohem technischen Niveau für Xbox 360 und PC. Ob die PS3 zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Aber das moralische Niveau des Trailers von Dead Island ist unterste Schublade. Als Vater habe ich ein großes Problem mit dem Trailer, bei dem ein Kind gemeuchelt wird. Das geht mir zu weit, eindeutig zu weit. Das muss ich in einem Trailer nicht sehen, auch wenn ich die Idee eines Zombiespiels auf einer Insel reizvoll finde. Gewalt gegen Kinder ist eine absolute Sauerei. Ich bin mir sicher, dass die Bundesprüfstelle hier auf den Plan gerufen wird. Ich geh jede Wette ein, dieses Spiel wird nicht ungekürzt in Deutschland erscheinen.

So ein Trailer wie von Dead Island polarisiert und bringt die ganze Spieleindustrie wieder in Verruf. Ich höre schon wieder die Debatten auf uns zukommen, dass wir Gamer alles potentielle Massenmörder sind. Das ist natürlich Quatsch, aber das Dahinschlachten eines (virtuellen) Kinders erweist der Branche keinen Dienst. Medienkompetenz erwarte ich nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von den Herstellern.

Jetzt warte ich erst einmal ab, welche Details Techland und Deep Silver weiter in diesem Jahr veröffentlichen. Ich kann mir vorstellen, dass das aufwändige Rendering sich nicht im Gameplay fortsetzt und der Mord an der Familie gar keine Rolle im finalen Spiel einnimmt. Der Einsatz der neuen Chrome Engine 5 zeigt aber optisch hervorragende Wirkung. Aber ich bleibe dabei: Der Schocktrailer von „Dead Island“ tut der Branche keinen Gefallen

 

Stanley Kubricks Barry Lyndon auf Blu ray

25. Februar 2011

Meine Gebete wurden erhört. Am 10. Mai erfüllt sich endlich ein langgehegter Wunsch: mein Stanley Kubrick Klassiker Barry Lyndon wird endlich auf Blu ray veröffentlicht. Gleichzeitig gibt es Uhrwerk Orange als Special Edition zum 40. Geburtstag und außerdem Lolita. Zudem hat Warner eine neue Stanley Kubrick Collection angekündigt, die in den USA und Deutschland in unterschiedlichen Versionen erscheint.

Leser dieses Blogs wissen, wie wichtig Kubrick für mich ist. Er ist ganz entschiedenen der wichtigste Filmemacher aller Zeiten. Es gibt im Olymp des Films einige Helden wie Alfred Hitchcock, Andrej Tarkowski, Ingmar Bergmann, Steven Spielberg, aber es gibt nur einen Regiegott, der alle überstrahlt: Stanley Kubrick.

Sein Gesamtwerk fasziniert, begeistert, provoziert. Alle seine Filme leben von einer Ästhetik, einer künstlerischen Tiefe ohnegleichen. Sie schlagen den Filmfan sofort in den Bann. Und genauso erging es mir mit Barry Lyndon aus dem Jahre 1975. Es gab die Kritik, dass der Film zu kalt geworden ist. Ich finde ihn dagegen wunderschön und die Figuren berühren mich auf einer anderen Ebene. Der Aufstieg und Fall von Redmond Barry ist ein Symbol für das ewige Streben des Menschen. Doch wie es am Schluss heißt: „Ob arm, ob reich – am Ende sind sie alle gleich.“ Es ist auch ein Symbol dafür, wie determiniert der Mensch ist. Redmond Barry versucht als Barry Lyndon aufzusteigen, auszubrechen und er scheitert – am Ende scheiterte aber die gesamte Gesellschaft, denn das Jahr 1789 naht und wird ganz Europa verändern.

Eigentlich sollte der Film ja Napoleon werden. Doch Kubrick schockierte Warner mit seiner Detailverliebtheit. Ihr Erbsenzähler hättet das Geld bereit stellen sollen, dann hätten wir heute DIE Napoleon-Verfilmung schlechthin. Jahre später wurden die Bildersammlungen und das Drehbuch von Napoleon veröffentlicht. Ich könnte heulen, dass wegen ein paar Tausend US-Dollar dieses Meisterwerk nie gedreht wurde. Das war ein klarer Fehler.

Kameramann John Alcott fing in Barry Lyndon mit NASA-Objektiven die Stimmung der Zeit ein. Heraus kamen Filmgemälde und das im wahrsten Sinne des Wortes. Jedes dieser Filmbilder könnte ein Gemälde sein – jedes könnte in der Tate-Gallery hängen. Und ich hoffe, dass die Blu ray auch die entfallenen Szenen enthält.

Geschnittene Szene bei Barry Lyndon - ich hoffe, die Blu ray enthält das Material.

Geschnittene Szene bei Barry Lyndon - ich hoffe, die Blu ray enthält das Material.

Zudem erscheint am 10. Mai eine Neuauflage von Clockwork Orange. Dieser Film ist reine Gewalt und ein Plädoyer für den freien Willen. Nach 40 Jahren hat der Film von seiner Brisanz nichts verloren. Gewalt ist heute allgegenwärtig. Die Gretchenfrage: Darf ein Mensch zum Guten gezwungen werden oder verliert er durch den Verlust des freien Willens die Menschlichkeit von der er sich als Gewalttäter verabschiedet hat? Der Film erscheint als Doppel-Blu ray mit ein paar Interviews.

Zudem kommen zwei Editionen der Stanley Kubrick Collection auf den Markt. In der US-Version mit Spartacus und Dr. Seltsam – in Europa aus Rechtegründen ohne diese Filme.