Entwicklertagebuch für Warhammer 40.000: Space Marine

9. April 2011

THQ präsentierte das erste Entwicklertagebuch-Video zum kommenden 3rd Person Science-Fiction Action-Spiel Warhammer 40.000: Space Marine. Der 3rd-Person-Shooter Warhammer 40.000: Space Marine wird voraussichtlich im August 2011 erscheinen.

In Warhammer 40.000: Space Marine übernehmen die Spieler die Rolle von Captain Titus (gut), der die Galaxis vor den Orks (böse) retten muss. Der Shooter wird von Relic Entertainment entwickelt, die mit Dawn of War und Dawn of War 2 nebst aller AddOns schon reichlich Erfahrung mit dem Warhammer-Franchise sammeln konnten. Warhammer 40.000: Space Marine erscheint für PlayStation 3, Xbox 360 und Windows PC. Das Entwicklertagebuch gibt Infos über das Spiel.

Das knapp 3 ½ Minuten lange Entwicklertagebuch-Video wurde komplett mit deutschem Sprecher lokalisiert. Die Entwickler vom Studio Relic Entertainment geben darin Einblicke in das Universum von Warhammer 40.000 und verraten Details über die Handlung des Spiels. Die Vorstellung der beiden verfeindeten Gruppen – der Space Marines und der Orks – darf natürlich auch nicht fehlen.

 

Social Media: Abzocke bei kostenlosen Liz Taylor-Filmen

5. April 2011
Abzocke via Twitter.

Abzocke via Twitter.

Die Gier der Menschen ist enorm. Etwas umsonst zu bekommen ist toll und dann wird auch einfach mal das Hirn ausgeschaltet – auch bei Social Media. Dies zeigte sich auch wieder beim Tode von Liz Taylor. Der Tod der Schauspielerin Elizabeth Taylor wurde von Cyberkriminellen umgehend als Social-Engineering-Trick missbraucht. Dabei fielen auch deutsche Twitter-Nutzer oft auf einen betrügerischen, verkürzten Link herein, der Download von Filmen der verstorbenen Hollywood-Diva in Aussicht stellt, so Kaspersky Lab. Allerdings führt der Link nicht auf ein Downloadportal, sondern auf eine Affiliate-Betrugsseite, um den Traffic auf dieser Seite zu erhöhen. Unter allen Klicks entfielen 20 Prozent auf Deutschland. Führend waren die USA mit 55 Prozent. Also aufpassen und ab und zu mal Hirn einschalten.

 

Meine Abrechnung mit Comic Sans

4. April 2011

Nachdem ich mich gerade ein wenig wieder mit Typografie beschäftigen muss, erinnere ich mich an Hasstiraden meines geschätzten Kollegen Thomas Gerlach über die Schrift Comic Sans. Er kann die Schrift nicht mehr sehen und ich versteh ihn nur zu gut. In unseren gemeinsamen Seminaren kommt immer wieder die Frage nach dieser Schriftkrankheit und der Werte Kollege muss immer an sich halten. Die Schrift ist vielleicht nett für Lehrerinnen der Grundschule, die unter ihre Proben „viel Erfolg“ schreiben, aber zu sonst nichts. Da kommt ein Tweet von @graupause genau richtig, der via Twitter vermeldet „Die Bahn klebt in Comic Sans geschriebene „Defekt“-Schilder auf ihre Ticketautomaten. Rundherum liegen Designer mit epileptischen Anfällen.“ Böse, böse, aber wahr.

Und jetzt erfahre mit Schrecken, dass uns das nächste Grauen droht. Die Comic Sans, eine der bekanntesten Schriften von Microsoft, wurde von Monotype Imaging grundlegend überarbeitet. Die neue Comic Sans Pro entstammt der Feder des US-amerikanischen Schriftgestalters Terrance Weinzierl und bringt neben Regular und Bold zwei Kursivschnitte mit. Dank OpenType-Format verfügt das Redesign über eine Vielzahl an typografischen Elementen, zum Beispiel Sprechblasen, Zierbuchstaben, Kapitälchen sowie alternative Glyphen und vieles mehr. Das bedeutet, wir werden weiter gequält und unsere Augen weiter beleidigt.

Jeder der vier Schnitte beinhaltet mehr als 1.000 Zeichen. Zusätzlich zu den OpenType-Funktionen verfügt Comic Sans Pro über paneuropäische Zeichensätze (WGL-Ausbau). Dadurch wird die Verwendung der Fonts außer in lateinischen Sprachen auch in Griechisch, Kyrillisch, Türkisch und in baltischen Sprachen ermöglicht.

Comic Sans Pro entfaltet ihr volles Potenzial in allen Programmen, die OpenType unterstützen. Die neue Comic Sans Pro ist ab sofort auch bei Linotype, einem Unternehmen der Monotype Imaging Gruppe, zu beziehen und steht zum Download bereit.

Und in einer Pressemitteilung von Linotype wird das Dilemma beschreiben. Vincent Connare, der Comic Sans ursprünglich im Jahr 1994 für Microsoft gezeichnet hat, begrüßt die Überarbeitung: „Ich ziehe meinen Hut vor Monotype Imaging dafür, dass sie die Aufgabe gemeistert haben, die Comic Sans neu zu beseelen und dabei zurück zu den Wurzeln als Textschrift für Comics zu führen. Durch den Pro-Ausbau lässt Comic Sans jetzt Jedermann wie einen professionellen Layouter erscheinen.“ Genau das ist das Problem. Die Layoutwildsäue nutzen die Schrift und glauben es sei schön. Herr im Typohimmel vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Allan Haley, Director of Words and Letters bei Monotype Imaging, sagt: „Jeden Tag zählen Millionen Menschen auf Comic Sans. Nicht nur in privaten Notizen, Schulprojekten oder Examensarbeiten, auch im geschäftlichen Umfeld wird die Comic Sans geschätzt: Von Gebrauchsanleitungen über Krankenwagenbeschriftung bis hin zu der Gestaltung von Unternehmensleitbildern – überall ist sie im Einsatz. Sogar in öffentlichen Briefen von Sportteam-Besitzern an ihre Fans! Mit dem Pro-Ausbau ist jetzt wirklich alles denkbar: Mit dem Ehepartner Schluss machen? Warum dazu nicht einen Brief schreiben, verschönert mit einem typografischen ‚Pow!’, ‚Whack!’ oder ‚Bam!’ ? Comic Sans ist überall, und jetzt ist sie besser denn je!“

Weinzierl, der Vater der Comic Sans Pro, ergänzt: „Unser aller Ziel war, Spaß und Funktionalität wieder zu vereinen. Ich kann es kaum erwarten, Comic Sans Pro überall zu sehen – auf den Einladungen und Anzeigen zur zweiten Vermählung bis hin zu Warnschildern. Lang lebe Comic Sans!“

Bitte nicht, sondern Herr schmeiß Hirn vom Himmel.

Bitte nicht noch mehr Comic Sans.

Bitte nicht noch mehr Comic Sans.

 

Autodesk setzt auf Apps

25. März 2011

Autodesk hat den App Markt für sich entdeckt. Der Software-Riese ist begeistert über die Resonanz der Apps im iTunes Store. Autodesk stellt große Software-Suiten für Architekten, Konstrukteure und 3D-Artists her und bewegt sich mit dem Apps auf einem komplett neuen Markt. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen vor allem im B2B-Markt einen großen Erfolg. Mit dem Apps tastet man sich indirekt auf den B2C-Markt vor. Interessant, wie sich so ein Unternehmen wandeln kann. Thomas Schwendner von Autodesk sprach mit mir über Chancen durch die Apps und verriet, dass wir noch mehr im App-Bereich von Autodesk erwarten dürfen.

Social Media: Warnung vor gefährlichen Facebook-App

24. März 2011

Social Media ist genial, wenn man weiß, was man tut. Und leider wissen auch die bösen Buben da draußen, wie Social Media funktioniert und nutzen den Spieltrieb der User aus. Kaspersky Lab warnt vor einer gefährlichen Facebook-App, die aus der Neugier der Nutzer Geld macht, indem sie den Versand einer bestimmten SMS provoziert. Ich bekomme gerade aus Schülerkreisen viele Spielanfragen von Farmwille, Glücksnuss und Co. Da kann schnell auch etwas gefährliches dabei sein.

Was ist aktuell passiert? Durch das Klicken auf einen Link im Facebook-Chat wird auf dem Profil vieler Facebook-Nutzer eine schädliche App platziert – und das nur, weil ihr Interesse auf eine Schocknachricht gelenkt wurde.

Dieses Chat-Fenster tauchte auf in Facebook.

Dieses Chat-Fenster tauchte auf in Facebook.

Obwohl die Applikation aufgrund ihres offenbar zufällig gewählten Namens leicht als maliziös zu identifizieren ist, waren bisher erschreckend viele Nutzer von der Bedrohung betroffen. Vor allem Nutzer in der Ukraine, in Indien und in den USA haben der schädlichen App Zugriffsrechte gewährt und ihrer Verbreitung unter den eigenen Facebook-Freunden somit Tür und Tor geöffnet. Deutsche Facebook-Nutzer waren von der Attacke bisher kaum betroffen. Die Betonung liegt auf bisher.

Zugriff auf die Freunde.

Zugriff auf die Freunde.

Die Rechte erschleicht sich die Applikation, indem sie unter anderem um Zugriffserlaubnis auf Basisinformationen wie Freundschaften bittet, bevor die Schocknachricht vollständig offenbart wird – was ebenfalls Skepsis wecken sollte. Und die Nutzer, die nun nach wie vor neugierig sind, was sich hinter der schockierenden Meldung verbirgt, werden aufgefordert, an einem Quiz teilzunehmen – vermeintlich, um sich zur Spam-Vermeidung als Mensch zu verifizieren.

Schnell noch autthorisieren, um am Quiz teilzunehmen.

Schnell noch autthorisieren, um am Quiz teilzunehmen.

Die Ergebnisse des Quiz erhalten sie, sofern sie bereit sind, eine SMS an eine bestimmte – natürlich kostenpflichtige Nummer – zu versenden. Auf diese Weise erhalten die Cyberkriminellen etwa drei Euro von jedem Opfer dieser Applikation.

3 Euro kostet die SMS zur Quizteilnahme.

3 Euro kostet die SMS zur Quizteilnahme.

 

Fehlanzeige: Kostenloses Internet im Hotel

23. März 2011

Mein Vorgehen, ein Hotel für eine Reise zu buchen, hat sich komplett verändert, nur das haben viele deutsche Hotels scheinbar nicht mitbekommen. Im vergangenen Jahrtausend war es wichtig, einen Telefonanschluss am Zimmer zu haben. Heute ist es wichtig, ob das Hotel über einen kostenlosen WLAN-Hotspot verfügt. Und da sieht es bei vielen deutschen Hotels schlecht aus.

„Ja, ja Internet ist bei uns vorhanden“, heißt es oftmals an der Rezeption und dann bekomm ich ein Ethernet-Kabel überreicht. Was soll ich damit? Und dann lese ich: Eine Stunde Internet-Zugang zwölf Euro – 24 Stunden 48 Euro. Sag mal, habt ihr sie noch alle? Warum schafft die Hoteliers es nicht, das Internet kostenlos zu Verfügung zu stellen? Warum verlangt ihr für die Benutzung der Toilette nicht auch gleich 5 Euro oder für die Bereitstellung des Fahrstuhls pro Knopfdrücken 4 Euro? Da kommen die Jungs und Mädels immer mit hohen Investitionskosten. Blödsinn. Flatrates kosten nicht die Welt und vielleicht kennt die Herrschaften das Wort Service noch nicht. Service heißt nicht, den Hotelgast zu melken und abzuzocken.

Ich bin daher ein häufiger Gast bei Starbucks. Nicht, weil der Kaffee so gut ist. Nein – sondern weil es dort kostenloses WLAN gibt. Dort treffe ich alle Arten von digitalen Nomaden, so wie ich es einer bin.

Liebe Hotelbetreiber! Erinnert euch an die Bibel-Worte: „Wer gibt, dem wird gegeben!“ Gibst du mir kostenloses WLAN, dann trinke ich auch deinen (überteuerten) Kaffee. Bei Starbucks funktioniert dieses Marketing. Auch die McDoof-Kette hat dies erkannt un die erste Stunde surfen in meiner Fastfoodkette am Ort ist frei. Aber in deutschen Hotels geht das ja wohl nicht.

Internet ist ein Grundbedürfnis der digitalen Gesellschaft, doch scheinbar ist auch hier unser Land weiterhin hinterher. Der Markt wird es entscheiden.

 

IN GRAPHICS – mein Magazin für einen visuellen Leser

22. März 2011

Ich bin ein visueller Mensch und gebe daher unter anderem Schulungen über visuelle Präsentationen. Und ich bin ein Fan des Beobachtens. Wir als Textmenschen können von Kindern sehr viel lernen. Wer Kinder beobachtet, erfährt viel über Kommunikation.

Ein Beispiel: Ein Erwachsener beschreibt ein Projekt mit vielen Seiten Text: Analyse der Ist-Situation, Projektplan, Projektschritte usw. Seite um Seite wird so beschrieben, sauber ausformuliert und dem Partner geschickt. Der muss das ganze Werk lesen und sein Gehirn läuft dabei auf Hochtouren. Versteht er die sprachlichen Bilder? Kommt er mit den Formulierungen klar?

Und wie machen es Kinder? Sie malen Bilder, die visualisieren ihre Ideen und verarbeiten so ihre Eindrücke – und die anderen Kinder verstehen die Ideen, weil sie Fantasie haben. Wenn Kinder etwas erklären wollen, dann visualisieren sie es. Das ist der Kernsatz.

Und hier kommen wir zu Infografiken. Beim Surfen bin ich auf das Magazin „IN GRAPHICS“ gestoßen und muss sagen genial. Mein Bilderbuch für die Info-Gesellschaft. Der Herausgeber Golden Section Graphics veröffentlichte im Dezember 2010 ein unabhängiges Magazin mit dem Titel „IN GRAPHICS“. Es erscheint zwei mal im Jahr und widmet sich auf 92 werbefreien Seiten Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Unterhaltung – ausschließlich in grafischer Form. Das ist der Hammer, wie gut hier Politik visualisiert wird, ohne viel Text Blabla und bedeutungsschwangeren Worten.

Jan Schwochow, Herausgeber und Chefredakteur von „IN GRAPHICS“, Geschäftsführer von Golden Section Graphics und ehemals Ressortleiter Infografik beim Magazin STERN, hatte die Idee zu einer Zeitschrift, die nur aus Grafiken besteht. So entstand ein Magazin für visuelle Menschen, ohne lange Texte und große Bildstrecken. In mir hat das Magazin einen Fan und ich kaufe mir das Teil für 22 Euro. Das ist mir meine Inspiration wert und außerdem ist es ein geniales Demonstrationsobjekt, wie sich Information im 21. Jahrhundert darstellen kann. Ich bin gespannt, wo es mit IN GRAPHICS hingeht. Im Team von Golden Section Graphics arbeiten auch 3D-Artists. Wie entwickeln sich Illustrationen, wenn 3D verstärkt in Print einzieht oder wenn es auf dem iPad übersetzt wird? Das wird spannend und es wird ein neuer Markt für Grafiker, die jetzt nur mit Illustrator und Photoshop ihre Pixel verschieben.

Studien und Streit um eBooks

21. März 2011

Es ist schon wieder passiert. Am Wochenende war die Leipziger Buchmesse und ich traf auf streitbare Besucher, die Bücher in Papierform verteidigten. Papier, Papier, Papier und zur Hölle mit den eBooks. Die Welt immer schön schwarz/weiß sehen, dann ist es einfacher. Und natürlich bringt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) die richtige Studie auf Tablett: eBooks seien noch kein Massenmarkt. Die Papier-Freaks setzten noch eines drauf: Wir Deutschen mögen keine eBooks. Und ich sage: Das ist Quatsch.

Interessant ist das aus dem GfK-Ergebnis, dass die Verkaufszahlen von eBooks gering seien, sofort die Folge hatte, dass wir alle keine eBooks mögen. Hier die Fakten: In Deutschland sind elektronische Bücher hingegen noch ein Nischenprodukt. Laut Berechnungen der GfK Panel Services lag der Anteil von eBooks am gesamten deutschen Buchumsatz im Jahr 2010 bei 0,5 Prozent und erreichte ein Volumen von 21 Millionen Euro. Bisher bieten erst 35 Prozent der deutschen Verlage eBooks an, viele wollen allerdings in Kürze folgen.

Ich maul einfach mal: Die eBooks tun sich in Deutschland schwer, aufgrund der Buchpreisbindung. Musik ist online billiger als auf CD, Spiele sind preiswerter als auf Datenträger – bei Büchern gilt die Buchpreisbindung und eBooks kosten fast so viel wie gedruckte Bücher. Warum denn nur? Damit wir Verlage durchfüttern, die an Autoren verdienen – nicht der Autor verdient den Großteil an seinem Buch. Bei eBooks fallen keine Druck- und Papierkosten sowie Lagerkosten an und trotzdem soll ich für ein eBook fast soviel hinlegen, wie für ein gedrucktes Buch. Nee nee

Nach Jahren der Stagnation nimmt der Download-Markt auch in Deutschland langsam an Fahrt auf. Einkaufen in der Cloud ist schon ne coole Sache. Laut Berechnungen der GfK Panel Services wurden im Jahr 2010 bereits 5 Prozent der Gesamtumsätze mit Medienprodukten über die Download-Variante erzielt. Insgesamt 417 Millionen Euro setzte die Branche mit den Downloads von Musik, Hörbüchern, Software, Games, Videos oder eBooks um, und damit 54 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Auch die Zahl der verkauften Dateien legte um 42 Prozent auf 98 Millionen Stück deutlich zu. Auf eBooks entfiel im gesamten Download-Markt allerdings nur ein Umsatzanteil von 5 Prozent.

Insgesamt 21 Millionen Euro gaben die Deutschen im vergangenen Jahr für
eBooks (ohne Schul- und Fachbücher) aus und kauften rund zwei Millionen Titel. Die Zahl der Käufer belief sich auf rund 540.000 Personen, wobei der typische eBook-Kunde männlich und im Alter zwischen 30 und 49 Jahren ist. Bei den Genres zeigt sich ein hoher Anteil an Belletristik, die knapp 60 Prozent aller bezahlten eBooks ausmacht, während ihr Umsatzanteil unter gedruckten Büchern nur 48 Prozent beträgt. Auch Ratgeber erfreuen sich in eBook Form mit einem Umsatzanteil von 24 Prozent im Vergleich zu 15 Prozent bei gedruckten Ausgaben höherer Beliebtheit. Kinder- und Jugendbücher sowie Reiseliteratur sind hingegen als eBook-Variante deutlich weniger gefragt.

Eine aktuelle Umfrage der GfK Panel Services im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels unter Verlagen und Buchhändlern zeigt, dass derzeit 35 Prozent der Verlage eBooks im Angebot haben. Für das aktuelle Jahr planen weitere 18 Prozent die Einführung von eBooks und im Jahr 2012 noch mal 7 Prozent. Unter den großen Verlagen liegt der Anteil derjenigen, die bereits heute eBooks anbieten, bei 67 Prozent.

Potenzial für eBooks wächst auch in Deutschland

Das Potenzial für eBooks steigt derzeit deutlich und dürfte sich mit einer Ausweitung des Angebots an deutschen Titeln noch intensivieren. Aktuell sind rund neun Millionen Deutsche an eBooks interessiert. Im Vorjahr lag der Wert noch bei rund sieben Millionen. Aus Sicht der Verbraucher, die bereits von eBooks gehört haben, bieten die elektronischen Varianten eine Reihe von Vorteilen. So halten knapp 60 Prozent eBooks für umweltfreundlicher als gedruckte Bücher und 56 Prozent denken, dass eBooks günstiger angeboten werden können. Hahaha und hier haben sie falsch gedacht: Buchpreisbindung, Buchpreisbindung, Buchpreisbindung Für knapp die Hälfte der Befragten wären sie eine Lösung für Platzprobleme in der eigenen Wohnung und 40 Prozent halten sie für modern und die neue Art des Lesens. Zu einer echten Konkurrenz für gedruckte Bücher werden sich die elektronischen Varianten allerdings in absehbarer Zeit nicht entwickeln. Aktuell bekunden 78 Prozent der Deutschen, dass sie Bücher nicht auf einem Bildschirm oder Display lesen wollen. Doch auch hier zeigen sich Potenziale für die elektronischen Varianten: im Jahr 2009 lehnten noch 83 Prozent das Bücherlesen am Bildschirm ab.

 

Social Media: Bewegung bei Dell

20. März 2011
Ich liebe Visualisierungen: hier der CAP Day bei Dell als Bild - super.

Ich liebe Visualisierungen: hier der CAP Day bei Dell als Bild - super.

Irgendwie bin ich schon ein wenig stolz. Ein wenig habe ich dazu beigetragen, dass sich Dell bei dem Thema Social Media offener zeigt. Dell lud mich zusammen mit ein paar anderen IT-Bloggern wie Martin Goldmann und Social Media-Experten zu einem Dell CAP Day nach Frankfurt ein und wir diskutierten das Auftreten des Computerriesen. Ich hatte den Eindruck, dass Dell die Kritik sehr ernst nahm. Nach eigenen Angaben hat sich Dell gewandelt. Jetzt wäre es vermessen zu sagen, dass sich die große Firma Dell aufgrund meiner Beratung geändert hat – so wichtig bin ich dann doch nicht. Aber ich war sicherlich ein kleiner Tropfen und wir kennen ja das mit dem Tropfen und den Stein.

Vor kurzem bekamen die Teilnehmer des Dell CAP Day eine Mail, in der die Strategien des Unternehmens dargestellt wurden. Wow, so ist es richtig – das ist vorbildliche Kommunikation. Und der CAP Day wohl ein voller Erfolg für Dell, denn Frankreich und Skandinavien wollen auch einen CAP Day haben („ich auch“, ich auch“) und Deutschland will seinen CAP Day nochmals 2011 wiederholen. Mal sehen, ob ich wieder eingeladen werde, nachdem ich mich als Mac-User geoutet habe.

Was hat sich bei Dell verändert? Alle unsere Kritikpunkte über Produktqualität und den Dell-Service hat Dell an die für EMEA verantwortlichen Abteilungen weitergegeben. Erste Maßnahmen zur Verbesserung reichen von entsprechenden Trainings der Services-Mitarbeiter über das Screenen verschiedener Social-Media-Kanäle nach Kundenbeschwerden zur bis hin zum monatlichen Austausch mit dem XPS-Forum bezüglich Produktqualität. Eine Reihe unserer Anregungen zur Verbesserung der Dell-Produkte fließen in die Produktentwicklung ein, und auch beim Thema Customer Support wird es Veränderungen geben, so sagte Dell in seiner Mail an uns Teilnehmer.

Dells Engagement in Social Media war wie zu erwarten eines der am intensivsten diskutierten Themen. Dass Social Media auch für Dell in Deutschland immer wichtiger werden, steht außer Frage. Ich hatte ja gemault, dass die deutsche Geschäftsführerin von Dell nicht in Xing vertreten sei. Seit den CAP Days hat Dell bereits eine ganze Reihe wichtiger Projekte umgesetzt: So hat Dell Deutschland seit kurzem eine eigene Präsent bei Xing, wo sich Unternehmen, Dell-Kunden, IT-Spezialisten und Dell-Mitarbeiter treffen und miteinander diskutieren können. Darüber hinaus hat Dell Facebook für sich entdeckt: Mit einer B2C-Seite und einem B2B-Facebook-Auftritt, mit dem sich Dell vor allem an mittelständische Unternehmen richten. Zudem hat Dell eine Facebook-Präsenz speziell für Themen rund um Job und Karriere – dies halte ich persönlich für ganz entscheidend.

Ins Leben gerufen wurde vor einiger Zeit auch das Dell Social Media Ground Control Team (cooler Name), das Kundenkommentare rund um den Globus in Echtzeit beobachtet, misst, analysiert und an die Führungsebenen berichtet. Zusammen mit dem Social Outreach Support Team unterstützt das Social Media Ground Control Team  auch Kunden, die Hilfe benötigen. Ab sofort hat Dell  einen Verantwortlichen, der von Frankfurt aus die deutschen Social-Media-Kanäle durchsucht, so steht es in der Nachricht von Dell. Leider ist der Kollege aber nicht so richtig aktiv. Er verfügt dann doch über einen (!) Xing-Kontakt seit 7/2007 und ich bin jetzt die Nummer 2, ist kein Premium-Mitglied und sitzt wohl laut Xing und Facebook in Bratislava und nicht in Frankfurt, wie Dell schreibt. Was soll ich nun davon halten? Nun gut, in Facebook ist der junge Mann dabei und arbeitet dort viel und es ist egal, von wo er aus arbeitet.

Dell macht in Schulungen ernst. „Angekündigt hatten wir auch, dass jeder Dell-Mitarbeiter im Social-Media-Umfeld aktiv sein sollte. Wir haben deshalb ein Schulungsprogramm aufgesetzt, das unsere Mitarbeiter hinsichtlich Social Media intensiv schult. Dieses Training ist die einzige Voraussetzung, die wir an unsere Kolleginnen und Kollegen stellen, um in Social Media im Namen von Dell aktiv zu werden. Weltweit haben bereits 7.500 Kollegen an der Schulung teilgenommen, in Deutschland sind es bereits 430 – und es werden täglich mehr. Darauf sind wir ganz besonders stolz“, schreibt mir Dell. Super Sache – hier bin ich sehr gespannt, wie die Erfahrungen von Dell sind.

Klaus Kreuzeder eröffnet die IHM (musikalisch)

19. März 2011

Musik gehört heute zu einer Ausstellungs- oder Messeeröffnung einfach dazu. So auch vor kurzem bei der Eröffnung der Internationalen Handwerksmesse. Musikalischer Gast war dieses Mal Klaus Kreuzeder. Der an Polio seit seiner Kindheit erkrankte Musiker aus Franken gilt als Jazz-Profi der Extraklasse. Er spielte mit den Größen der Branche. Auf der Eröffnung der IHM spielte der Rollstuhlfahrer drei Stücke und kam bei dem zumeist konservativen Publikum gut an. Und mir hat es auch gefallen und daher habe ich die Auftritte einfach mal mitgeschnitten.

Kreuzeder war sicher das Highlight bei der IHM-Eröffnung. Sowohl Ministerpräsident Horst Seehofer als auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle haben wegen den Ereignissen in Japan abgesagt. Egal, Kreuzeder alleine war die Reise auf jeden Fall Wert.